11.09.2018 - 09:56 Uhr
Oberpfalz

Tipps für einen sicheren Schulweg

Die Sommerferien sind vorbei, Schüler starten wieder in ein neues Schuljahr. Insbesondere für die vielen sogenannten „Abc-Schützen“ in der Oberpfalz beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt.

Neben den neuen Herausforderungen, die die Schule mit sich bringt, steht für Schüler die sichere Bewältigung des Schulweges an
von Alexander Unger Kontakt Profil

Neben den neuen Herausforderungen, die die Schule mit sich bringt, steht für die Erstklässler und auch die weiteren Schüler die Bewältigung des Schulweges an. Die Polizei der Oberpfalz hat auch in diesem Jahr auf die Schüler und die weiteren Verkehrsteilnehmer ein besonderes Augenmerk. Insbesondere steht hier die Überwachung der Gurtanlege- und der Kindersicherungspflicht an. Für Erstklässler und deren Eltern gilt es, den Schulweg und dabei die besonderen Gefahrenstellen und Risiken zu kennen.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz rät Eltern und Kindern:

  • Der Schulweg soll gemeinsam mit den Kleinsten erkundet werden. Dabei sollen den Kindern Gefahrenbereiche und richtige Verhaltensweisen aufgezeigt werden. Der kürzeste Schulweg muss nicht auch der sicherste sein.
  • Müssen Straßen überquert werden, so sollte das möglichst an Ampelanlagen, Fußgängerüberwegen oder Fußgängerfurten, die durch Schulweghelfer abgesichert sind, geschehen.
  • Ist das nicht möglich, sollen Kinder und Eltern nicht hinter Hindernissen wie etwa einem Auto oder einer Hecke auf die Fahrbahn treten
  • Kleidung und Schulranzen sollen auffällig und hell sein – das erhöht die Wahrnehmbarkeit. Reflektierende Elemente auf der Kleidung oder den Schultaschen sind sinnvolle Ergänzungen.
  • Der Weg zur Schule soll geplant und rechtzeitig angetreten werden. Zeitdruck mindert die Aufmerksamkeit der Kinder und erhöht das Unfallrisiko.
  • Handys lenken vom Verkehrsgeschehen ab. Das Mobiltelefon sollte auf dem Schulweg im Schulranzen bleiben.
  • Schulanfänger sollten grundsätzlich nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

Besonderer Blick auf die vorschriftsmäßige Sicherung

Werden Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht oder abgeholt, so ist auf die vorschriftsmäßige Sicherung von Fahrern und Mitfahrern zu achten. Die Polizei überwacht in den ersten Schultagen an stark befahrenen Schulwegen sowie vor Schulen und Kindergärten besonders die Gurtmuffel. Die Schutzwirkung des Sicherheitsgurtes ist laut Polizei hinreichend belegt. Dennoch zeigt die Unfallstatistik immer wieder, dass viele Verkehrsteilnehmer den Gurt nicht anlegen. 2017 waren bayernweit 61 von 608 tödlich verunglückten Personen in Autos nicht durch einen Sicherheitsgurt gesichert. Besondere Verantwortung tragen Fahrzeugführer auch gegenüber Kindern im Fahrzeug. Diese vorschriftsmäßig zu sichern, ist Aufgabe der Fahrzeuglenker.

Verhaltensregeln an Bushaltestellen:

  • Bushaltestellen sind keine Spielplätze
  • An den Haltestellen nicht drängeln und auf ausreichenden Abstand zum heranfahrenden Bus achten
  • Niemals vor oder hinter dem haltenden Bus über die Straße laufen, sondern warten bis der Bus die Haltestelle verlassen hat
  • Beim Aussteigen auf herannahende Radfahrer und Fußgänger achten

Nicht nur die Schüler, jeder Verkehrsteilnehmer ist aufgerufen, zu Schulbeginn besonders aufmerksam zu sein. Im Umfeld von Schulen herrscht wochentags ein großes Aufkommen an Fußgängern und Radfahrern. Das Motto lautet deshalb: „Fuß vom Gas und bremsbereit sein, wenn sich Kinder am Fahrbahnrand befinden.“ Die gleiche Vorsicht gilt natürlich beim Passieren von Schulbushaltestellen. Die Oberpfälzer Polizeidienststellen haben die Schulwege vom 11. bis 14. September quer durch den Regierungsbezirk besonders im Fokus.

Unfälle auf dem Schulweg

Wie wichtig es ist, Kinder mit ihrem Schulweg vertraut zu machen, zeigt die jährliche Bilanz der Schulwegunfälle. 2017 gab es im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz 46 Schulwegunfälle. Dabei wurden insgesamt 50 Schüler verletzt. Im 1. Halbjahr 2018 verzeichnet die Oberpfälzer Polizei 28 Schulwegunfälle mit verletzten Schülern.

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