22.02.2019 - 20:08 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Amsel, Drossel, Fink noch da

Immer Anfang Januar werden im Landkreis wie in ganz Bayern die Wintervögel gezählt. Aufgerufen wird dafür vom LBV. Diesmal war es die Kohlmeise, die am häufigsten von den Stiftländern in den Gärten und Vogelfutterhäuschen gesichtet wurde.

Der Haussperling oder kurz gesagt Spatz ist wieder im Kommen. Dies sagt zumindest das Ergebnis der jährlichen Wintervogelzählung. Seit 2012 ist die Tendenz steigend. Das Comeback des netten Gartenvogels freut den LBV-Bezirksvorsitzenden Christoph Bauer.
von Ulla Britta BaumerProfil

Fleißig wie immer halfen die Vogelliebhaber in der Region bei der Wintervogelzählung des Naturschutzbundes (Nabu) und des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) mit. Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Regenstauf, berichtete, dass der LBV aus dem Landkreis Tirschenreuth eine gut durchmischte Rückmeldung bekommen habe. Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse sind sich übrigens LBV und Nabu nicht ganz einig. Die im Internet veröffentlichten Zahlen der beiden Verbände weichen geringfügig voneinander ab. Während beim LBV die Kohlmeise an der Spitze liegt, macht beim Nabu der Spatz das Rennen.

Laut der veröffentlichten Statistik des Naturschutzbundes wurden im Landkreis Tirschenreuth 4335 Wintervögel gezählt. Diese Rückmeldungen kamen in diesem Jahr von 134 Teilnehmern an der Aktion, das waren weniger als noch im Vorjahr, als noch rund 160 Männer, Frauen und Kinder die gefiederten Gäste zählten. Entgegen dem bayernweiten Trend, bei dem 38 Wintervögel pro Meldestelle erfasst worden sind, haben die Helfer aus dem Landkreis im Schnitt pro Garten oder Meldestelle sogar 45 Vögel gesehen. Gezählt wurde im Landkreis Tirschenreuth in 98 Gärten.

Spitzenreiter ist hier laut Nabu der Feldsperling mit 595 Exemplaren. Knapp dahinter folgt auf dem zweiten Platz die Kohlmeise mit 588 Tieren und dann mit etwas Abstand der Haussperling mit 435 Vögeln. Insgesamt sei beim Haussperling, meist nur Spatz genannt, in ganz Bayern seit 2012 wieder eine erfreuliche Steigerung auszumachen, weiß Bauer. Auf Platz vier steht in Tirschenreuth die Blaumeise (396) vor dem Erlenzeisig (328) und den Grünfinken (318), die weit nach hinten gerutscht sind, sowie der Stockente (250).

Bayernweit nimmt der Grünfink sogar nur noch Platz 8 ein. Dies zeige, dass der Grünfink seltener werde, so Bauer. Dagegen hat die Amsel in ganz Bayern erfreulich wieder zugelegt (Platz 4). Im Landkreis rangiert sie diesmal nur auf dem achten Platz. 205 Amseln wurden bei der Zählung gesichtet. Ebenfalls noch in die Top Ten geschafft haben es im Landkreis die Wacholderdrossel (192) und der Stieglitz (139). Auch die Elster kam im Landkreis noch auf eine dreistellige Zahl (110). Nur noch zweistellig ließen sich Buchfink (96), Bergfink und Goldammer (je 80), Rabenkrähe (79), Misteldrossel (50), Kleiber und Rotkehlchen (je 47), Gimpel (40) sowie Eichelhäher und Kernbeißer (je 35) sehen. Insgesamt wurden übrigens 51 Vögel gesichtet, darunter auch 16 Buntspechte, ein Grünspecht sowie fünf Stare.

Bayernweit sind laut Nabu diesmal von 26 763 Teilnehmern 808 958 Wintervögel gezählt worden. "Trotzdem hat die Wintervogelzählung keinen wissenschaftlichen Anspruch", weiß Bauer. Vielmehr diene sie unter anderem dem Ziel, die Vogelarten wieder mehr ins Blickfeld zu rücken und die Kinder damit vertraut zu machen. www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde- der-wintervoegel/ergebnisse

Hier geht es zu den Ergebnissen der Zählung

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