31.01.2019 - 17:10 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Ausrufezeichen in Berlin gesetzt

Das Pilotprojekt "Heimatunternehmen" aus dem Landkreis Tirschenreuth sorgte in Berlin bei der "Grünen Woche" für Gesprächsstoff.

Der ländliche Raum hat Zukunft. Beim 12. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung bei der Grünen Woche in Berlin konnte Alfred Wolf die Pilotinitiative HeimatUnternehmen im Landkreis Tirschenreuth als innovativen bayerischen Ansatz in der ländlichen Entwicklung vorstellen.
von Externer BeitragProfil

"Ländliche Entwicklung - Gemeinsame Aufgabe von Staat und Gesellschaft." Unter diesem Leitspruch fand im Rahmen der "Grünen Woche" das 12. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin statt. Mit dabei beim Fachforum war Alfred Wolf, Koordinator des Pilotprojekts Heimatunternehmen im Landkreis Tirschenreuth. Er stellte diesen neuen bayerischen Ansatz in der ländlichen Entwicklung vor.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eröffneten gemeinsam die hochkarätige Veranstaltung. "Landwirtschaft und Lasertechnologie, Marktplatz und Weltmarkt sind keine Widersprüche. Im Gegenteil: Einige der innovativsten Weltmarktführer sind auf dem Land zu Hause", meinte Steinmeier. Die Landbewohner seien keine abgehängte Minderheit, sondern da gebe es viele kreative Köpfe, Lokalhelden, Digitalpioniere und Neulandgewinner. "Wir können selbstbewusst sagen: Es ist Land in Sicht, das Land hat Zukunft! Arbeiten wir dafür", meinte Steinmeier.

Die Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hob die gesellschaftliche Bedeutung der ländlichen Entwicklung hervor. 57 Prozent der Menschen in Deutschland lebten auf dem Land, 90 Prozent der Fläche in Deutschland sei ländlich geprägt.

Beim anschließenden Fachforum "Bürger und Bürgerinnen gestalten ihre Zukunft" führte Ministerialrat Wolfgang Ewald vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Vorsitzender eines Arbeitskreises der Arge Landentwicklung aus, dass die Landesentwicklung vor neuen Aufgaben stehe. Die Bedeutung engagierter Bürger rücke dabei noch mehr in den Fokus. Mit der Initiative "Heimatunternehmen" wolle man in Bayern dieser Aufgabe gerecht werden. Alfred Wolf als Projektkoordinator der Pilotinitiative im Landkreis Tirschenreuth stellte die zukunftsträchtige Initiative vor. "Im Mittelpunkt stehen dabei die Macher , also bestimmte Charaktere, die in der Lage sind, Projekte umzusetzen, auch gegen Widerstände und Bedenken, und dabei auch ihr Umfeld, ihre Region, ihre Heimat mitgestalten." Es würden neue Lösungen und Ansätze zur Umsetzung von Ideen gesucht, die unbürokratisch unterstützt würden.

Wolf stellte heraus, dass sich der Landkreis Tirschenreuth vom Zonenrandgebiet direkt an der tschechischen Grenze mit schlechten demografischen Voraussagen zu einer Aufsteigerregion mitten in Europa entwickelt habe. Hierbei sah er auch die segensreiche Zusammenarbeit und Vernetzung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz mit Sitz in Tirschenreuth. Die Initiative Heimatunternehmen im Landkreis Tirschenreuth betreue zwischenzeitlich mehr als 20 Projekte, die das lokale Gemeinleben lebendiger und bunter, die Region lebenswerter und attraktiver machten.

Egal ob es um die Straußenfarm in Mitterhof bei Waldsassen, die Hollerhöfe mit dem Ersten Essbaren Wildpflanzenpark (EWILPA) in Waldeck oder das Zauberkabintett von Marco Knott und den Geschichtspark und das Archaeocentrum in Bärnau gehe: Die Region an der bayerisch-tschechischen Grenze habe mit ihren "Machern" Zukunft, so Wolf. Die Zuhörer waren sichtlich beeindruckt von den vorgestellten Heimatinternehmern aus der Oberpfalz.

Die Oberpfalz stark vertreten in Berlin. Die Grüne Woche und das Zukunftsforum Ländliche Entwicklung liefern positive Signale für den ländlichen Raum. Mit dabei der Leiter des Amts für ländliche Entwicklung der Oberpfalz, Thomas Gollwitzer, die Referentin für Regional- und Dorfentwicklung im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung, Huberta Bock, Projektassistentin HeimatUnternehmen Ida Petioka und Projektkoordinator HeimatUnternehmen Alfred Wolf.
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