22.03.2020 - 09:48 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Bürgermeister-Stichwahl nur per Post

Die Bürgermeister-Stichwahlen finden am Sonntag, 29. März, statt. Um die Unterlagen zu bekommen, müssen die Wahlberechtigten nichts unternehmen. Sie bekommen den Wahlbrief per Post, erklärt Kreiswahlleiter Thomas Schraml.

In Bärnau hat das Team um Wahlleiterin Heidi Schertler über 2600 Wahlbriefe für den Versand vorbereitet.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Im Landkreis Tirschenreuth gehen fünf Gemeinden am Sonntag, 29. März, in die Stichwahl. In Bärnau, Erbendorf, Immenreuth, Kemnath und Mitterteich dürfen die Bürger noch einmal abstimmen - allerdings nur per Brief. Insgesamt werden über 18 000 Wahlbriefe versandt.

"Das Verfahren ist vom Innenministerium klar geregelt", erklärt Thomas Schraml, am Landratsamt Tirschenreuth zuständig für die Kommunalwahl. Die Stichwahl findet wegen der Coronakrise ausschließlich per Briefwahl statt. "Es ist kein Antrag nötig", betont Schraml. Die Stimmberechtigten bekommen den Wahlbrief per Post nach Hause zugesandt.

In Bärnau bereitet Wahlleiterin Heidi Schertler mit einem Team von etwa zehn Helfern rund 2600 Wahlbriefe vor. Sie hatte am Telefon schon einige verunsicherte Bürger, die fragten, ob sie die Unterlagen beantragen müssen. "Dass die Unterlagen automatisch rausgehen, ist bei den Leuten noch nicht angekommen", sagt die Wahlleiterin.

Bis wann die Unterlagen beim Wähler sein müssen, dafür gebe es laut Schraml keine Frist, nur eine Empfehlung: "Die Wahlbriefe sollten bis 25. März beim Wähler sein."

Dass die Wahlunterlagen zurück zur Auswertung ins Rathaus kommen, dafür muss der Wähler selbst Sorge tragen. Bis spätestens Sonntag, 29. März, um 18 Uhr müssen die Wahlbriefe beim Wahlamt eingetroffen sein.

Die Stimmberechtigten können ihre Wahlbriefe entweder dem Briefträger unentgeltlich mitgeben oder in den Briefkasten des jeweiligen Rathauses einwerfen. Alle Briefwahlunterlagen, die am Stichwahltag nach 18 Uhr eingehen, werden nicht mehr berücksichtigt.

Zur Rückgabe im Rathaus sagt Thomas Schraml. "Die Kommunen und Städte sollten Vorkehrungen treffen, wenn die Leute selbst abgegeben wollen." Er rät dazu, dass die Wahlhelfer sicher stellen sollten, dass der Briefkasten nicht überläuft. "Im Windfang des Rathauseingangs haben wir eine Einwurfmöglichkeit eingerichtet", erklärt Heidi Schertler die Handhabung in Bärnau. Stimmbezirke wird es bei dieser Stichwahl keine geben, informiert Thomas Schraml. "Es wird ja nur per Briefwahl abgestimmt."

"Für so einen Fall gibt es keine Erfahrungswerte", sagt Schraml. Man könne auch schlecht abschätzen, wie sich das auf die Wahlbeteiligung auswirkt. Natürlich bekämen die Wahlberechtigten die Unterlagen direkt nach Hause, was sich günstig auf die Beteiligung auswirken könnte - allerdings müssten die Unterlagen ja auch wieder zurückgegeben werden.

Hintergrund:

Fünf Stichwahlen im Kreis

In Bärnau treten Alfred Stier (CSU/49 Prozent) und Gottfried Beer (SPD/Grüne/28 Prozent) noch einmal gegeneinander an. In Erbendorf gibt es eine Stichwahl zwischen Johannes Reger (CSU/47 Prozent) und dem Freien Wähler Bernhard Schmidt (33 Prozent). Die Immenreuther dürfen noch einmal zwischen Thomas Kaufmann (CSU/FWG/48 Prozent) und Adrian Scheitler (IWG/33 Prozent) wählen. Einen weiteren Wahlgang gibt es auch in Kemnath zwischen Roman Schäffler (CSU/47 Prozent) und Hermann Schraml (FW/32 Prozent). In Mitterteich treten sich Stefan Grillmeier (CSU/49 Prozent) und Heribert Hegen (WG Zukunft/22 Prozent) bei der Stichwahl noch einmal gegenüber.

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