22.02.2021 - 12:21 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Bayernweiter Ausreißer: Feldspatz als Nummer eins im Kreis Tirschenreuth

Die "Stunde der Wintervögel" liefert einen Überblick über die Vögel, die in Bayern überwintern. Für den Landkreis Tirschenreuth gibt es eine Besonderheit.

von Ulla Britta BaumerProfil

Corona mag „schuld“ daran sein, dass sich in diesem Jahr bayernweit wie auch im Kreis Tirschenreuth mehr Menschen an der jährlichen Aktion „Stunde der Wintervögel“ des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV) beteiligt haben. Das vermuten auch die Fachleute in der LBV-Zentrale Hilpoltstein. Im Landkreis waren es 173 Teilnehmer in 127 Gärten. 2020 waren es noch 54 Teilnehmer weniger.

Die Bürger haben 5782 Vögel gezählt, das sind pro Garten im Schnitt 45,5. Hier liegt der Landkreis über dem Bayerndurchschnitt, der mit 32 angegeben wird. Die Zahlen, die der LBV jährlich einmal auf seiner Homepage nach der Zählung im Januar aufgeteilt in Landkreise, Bezirke und ganz Bayern veröffentlicht, zeigen eine Rekordbeteiligung an fleißigen Zählern auf. In der Wintervogelwelt-Statistik hat sich allerdings zum Vorjahr in den Gärten einiges verändert mit deutlich weniger gezählten Federtieren.

Der meistgezählte Vogel im Kreis Tirschenreuth ist nach wie vor der Feldsperling und nicht wie bayernweit festgestellt der Haussperling. 925 Mal und in 55 Prozent aller teilnehmenden Gärten wurde er im Landkreis notiert. Mit 7,3 Vögeln im Schnitt in einem Garten sind das aber dennoch 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Platz zwei folgt im Tirschenreuther Raum mit 729 gezählten Exemplaren in 52 Prozent aller teilnehmenden Gärten der Haussperling. Er hat die Kohlmeise, die im Vorjahr Zweitplazierte war, auf den dritten Rang verdrängt.

Die Kohlmeise (711 Exemplare) wurde in immerhin fast 91 Prozent der Gärten gesichtet. Insgesamt ist aber die Zahl der Kohlmeisen im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gesunken. Auf den weiteren Plätzen folgen der Erlenzeisig (542), die Blaumeise (507), die Amsel (405), Wacholderdrossel (192), der Stieglitz (139) und die Elster (110). Nur jeweils einmal gesichtet wurden Sperber, Habicht, Grünspecht, Dohle, Kleinspecht, Heckenbraunelle und Mittelspecht.

Jedes Jahr lädt der LBV mit seiner Aktion „Stunde der Wintervögel“ im Januar zum Zählen der Federtiere ein. Über 40.000 Teilnehmer in über 30.000 Gärten haben sich in diesem Januar zum Mitmachen der nunmehr 16. Aktion angemeldet. Bayernweit konnte sich der Haussperling nach den aktuellen Zahlen des LBV schon zum dritten Mal auf Platz 1 behaupten. Im Schnitt seien dieses Jahr nur 32 Vögel pro Garten beobachtet worden und somit so wenige wie noch nie in den 16 Jahren der Mitmachaktion, lautet die insgesamt wenig erfreuliche Bilanz.

Das ist das Ergebnis der Vogelzählung 2020

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