Trotz ihrer 78 Jahre ist sie unermüdlich für andere unterwegs. Mehr als ihr halbes Leben hat sie anderen Menschen und deren Nöte gewidmet. Geboren in Prag, hat Inge Panrucker 1968 Tirschenreuth als neue Heimat gewählt. Die Grundschullehrerin engagierte sich 18 Jahre im Stadt- und im Kreistag (FDP). Ihre Triebfeder war auch dort mehr Gerechtigkeit und die Sorge um jene, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.
Auch als Bezirks- und später Gauvorsitzende des bayerischen Turnerbundes hatte sie viel mit Kindern zu tun und stellte immer wieder Missstände im sozialen Gefüge fest. Als sie 2004 in Pension ging, nutzte sie die freie Zeit, um zu helfen. Inge Panrucker gründet nach Kemnather Vorbild im Stiftland den Kinderschutzbund. "Im Jahr 2017 haben wir das 100. Mitglied begrüßt", sagt sie stolz. Bald wurden zwei "Rappelkisten" mit neun Tagesmüttern und zwei Erzieherinnen in Tirschenreuth und Mitterteich ins Leben gerufen. Diese Einrichtung dient Müttern, die stundenweise Betreuung für ihre Kleinen brauchen. Sie engagiert sich auch für Kinder in Peru. Bei diesem Hilfsprojekt wird in eine Schule investiert. Und jetzt auch in eine Werkstatt für Schreiner, die sich dort eine Existenz aufbauen könnten sowie in eine Bäckerei, erklärt Panrucker. Für arme Kinder im Landkreis organisiert sie ein "Wunschsterne-Aktion", bei der die Bürger Kinderwünsche von bedürftigen Kindern erfüllen können.
Inge Panrucker und der Kinderschutzbund bringen diese Geschenke rechtzeitig zum Christkind an die richtigen Adressen. Wenn Sterne übrigbleiben, müssen die Bürgermeister das "Wichteln" übernehmen. "Kein Kind soll leer ausgehen", ist es Inge Panrucker ein wichtiges Anliegen, allen an Weihnachten eine Freude zu bereiten.
Auch den "Black Friday", an dem bekanntlich fleißig eingekauft werden soll, weil die Preise gepurzelt sind, konnte sie für ihre Aktionen nutzen. Ein Drogeriediscounter lud sie ein, einen Infostand des Kinderschutzbundes aufzustellen und verpflichtete sich, den gemeinnützigen Verein prozentual am Tagesumsatz zu beteiligen. Inge Panrucker erzählte interessierten Kunden vom Kinderschutzbund sowie ihrer Arbeit. Danach sei sie aber ganz schön geschafft gewesen.
Sie führt auch die Aktion "Kinder spielen für Kinder in Not" weiter, die Max Schnurrer und Jakob Schröder, die ehemaligen Kreismusikschulleiter, ins Leben gerufen haben. Heuer war dies ihr 36. Konzert, an dem sie mitgewirkt hat. "Beim 40. höre ich auf. Vielleicht", schmunzelt sie.















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