28.12.2018 - 15:30 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Aus dem "Boderfuchs" wird der "Hammerer Zoigl"

Es ist wieder Leben in der Hospitalstraße 5: Aus dem "Boderfuchs" ist der "Hammerer Zoigl" geworden. Nicht nur der Hausbesitzer und der Pächter sind neu.

Das „Hammerer“-Team: Renate Röthner, Stefan Mauerer, Petra Dvoráková, Luca Gleißner und Maike Jäppel stoßen auf ein weiteres Zoigl-Wochenende an.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Hochbetrieb in der Küche. Es wird Wurst und Käse aufgeschnitten, die Teller hergerichtet, auch die Theke in der Stube wird mit Getränken aufgefüllt. Am Tisch daneben laminieren die Bedienungen die frisch gedruckten Speisekarten. Es laufen die Vorbereitungen für das dritte Zoiglwochenende in der Zoiglstube "Hammerer" in Tirschenreuth mit dem neuen Pächter Bernd Gleißner. Er träumte schon lange von einer eigenen Zoiglstube. Der 42-Jährige Bärnauer arbeitet als Sales-Werksleiter bei Ziegler Group und kümmert sich dort um Personal und Produktion. Schon seine Eltern hatten in Bärnau mit Freunden eine Zoiglstube. "Der Wunsch war immer schon da, so etwas auch zu machen."

Ein Bekannter, mit dem er gern zum Zoigl ging, machte ihn darauf aufmerksam, dass der "Boderfuchs" sich nach 13 Jahren Betrieb zur Ruhe setzten möchte. Da erkundigte sich Bernd Gleißner. Fast ein Jahr dauerte es, bis sich beide einig waren. Im Oktober kaufte Sohn Luca (23) das Gebäude in der Hospitalstraße 5. Vater Bernd fungiert als Pächter.

Familie arbeitet als Team

Für den Sohn ein großer Schritt. "Das mit dem Kauf ging auf einmal richtig schnell. Aber ich bin sehr zufrieden mit der Entscheidung", findet der 23-Jährige. So müsse später nichts überschrieben oder vererbt werden. Auch der neue Name "Hammerer" war gleich gefunden. "Das ist unser Hausname. Das kommt vom ehemaligen Sägewerk, der Hammermühle." Die Zusammenarbeit als Team im Familienbetrieb läuft einwandfrei, finden gleich drei Gleißner-Generationen. Alle packen mit an. Die Mutter hilft in der Küche und kümmert sich um die Dekoration. Der Vater ist mit handwerklichen Aufgaben betraut. Bernd Gleißner selbst übernimmt die Organisation und hilft beim Ausschank, genauso wie Sohn Luca. "Wir sind alle unglaublich motiviert!", sagt der neue Pächter über das ganze "Hammerer"-Team, das insgesamt aus rund 16 Leuten besteht. Vier davon arbeiten in der Küche. Zwei Küchenhelferinnen hat Gleißner vom "Boderfuchs" übernommen. "Wir haben eine relativ junge Truppe", sagt er. "90 Prozent der Mitarbeiter kommen aus Tirschenreuth."

Wie auch viele Produkte, die auf den Teller kommen. Gleißner legt besonderen Wert darauf Regionalität. "Wir haben beispielsweise zwei Bäckereien nur ein paar Meter weiter, die sehr gutes Brot backen." Im Angebot sind neben den Brotzeiten-Klassikern nun auch Fisch und hausgemachte Sulz. Außerdem gibt es jedes Wochenende ein anderes warmes Tagesgericht. "Das läuft mit am Besten", freut sich der 42-Jährige. Offen für neue Ideen und Verbesserungen ist er gerne. "Es kommen viele Anregungen von Besuchern. Bisher haben bei jedem Zoigl-Termin eine neue Speisekarte gehabt." Mal wird was gestrichen oder dazugenommen. Da die Familie nicht selbst braut, kommt Reuther Zoigl aus Erbendorf zum Ausschank.

Biergarten bis zum Sommer erneuert

Peu à peu richten die neuen Besitzer alles her. Neue Theken mit neuen Leitungen und neuer Zapfanlage sind installiert, die Tische wurden abgeschliffen, ein neuer Holzboden verlegt, eine Wand rausgerissen. Vieles vom alten Inventar konnten die Gleißners übernehmen. Platz ist für rund 100 Gäste. In einem halben Jahr möchte der Bärnauer mit den Umbauarbeiten fertig sein. Dann soll auch der Biergarten gepflastert sein und eine gemütliche Laube stehen. Eingeplant sind auch Maßnahmen in Sachen Lärmschutz. "Es ist mir wichtig, gut mit den Nachbarn auszukommen."

Die Ausschanktermine für das Jahr 2018 übernahm der Bärnauer noch von seinem Vorgänger. Für das Jahr 2019 will er den Rhythmus ändern. Der nächste Zoiglausschank ist von 25. bis 27. Januar.

Die Zoiglstube in der Hospitalstraße 5 heißt jetzt „Hammerer Zoigl“.
Die Mutter des neuen Pächters dekorierte alle Stuben liebevoll mit Gerätschaften aus alten Zeiten.
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