17.06.2019 - 16:25 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Antenne auf Gott ausrichten

"Tut Reue und Buße für die Umkehr, sucht das Gespräch mit Gott". So lautet die Botschaft von Regionaldekan Ludwig Gradl bei der 387. Wallfahrt für die Kirche.

Regionaldekan Ludwig Gradl (Mitte) war der Anführer der 387.Wallfahrt für die Kirche in Tirschenreuth. Pater Paul Chummar (Zweiter von links) durfte die gesammelte Kollekte mit nach Kenia nehmen, um dort ein Projekt für geistig und körperlich behinderte Kinder zu verwirklichen.
von Konrad RosnerProfil

Reue und Buße sei die einzige Voraussetzung Gottes für die Umkehr zu ihm, so Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Gradl aus Amberg zu Beginn des Wallfahrtsgottesdienstes in der gut gefüllten Stadtpfarrkirche. Als Anführer der 387. Wallfahrt betonte Gradl: Die Kirche bedürfe des mütterlichen Schutzes von Maria. Denn sie vergesse keines ihrer Kinder, vor allem die Armen und Bedrängten seien ihr sehr nahe.

Kollekte für Kenia

Zu Beginn des Wallfahrtsgottesdienstes begrüßte Stadtpfarrer Georg Flierl den Bischöflich Geistlicher Rat und die Mitkonzelebranten. Sein besonderer Gruß galt Pater Paul Chummar, der in Kenia ein Projekt für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche aufbauen will. Die Kollekte, die im Wallfahrtsgottesdienst gesammelt wurde, wurde deshalb an Pater Paul übergeben.

Seine Predigt leitete Regionaldekan Ludwig Gradl mit dem Hinweis ein, dass vergangenes Jahr der Pfingstmontag zum Gedenktag "Maria, Mutter der Kirche" ernannt wurde. Es sei ein pfingstliches Ereignis, denn Maria war inmitten der Jünger Jesu, als der heilige Geist herabkam. Maria habe Gottes Stimme erkannt, dennoch sei sie ein Mensch gewesen, "aber ein begnadeter Mensch", so der Prediger. Er forderte die Gläubigen auf, ihr Leben an Maria auszurichten, und damit ansprechbar für Gott zu sein. Dies gelinge in der Zeit der Stille, dann könne man sich im Gespräch, im Gebet, ganz auf Gott einlassen. Aber der Alltag sei anders, das Leben sei geprägt von Hektik und vielen Stimmen, die auf einem eindrängen. Umso wichtiger sei es deshalb, immer wieder mal abzuschalten und die Antenne auf Gott hin auszufahren. Dies sei beim Besuch des Gottesdienstes, auch werktags, möglich. Das Beten tue der Seele gut, komme aber auch den Menschen zugute, mit denen sie umgeben seien. "Denn durch das Gebet könne man viel Gutes bewirken, auch für Menschen, die einem ganz besonders am Herzen liegen", betonte der Prediger. Denn damit könnten auch diese Menschen die Umkehr zu Gott finden, so der Geistliche.

Bereitschaft zeigen

Maria sei ein Mensch gewesen, die immer für Andere da gewesen sei, die für den Nächsten gelebt habe. Maria sei ein beschaulicher, aber dennoch ein aktiver Mensch gewesen. An die Gläubigen gewandt sagte er, "wenn wir fest in Gott verankert sind, werden wir auch verstehen, was gut ist für den Anderen. Gott wird uns die richtigen Schritte weisen, aber wir müssen auch Bereitschaft zeigen". Er forderte die Gläubigen auf, ähnlich wie Maria, Gott zu vertrauen, "denn dann kann Gott Großes an uns vollbringen". Mit einem Gebet zum Heiligen Geist schloss er seine Predigt.

Nach dem Wallfahrtsgottesdienst fand traditionell eine Prozession am Tirschenreuther Marktplatz statt.

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