Tirschenreuth
11.01.2019 - 12:13 Uhr

5000 Figuren bei Tirschenreuther Krippenschau

5000 Figuren, 4000 Besucher, 30 Führungen, Gäste von München bis Baden Württemberg, als Stargast Bischof Rudolf Voderholzer und glückliche Krippenfreunde: Das ist die bisherige Bilanz der 8. Krippenausstellung

Zahlreiche Neuerungen konnten in der 8. Krippenschau bewundert werden: Die Mehlerkrippe wurde vor 20 Jahren das letzte Mal gezeigt. Bild: ubb
Zahlreiche Neuerungen konnten in der 8. Krippenschau bewundert werden: Die Mehlerkrippe wurde vor 20 Jahren das letzte Mal gezeigt.

Rundum zufrieden sind die Krippenfreunde mit ihrer 8. Ausstellung, die seit 7. Dezember gut 4000 Besucher ins Museumsquartier gelockt hat. Aber auf den Lorbeeren ausruhen ist nicht, es gibt bereits wieder Arbeit. Und damit ist nicht nur die Planung der nächsten Krippenausstellung in fünf Jahren gemeint.„vor der Krippenausstellung“ ist. Wenn auch die Krippenfreunde die 9. Präsentation im fünf Jahren längst wieder im Augenwinkel haben. Arbeit gibt es am Schnitzwerkzeug: Ein Besucher sei derart begeistert, dass er einen geschnitzten Goaßtratzer, einen Goaßreiter und einen Bettelmann in Auftrag gegeben hat, freut sich Hans Schiedeck.

Begeisterte Besucher

Beim Resümee über die vergangenen Wochen gerät der Schatzmeister der Krippenfreunde ins Schwärmen. „Da sind nur Superlative gefallen“, sagt er. Nachzulesen sind diese im Gästebuch: „Wir sind begeistert“, „sehr beeindruckend“, „überwältigend“, haben die Gäste von München bis Baden Württemberg, aus Tschechien, aus Bamberg, dem Nürnberger Raum, aus Thüringen und anderen Landstrichen ins Buch notiert. Unter den Oberpfälzer Gästen lobt Schiedeck die Amberger als fleißige Krippenschauer. Die größte Besuchergruppe sei aus Chemnitz mit zwei Bussen angereist. Die Einmaligkeit dieser Ausstellung, wie es sie nirgendwo sonst gebe, sei oftmals als Grund für die Begeisterung genannt worden, berichtet Schiedeck weiter. So hatten die Urlauber aus Baden Württemberg im Sommer von der Ausstellung gehört und seien noch einmal angereist. Und es seien viele Besucher zweimal gekommen. „Sie sagten, bei einem Rundgang kann man gar nicht alles sehen“. Zwar kann Schiedeck keinen neuen Rekord melden. Aber er ist zufrieden mit der Besucherzahl von 4000 Personen, die sich mit der vor fünf Jahren deckt.

Viele neue Details

Und man sei ja noch nicht am Ende angekommen, sagt Schieder, der einen Abstecher ins Museumquartier nur empfehlen kann. Allein wegen der unzähligen, neuen Details in den 43 gezeigten Exponaten. Dazu gehöre die Maurus-Fuchs-Papierkrippe von Peter Riolini aus Augsburg. Die aus dem Jahr 1850 stammende Mehler-Krippe sei letztmals vor 20 Jahren gezeigt worden. Schiedeck spricht von insgesamt 5000 gezeigten Figuren, darunter moderne Exponate der aktiven Schnitzer. „Die Musl-Krippe allein hat 600 Figuren“, nennt der Schatzmeister nur ein Beispiel und läuft die mächtige Vitrine schrittweise ab. Die antiquare Musl-Krippe misst immerhin fünf mal zweieinhalb Meter.

Nicht zu vergessen die Jugend: Tim Sommer, 13 Jahre jung, präsentiert erstmals seine Heilige Familie. Stolz ist Schiedeck nicht nur auf die gelungene Ausstellung. „Seit Oktober haben täglich acht Leute an der Ausstellung gearbeitet. Und wenn’s dick reinkam 15“, stellt er die Mühen der Krippenschnitzer im Vorfeld heraus. Eingebunden seien auch die Ehefrauen, die an den Sonn- und Feiertagen die Gäste mit Kaffee, und Kuchen verwöhnen. „Eilet geschwind“, erinnert Hans Schiedeck nach seinem positiven Resümee schmunzelnd an die Hirten auf dem Weg zum Stall die Nachzügler, dass bald Schluss ist mit Krippenschauen.

Gelegenheit bleibt noch genug: Besichtigt werden kann die 8. Krippenausstellung bis 20. Januar täglich von 11 bis 17 Uhr. Auf Anmeldung (Telefon 0 96 31 60 02 48) sind Führungen möglich.

Öffnungszeiten:

Besichtigt werden kann die 8. Krippenausstellung im Museumsquartier bis 20. Januar täglich von 11 bis 17 Uhr. Auf Anmeldung (Telefon 0 96 31 60 02 48) sind Führungen möglich.

Schatzmeister Hans Schiedeck (im Bild mit dem zur Ausstellung herausgebrachten Krippenbuch) ist stolz auf den Erfolg der Präsentation und auf seine Schnitzerfreunde. Bild: ubb
Schatzmeister Hans Schiedeck (im Bild mit dem zur Ausstellung herausgebrachten Krippenbuch) ist stolz auf den Erfolg der Präsentation und auf seine Schnitzerfreunde.
Auch moderne Werke bereichern die Ausstellung: Mit dem Türmen im Relief "Bethlehem" will Schnitzerin Karolina Stindl die unterschiedlichen Weltreligionen darstellen. Bild: ubb
Auch moderne Werke bereichern die Ausstellung: Mit dem Türmen im Relief "Bethlehem" will Schnitzerin Karolina Stindl die unterschiedlichen Weltreligionen darstellen.
Eine besonders kunstvolle Königsfigur aus der Krippe von Max Röckl. Bild: ubb
Eine besonders kunstvolle Königsfigur aus der Krippe von Max Röckl.
Wer aufmerksam die Figuren betrachtet, hat viel zum Schmunzeln: Der legendäre Goaßreiter hat viele "Gesichter". Hier beißt die Goaß den Reiter ins Bein. Bild: ubb
Wer aufmerksam die Figuren betrachtet, hat viel zum Schmunzeln: Der legendäre Goaßreiter hat viele "Gesichter". Hier beißt die Goaß den Reiter ins Bein.
Wenn auch das Ende naht, gibt es noch viel zu tun: Die Gästeführer Cornelia Stahl und Thomas Sporrer besprechen mit Schatzmeister Hans Schiedeck (Mitte) die Ausstellungsbetreuung für die letzten neun Tage. Bild: ubb
Wenn auch das Ende naht, gibt es noch viel zu tun: Die Gästeführer Cornelia Stahl und Thomas Sporrer besprechen mit Schatzmeister Hans Schiedeck (Mitte) die Ausstellungsbetreuung für die letzten neun Tage.
 
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