Tirschenreuth
23.01.2022 - 10:37 Uhr

Bernhard Lehner ein stilles Vorbild für Kinder und Jugendliche

Bernhard Lehner Bild: Abteilung Selig- und Heiligsprechung Bistum Regensburg/exb
Bernhard Lehner

An jedem 24sten eines Monats treffen sich Gläubige zu einer Andacht für die Seligsprechung von Bernhard Lehner um 17 Uhr in der St.-Peter-Kirche. Bis zu seinem Tod leitete Herr Hugo Fenzl diesen Gebetskreis in Tirschenreuth. Heute organisiert Alfred Haubner die Zusammenkunft.

Bernhard Lehner wurde am 4. Januar 1930 als Sohn eines Schreiners in Herrngiersdorf geboren. Die kinderreiche Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Schon als Kind besuchte er täglich die heilige Messe und sein Wunsch war damals: "Ich will etwas werden, womit ich in den Himmel komm." Im Jahr 1941 kam er in das bischöfliche Knabenseminar Obermünster in Regensburg. Bernhard Lehner hatte die Neigung und Eignung zum Priesterberuf. Anfang Dezember 1943 erkrankte der kleine Bernhard an septischer Diphterie. Tapfer und geduldig hat er die Leiden und Schmerzen ertragen und verstarb am 24. Januar 1944. Im Leben Bernhards ragten keine außerordentlichen Leistungen der Heiligkeit hervor. Ihn zeichnete vielmehr eine gewissenhafte beharrliche Treue im Alltag aus. So wurde er schon zu Lebzeiten und erst Recht nach seinem Hinscheiden zum stillen Vorbild für Kinder und Jugendliche. In der Not der Nachkriegszeit verbreitete sich sprunghaft der Ruf Bernhards als Fürbitter an Gottes Thron. Der Regensburger Bischof Dr. Michael Buchberger sah sich 1950 veranlasst, den Seligsprechungsprozess einzuleiten. Am 14. September 1952 erfolgte die Beisetzung der sterblichen Überreste in die Gruft der Herrngiersdorfer Filialkirche. 2011 beauftragte Papst Benedikt XVI. den Präfekten der Heiligsprechungskongregation, das Dekret über den heroischen Tugendgrad Bernhard Lehners zu veröffentlichen: er kann nun als ehrwürdiger Diener Gottes bezeichnet werden. Wenn sich ein nachweisbares Wunder ereignet, kann die Seligsprechung erfolgen und somit das Verfahren abgeschlossen werden. Dafür muss noch viel gebetet werden.

Für dieses Anliegen bittet der Gebetskreis um Unterstützung und lädt am heutigen Montag um 17 Uhr zum gemeinsamen Gebet in die St.-Peter-Kirche ein.

 
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