12.02.2019 - 13:50 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Angler als Artenschützer

Eine "wertvolle Arbeit" bescheinigt Tirschenreuths Zweiter Bürgermeister Peter Gold dem Fischereiverein Stiftland. 711 Mitglieder finden sich in den Reihen des Vereins, die an vielen Gewässern aktiv sind.

Zu Ehrenmitgliedern wurden die drei ausgeschiedenen Fischereiaufsehern ernannt. Im Bild (von links) Fischereiaufseher-Obmann Markus Rath, Robert Eisenmann, Wolfgang Keller, Reinhard Heide und Vorsitzender Andre Röckl.
von Konrad RosnerProfil

Zur Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Kettelerhaus konnte Vorsitzender Andre Röckl auch den Vizepräsidenten des Landesfischereiverbandes Bayern, Alfred Stier, sowie den neuen Präsidenten des Fischereiverbandes Oberpfalz, Hans Holler, willkommen heißen. In seinem sehr umfangreichen Rechenschaftsbericht erinnerte Röckl an die vielfältigen Aktivitäten des Fischereivereins im vergangenen Jahr, unter anderem an die "Kaltwasser-Grill-Challenge", das Königsfischen am Stadtteich im Fischhofpark oder die Teilnahme am Bürgerfest.

Fest mit "Wyatt Earp"

Ein voller Erfolg sei das traditionelle Fischerfest gewesen, bei dem erstmals eine Forellen-Pizza angeboten wurde. "Das war der absolute Renner", konstatierte Röckl. In diesem Jahr findet das Fischerfest am 20. und 21. Juli statt, wieder mit der Band "Wyatt Earp" und der Falkenberger Karpfenmusik.

Der Fischereiverein beteiligte sich auch am Artenhilfsprogramm für gefährdete Fischarten. Deshalb habe man im vergangenen Jahr eine Besatzförderung von 6000 Euro erhalten. Nun wolle der LFVB jedoch auch Erfolge sehen, berichtete Röckl. Deshalb sein Aufruf: "Bitte macht rege mit, wenn die Gewässerwarte dazu aufrufen." Weiter informierte der Vorsitzende die Mitglieder, dass in diesem Jahr am Stausee Liebenstein die Brücke saniert werden soll. Dem Verein wurde geraten, den Fischbesatz zu reduzieren und den Raubfischbesatz komplett auszusetzen. Für die Angler dürfte es jedoch zu keinerlei Einschränkungen kommen.

Rückkauf eines Teichs

Beim Bau der Bärnauer Ortsumgehung habe der Verein einen seiner drei Teiche an den Freistaat verkaufen müssen. Nach Fertigstellung der Umgehung wurde der verkleinerte Teich mit neuem Mönch, Treppe und Dammbefestigung zum Rückkauf angeboten. Der Rückkaufpreis betrug 11.000 Euro. Für Röckl war dies ein sehr günstiges Angebot. Weiter informierte Röckl, dass der Verein einen gebrauchten Pick-up für rund 10.000 Euro gekauft habe.

Neue Ehrenmitglieder

Abschließend verabschiedete der Vorsitzende aus dem Kreis der Fischereiaufseher Philipp Müller (aus persönlichen Gründen), Rainer Schrems (zeitliche und berufliche Gründe) sowie Robert Eisenmann, Reinhard Heide und Wolfgang Keller, die endgültig in die "Fischerrente" gehen. Die drei Letztgenannten wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Fischereiaufseher Markus Rath überreichte jeweils ein Abschiedspräsent.

Besondere Verdienste

Für ihre besonderen Verdienste um den Fischereiverein Stiftland wurden Hermann Schmidkonz, Michael Kutscher und Gerald Bauer mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Für jeweils 25 Jahre Vereinstreue wurden Armin Bartsch, Karl Fischer, Martin Hampl, Peter Nürbauer, Tobias Pirner, Brigitte Pöhlmann, Peter Prandl, Manfred Raschke, Tobias Schicker, Reinhard Schicker, Harald Schill, Günther Schnabl, Matthias Siller, Sebastian Steiner, Robert Wallner und Herbert Zilbauer geehrt, für jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft Olgierd Adolph, Adolf Feuerer, Hubert Frank, Gerhard Friedrich, Dieter Fritsch, Alois Hösl, Franz Kraus, Michael Rücker, Werner Schlöger, Peter Schricker, Thomas Schricker und Markus Schultes. Fischereiaufseher Markus Rath berichtete, dass 1472 Kontrollen durchgeführt wurden, die Beanstandungen seien eher gering gewesen. Dennoch sein Appell: "Offenes Feuer und Zelten am Gewässer ist weiterhin verboten." Jugendleiterin Anita Köppl berichtete von 29 Jugendlichen, von denen aber neun in den Erwachsenenbereich gewechselt seien. Deshalb ihr flammender Appell, dass sich wieder mehr Jugendliche im Verein engagieren sollen.

Ziel Umweltstation Wasser

Der neue Präsident des Fischereiverbandes Oberpfalz, Hans Holler, nutzte sein Grußwort für ein Plädoyer für seinen Verband, der die Interessen der Fischerei vertrete. Den Fischotter und den Kormoran bezeichnete er als wichtige Themen. Holler verwies darauf, dass die Fischer auch ihren Aufgaben bei der Hege und Pflege nachkommen würden. Ziel in der Oberpfalz sei, dass der Fischereiverband Umweltstation Wasser werde.

Zweiter Bürgermeister Peter Gold fand nur lobende Worte für den Fischereiverein, das Angeln sei eine ausgewogene Einstellung zur Natur. Der Fisch sei in der Region ein besonderes Merkmal. Dies merke man auch im Tourismus: "Es kommen immer mehr Angler in unsere Gegend."

Im Blickpunkt:

Kauf von Fischrechten

Zwar ist der Kaufvertrag beim Notar noch nicht vollständig abgeschlossen, dennoch verkündete der Vorsitzende des Fischereivereins Stiftland, Andre Röckl: „Wir werden in den nächsten Tagen das Fischereirecht an der Waldnaab von Ende evangelischer Kirche durch Tirschenreuth bis zur Einmündung des Mühlbaches bei der Abzweigung Umgehung B15 in die Mühlbachstraße, beziehungsweise beim Großparkplatz, kaufen. Diese 1,1 Kilometer lange Strecke, inklusive des Ententeichs, war bereits bis 2000 vom Verein gepachtet. Gerade für ältere Angler, aber auch für Jungangler sei dieses Gewässer gut erreichbar.

Langjährige und verdiente Mitglieder ehrte der Fischereiverein Stiftland im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung. Unser Bild zeigt die Geehrten mit Zweitem Bürgermeister Peter Gold (Mitte) und dem Präsidenten des Fischereiverbandes Oberpfalz, Hans Holler (Zweiter von links).
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