BRK-Kreisverband Tirschenreuth: Mit Drohnen über dem Ahrtal

Tirschenreuth
22.11.2022 - 13:27 Uhr

Die "Drohnen-Fachgruppe" des BRK-Kreisverbands Tirschenreuth bildet sich auch überregional weiter: Diesmal ging es ins ehemalige Hochwassergebiet an der Ahr.

Bereits zum zweiten Mal fuhr die "Drohnen-Fachgruppe" des BRK-Kreisverbands Tirschenreuth in das Gebiet rund um die Ahr, wo im Juli 2021 eine Flutkatastrophe ganze Landstriche verwüstete. Schon im vergangenen Jahr hatte die Fachgruppe dort Luftaufnahmen der Gebiete Altenburg und Altenahr angefertigt. Ziel des diesjährigen Einsatzes war laut Mitteilung, die aktuellen Bilder mit jenen von 2021 zu vergleichen, um die Entwicklung zu beobachten.

"Da sich innerhalb des vergangenen Jahres dabei nicht nur die Region, sondern auch der Stand der Wissenschaft verändert hatte, kamen gleich mehrere Flugobjekte aus verschiedenen Projekten zum Einsatz", wie der Leiter der "Drohen-Fachgruppe", Gerald Wagner, schreibt. Unter der Leitung der Abteilung „Sicherheitsforschung“ des Bayerischen Roten Kreuzes und dem EU-Projekt AIFER (Artificial Intelligence for Emergency Response) wurden dafür insgesamt fünf Einsatzabschnitte gebildet. Bei AIFER verfolgt man das Ziel, Methoden der Künstlichen Intelligenz zu entwickeln, die Informationen aus Satelliten-, Luftbild- und Drohnendaten sowie aus sozialen Medien automatisiert erkennen. Konkret wird beispielsweise die Erkennung von Hochwasserflächen, Fahrzeugen und Gebäudeschäden aus den Bilddaten abgeleitet und in überlagerten Karten eingefügt.

Beim Besuch im Ahrtal seien nun verschiedene Techniken eingesetzt worden, um diese Bilder zu gewinnen. Nur eines hatten alle gemeinsam: die Bildaufnahmen erfolgten wieder durch Drohnen. Neben den normalen Multikoptern kamen hier jedoch auch Starrflügler zum Einsatz.

Die Flugleitung für alle Einsatzgebiete lag beim Tirschenreuther Fachgruppenleiter Gerald Wagner. Als Einsatzführung vor Ort fungierte der Leiter der "Exercise-Control", Uwe Kippnich. Zur Seite stand die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landkreises Bad Neuenahr Ahrweiler mit ihrem Einsatzleitwagen. Die örtlichen Feuerwehren stellten zudem die Kommunikation zwischen Flugleiter und dem Flugpersonal in den Abschnitten sicher.

Das Oberpfälzer Team hatte noch einen weiteren Job: So kümmerten sich Melissa Wagner und Christian Forster um die Dokumentation der Veranstaltung. Auch dies gehört laut Wagner „zu den regulären Aufgaben des Fachdienstes Information und Kommunikation, zu welchem die Fachgruppe gehört“. Alle Drei hätten viele neue Eindrücke mit nach Hause genommen. Die Beteiligung an weiteren überregionalen und auch internationalen Projekten sei bereits geplant.

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