22.11.2019 - 14:35 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Aktionstag in Klinik in Tirschenreuth eine Herzensangelegenheiten

Der plötzliche Herztod stand bei einem Aktionstag im Krankenhaus Tirschenreuth im Blickpunkt. Dabei wurde deutlich, dass dieses Thema auch junge Leute nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen.

Dr. Gudrun Graf und Nicole Huber-Dinkela (von links) zeigten den Gästen, wie man zum Beispiel mit einem einfachen Dehnungsband daheim selbst Übungen für mehr Beweglichkeit machen kann.
von Ulla Britta BaumerProfil

Niemand möchte einen plötzlichen Herztod erleiden. Und man kann einiges tun, um das Risiko, irgendwann davon betroffen zu sein, zu verringern. Viele Informationen, Ratschläge und Tipps zu diesem Thema gab es am Mittwoch von der Abteilung "Innere Medizin" am Krankenhaus. Vor allem Senioren nutzten das Angebot. Natürlich seien ältere Menschen häufiger betroffen, sagte Jürgen Meyer, der neue Leiter der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz (ILS). Aber auch jüngere Menschen dürften das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Meyer beantwortete mit den Kollegen vom BRK und den Ärzten viele Fragen der Gäste, die sich auch bei einer ganzen Reihe von Vorträgen die dazugehörige Ausstellung anschauten.

Info-Stände und Schaupuppe

Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz, der BRK-Kreisverband Tirschenreuth, die AOK und andere demonstrierten anhand einer Schaupuppe und medizinischen Geräten, wie Menschen mit Herzattacken gerettet werden können und was der einzelne vor Eintreffen eines Rettungsteams für den Patienten tun kann. Vor Ort war auch Dr. Gudrun Graf, die zum Thema "Leblose Person - was tun?" referierte.

Graf hat das Thoraxkompressions-System "Lucas" in Bayern eingeführt und zeigte gemeinsam mit BRK-Helfern, wie es funktioniert und effektiv dem Rettungsteam zur Seite stehen kann bei Versorgung und Transport eines Herzinfarktpatienten. "Lucas" sei kein Defibrillator, er unterstütze die Reanimierung, sagte sie. Das könne der Sanitäter natürlich auch. "Aber ein Mensch ist bei der Ausführung einer Herzmassage körperlich selbst gefordert, seine Leistung kann nachlassen. 'Lucas' macht kontinuierlich weiter", so Graf.

Frühzeitiges Erkennen wichtig

An Tischen bekamen die zahlreichen Besucher Auskünfte und Infomaterial von den Ärzten, vom BRK und von der AOK. Themen waren, wie man sein Herz stärken kann und was dabei hilft, fit zu bleiben bis ins hohe Alter. In den Referaten bekam das Publikum zu hören, dass Männer deutlich häufiger vom Herztod betroffen seien als Frauen. Besonders gefährdet seien Personen mit bereits vorhandenen Herzerkrankungen. Ein wichtiges Thema war die koronare Herzkrankheit (KHK). Risikofaktoren seien unter anderem Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel und Diabetes.

Die beste Strategie sei, Herzerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Wie das am besten gelingt, darüber informierten drei Ärzte.

Dr. Rafael Ulrych erklärte das Thema "Plötzlicher Herztod - Begriffserklärung und Risikofaktoren". Dr. Gudrun Graf gab Ratschläge zu "Leblose Person - was tun?" und Dr. Josef Pova ging auf bedrohliche Herzrhythmusstörungen im höheren Alter ein. Nach den Vorträgen konnten die Anwesenden die fachkompetenten Referenten aus der Inneren Medizin noch mit Fragen zum Thema löchern.

"Lucas" fand bei den Vortragsbesuchern viel Interesse. Das Gerät unterstützt die Sanitäter beim Reanimieren einer Person, die eine Herzattacke hatte.
An unterschiedlichen Informationsstädnen konnten die Gäste Fragen stellen und sich Informationsmaterial zum Thema mit nach Hause nehmen.
Ausführung wurde am Beispiel einer PUppe gezeigt, wie eine von einem plötzlichen Herztod betroffene Person eventuell noch gerettet werden kann, wenn alles schnell geht.
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