04.03.2021 - 13:52 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

BRK-Vorstandswahl im Kreis Tirschenreuth notfalls per Urnengang

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Mit 5600 Fördermitgliedern, 1600 ehrenamtlichen und 600 hauptamtlichen Mitarbeitern ist das Rote Kreuz eine feste Größe im sozialen Gefüge im Landkreis. Nun stehen Neuwahlen an – wegen Corona eventuell in ungewohnter Form.

Franz Stahl ist seit 2010 Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes.
von Michaela Kraus Kontakt Profil

Ob Rettungsdienst oder Erste-Hilfe-Kurse, Impfzentren oder Coronatests, Kindergärten oder Altenheime: Das BRK ist bei einem Haushaltsvolumen von über 20 Millionen Euro auf vielen Ebenen tätig. Für professionelle Führung sorgt die Kreisgeschäftsstelle in Tirschenreuth mit Holger Schedl an der Spitze. Sein Stellvertreter Sven Lehner hat derzeit eine aufwendige Sonderaufgabe als Vorsitzender eines Wahlvorbereitungsausschusses. So ist am Freitag, 19. März 2021, die alle vier Jahre anstehende Mitgliederversammlung im Kettelerhaus Tirschenreuth unter Corona-Bedingungen geplant.

"Die satzungsgemäße Durchführung der Wahlen stellt uns derzeit vor eine sehr große Herausforderung", sagt der stellvertretende Geschäftsführer. Denn auch in allen fünf Gemeinschaften (Bereitschaften, Bergwachten, Jugendrotkreuz, Wasserwacht sowie Wohlfahrts- und Sozialarbeit) stehen bis zum 30. April Wahlen an.

Grundsätzlich Präsenz-Termin

"Die Satzung und Wahlordnung des BRK sieht grundsätzlich eine Präsenz-Veranstaltung vor. Aktuell könnte diese mit bis zu 100 Personen im Kettelerhaus bei einem entsprechenden Hygienekonzept durchgeführt werden", erklärt Sven Lehner. "Was am Versammlungstag zulässig und möglich ist, müssen wir abwarten."

Nun erscheint erfahrungsgemäß nur ein Bruchteil der Stimmberechtigten. Bei den beiden letzten Mitgliederversammlungen des Kreisverbandes Tirschenreuth waren es trotzdem jeweils um die 150 Personen. "Könnte zum Beispiel nicht allen Wahlberechtigen Zutritt zur Mitgliederversammlung gewährt werden, ist durch die Anwesenden vor Ort der Wahlausschuss zu wählen, der dann wiederum das ,besondere Wahlverfahren‘ einleiten kann, sprich die zur Sicherheit bereits terminierte Urnenwahl", schildert Lehner. Die Stimmabgabe wäre dann an zwei Sonntagen (28. März und 11. April jeweils von 10 bis 16 Uhr) in der BRK-Kreisgeschäftsstelle Tirschenreuth möglich. "Eine Briefwahl ist leider explizit ausgeschlossen."

Wohl kein Gegenkandidat

Doch egal ob im Saal oder per Briefwahl, zu besetzen sind turnusgemäß viele Ämter. Kreisvorsitzender Franz Stahl stellt sich zur Wiederwahl: "Das BRK liegt mir wirklich am Herzen. Was da ehren- und hauptamtlich geleistet wird, ist einmalig." Der Bürgermeister von Tirschenreuth hat den Vorsitz nach dem überraschenden Tod von Herbert Hahn im Jahr 2010 übernommen und wurde seitdem zwei Mal bestätigt. "Es ist schon ein Ehrenamt mit viel Zeitaufwand. Aber wenn es die Mitglieder wollen, mache ich gerne weiter", sagt Stahl.

Konkurrenz hat der Tirschenreuther Kreisvorsitzende wohl nicht zu fürchten – anders als beim Nachbarverband Weiden-Neustadt, wo sowohl Alt-OB Kurt Seggewiß als auch Landrat Andreas Meier Interesse an der Nachfolge von Simon Wittmann bekundet hatten. Im Vorfeld der Wahlen haben sich die beiden inzwischen geeinigt, dass der amtierende Landrat Vorsitzender wird und Seggewiß sein Vize.

Natürlich sind auch beim Kreisverband Tirschenreuth im Vorfeld Wahlvorschläge für alle Vorstandsposten willkommen: Bis zum Sonntag, 7. März, müssen sie der Geschäftsstelle vorliegen (weitere Informationen unter www.kvtirschenreuth.brk.de).

Zwei Änderungen im Kreisvorstand stehen bereits fest: "Unser Schatzmeister Erwin Steiner (Tirschenreuth) und sein Stellvertreter Theodor Heimerl (Erbendorf) haben beide mitgeteilt, dass sie künftig nicht mehr zur Verfügung stehen werden", gibt Sven Lehner weiter. Die Frage, ob so ein Vorstandsposten nur mit Arbeit verbunden oder auch mit einer nennenswerten Entschädigung verbunden ist, beantwortet er eindeutig: "Es handelt sich dabei um ein echtes und unentgeltliches Ehrenamt."

"Es ist schon ein Ehrenamt mit viel Zeitaufwand. Aber wenn es die Mitglieder wollen, mache ich gerne weiter."

BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl

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