29.06.2021 - 10:47 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Aufbau der Riolini-Krippe im Tirschenreuther Museumsquartier

Das Museumsquartier wird Kirchenmaler Maurus Fuchs eine große Bühne bieten. Bei der kommenden Ausstellung mit dabei ist auch die Riolini-Krippe.

Die fast fertige Krippe macht einen wunderbaren Eindruck. Nicht fehlen darf natürlich der Goasreiter, vermutlich der erste im gesamten Stiftland und damit Vorbild für viele Generationen an Schnitzern.

Die Ausstellung über den berühmten Tirschenreuther Kirchen- und Krippenmaler Maurus Fuchs gewinnt langsam an Konturen. Die ersten Exponate sind schon im Tirschenreuther Museumsquartier eingetroffen, so etwa das große Altarbild des Hl. Martin aus Griesbach. Und noch ein Stück ist schon im MQ fertig für die Ausstellung: Die kürzlich erworbene Papierkrippe vom Maurus Fuchs, die sogenannte Riolini-Krippe.

Noch kein endgültiger Standort

Da der endgültige Standort noch nicht fertig ist, mussten die Tirschenreuther Kripperer vorübergehend die Schricker-Krippe aussortieren. Dort wurde dann das neue Prunkstück der Tirschenreuther Krippenausstellung eingebaut.

Alfred Mehler, Horst Haidler und Franz Krapf haben einige Stunden daran gewerkelt, um die vom Peter Riolini genau inszenierte Darstellung originalgetreu aufzubauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist im Krippenzimmer des Museumsquartiers bereits der Öffentlichkeit zugänglich. Allerdings nicht die sehr wichtigen Rückseiten der Figuren, die zur Identifizierung der Krippe als original Tirschenreuther Krippe ausschlaggebend waren. Die werden von den Ausstellungsfachleuten vergrößert und - für alle Besucher deutlich lesbar - in einem separaten Teil der Ausstellung vorgestellt. Gerade diese Beschriftungen haben eine große Bedeutung, waren bisher auch nie öffentlich zu sehen, im Gegenteil, sie wurden gehütet wie ein Geheimnis. Aber zum Geburtstag des großen Maurus ist es damit vorbei.

Start der Ausstellung am 9. Juli

Die Ausstellung über den Kirchenmaler beginnt am 9. Juli, für die Öffentlichkeit zugänglich ist sie dann ab 10. Juli bis Ende August.

Zu den ungewöhnlichen Aktionen am MQ gehört derzeit die "Mauer-Kunst"

Tirschenreuth
Alfred Mehler sucht die richtigen Plätze für die filigranen und empfindlichen Figuren. Der Augsburger Sammler und Verkäufer der Krippe, Peter Riolini, hat den Aufbau exakt vorgegeben.
Experten am Werk (von links) Franz Krapf und Horst Haidler.

 

 

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