15.04.2019 - 15:30 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Aldi-Erweiterung kann kommen

Der Bauantrag lag beim Bauausschuss Tirschenreuth öfter auf dem Tisch. Nach acht Monaten, einigen Nachbesserungen und Anpassungen steht nun fest: Der Aldi-Markt wird erweitert.

Nach vorne hin soll das Einzelhandelsgeschäft um rund 120 Quadratmeter vergrößert werden, dadurch fallen mehrere Parkplätze weg.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Bereits im August 2018 diskutierte der Bauausschuss der Stadt den Bauantrag von Markus Zimmermann aus Düsseldorf. Der Aldi-Markt in der Äußeren Regensburger Straße soll um 120 Quadratmeter vergrößert werden. Aldi möchte den Kassenbereich nach vorne ziehen, den Eingangsbereich erweitern und kundenfreundlicher gestalten. Durch die Erweiterung fallen mehrere Parkplätze weg.

Obwohl der Bauantrag dem Bebauungsplan in zwei Punkten widersprach – der Erweiterungsbau überschreitet zum einen die zulässigen Baugrenzen und zum anderen die maximal zulässige Verkaufsfläche um etwa 100 Quadratmeter – wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Allerdings störte sich das Landratsamt an der Überschreitung der Baugrenzen. Deshalb war eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. „Der Antrag ist jetzt öfters ausgelegen, diesmal gibt es keine Einwände“, erklärte Bürgermeister Franz Stahl die Nachbesserung. Nachdem der Antrag dem Bebauungsplan entspricht und alles abgestimmt ist, bewilligte das Gremium die Erweiterung.

Norbert Schuller (Freie Wähler) fragte nach, ob auch die Ein- und Ausfahrt am Büttellochweg Richtung Kindergarten „Unsere liebe Frau“ nach Westen verlegt werde. Stadtbaumeister Andreas Ockl sagte, dass es dazu keine Pläne gibt. Die Haupteinfahrt sei auf der anderen Seite.

Kindergarten:

Nächster Tagesordnungspunkt war der Bebauungsplan für den neuen Kindergarten südwestlich der Altstadt. Bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden kamen Einwände vom Wasserwirtschaftsamt. Aus dem Jahr 2016 gebe es eine theoretische Überschwemmungsberechnung. "Damit der Kindergarten bei einer möglichen Überschwemmung nicht eingestaut wird, müssen wir das Gelände aufschütten", berichtete Franz Stahl. Weil das Grundstück Hanggelände sei, hätte man sowieso aufschütten müssen, erklärte Andreas Ockl. Er sprach geschätzt von insgesamt zweieinhalbtausend Kubikmetern Erdreich, damit man die erforderlichen 1,20 Meter Höhe erreiche. "Das Problem ist eher der Retentionsraumausgleich. Da sind wir gerade auf der Suche nach einer geeigneten Fläche", sprach der Stadtbaumeister den geforderten Rückhalteraum an. Eine Untersuchung auf mögliche Altlasten auf dem Baugrund sei bereits beauftragt, informierte Stahl. Norbert Schuller wollte wissen, ob das ganze Gelände aufgeschüttet wird oder nur dort, wo der Kindergarten entstehen soll. "Es wird alles angeglichen, damit es natürlich aussieht und der Kindergarten barrierefrei zugänglich ist", antwortete Ockl. Im Gremium kam die Frage nach den Bauplänen auf. Diese sollten Ende Mai vorliegen. Straße teilt Grundstück: Weiterer Punkt war die Einziehung einer Ortsstraße in Gründlbach. Sie verliert also ihre Eigenschaft als öffentliche Straße und steht der Allgemeinheit dann nicht mehr zur Verfügung. Grund war ein Grundstückskauf eines Gründlbachers. "Durch die Einziehung ist das Grundstück eine Einheit", erklärt Stahl.

Bauanträge: Insgesamt acht Bauvoranfragen und -anträge diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses. Den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Rosall bewilligte das Gremium ebenso wie den Abbruch eines Hauses mit anschließendem Neubau auf dem Kellergeschoss in Tirschenreuth. Zwar würden hier die Baugrenzen überschritten - statt dem vorgegebenen Pultdach ist für die Garage ein Flachdach geplant -, das gemeindliche Einvernehmen konnte dennoch erteilt werden.

Für den Antrag auf Anbau eines Balkons an ein Wohnhaus in der Tirschenreuther Mozartstraße fand Bürgermeister Franz Stahl keine rechten Worte. "Die geplante Konstruktion wirkt sehr verunstaltend", sagte er. "Es sieht aus wie ein Hochsitz", kam ein Kommentar aus dem Gremium. Der Bauausschuss lehnte den Antrag ab.

Nochmals diskutiert wurde ein Bauantrag nahe St. Peter, der in der vergangenen Sitzung schon auf dem Plan stand. "An der Situation hat sich nichts geändert", so Stahl. Laut Landratsamt habe es bei der Abstimmung einen Formfehler gegeben, weswegen diese wiederholt werden musste. Ein "minimaler Anbau" an ein Wohnhaus in der Hubertusstraße stand als nächstes an. Obwohl das geplante Flachdach nicht der geplanten Dachneigung entspricht, erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen. Ebenfalls genehmigt ist der Neubau eines Gerätehauses in Wondreb und der Bauantrag eines kubusartigen Anbaus an ein Wohngebäude in Tirschenreuth.

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