12.02.2020 - 17:41 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Chef des Stiftland-Gymnasiums geht in den Ruhestand

Oberstudiendirektor Georg Hecht verabschiedet sich in den Ruhestand. Seit 2010 leitete der 65-Jährige das Stiftland-Gymnasium. Am Ende der Woche ist für ihn Schluss. Sein Lehrer-Dasein hängt er aber noch nicht endgültig an den Nagel.

Bei der Verabschiedung sprachen (von links) Simon Mehler von der SMV, Landrat Wolfgang Lippert, der Ministerialbeauftragte für Gymnasien der Oberpfalz, Franz Xaver Huber, der scheidende Schulleiter Oberstudiendirektor Georg Hecht, Elternbeiratsvorsitzender Claus Bitterer, Personalratsvorsitzender Oberstudienrat Tobias Lang, Theodor Ernstberger von den Fachschaften Mathematik und Physik und die stellvertretende Schulleiterin, Studiendirektorin Christine Güntner.
von Susanne Forster Kontakt Profil

"Der eine geht, der andere übernimmt", so der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz, Franz Xaver Huber. Er verabschiedete Oberstudiendirektor Georg Hecht am Mittwochvormittag. Hecht war seit 2010 Schulleiter des Stiftland-Gymnasiums (STG). Sein Nachfolger wird der 63-jährige Albert Bauer.

Viele Meilensteine

Bei der Abschiedsfeier führte die stellvertretende Schulleiterin Christine Güntner durch die Veranstaltung. In seiner Rede erinnerte Huber an die Laufbahn von Hecht. "Er hat fünf Minuten zu Fuß zur Schule - das nenne ich eine vorbildliche CO2-Bilanz", merkte er an. Er nannte wichtige Etappen, die der scheidende Schulleiter vorantrieb, etwa die Generalsanierung des Gymnasiums, die Entwicklung zur "Referenzschule für Medienbildung", die Stärkung des MINT-Bereiches (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) oder die Ganztagsbetreuung.

"Bestens verankert"

"Das Stiftland Gymnasium ist in der Region bestens verankert. Das ist auch dein Verdienst", meinte Huber über Hecht. Der STG-Chef sei "mit ganzem Herzen dabei" und ein "zurückhaltender, aber immer präsenter" Schulleiter gewesen. Zudem verriet der Ministerialbeauftragte, dass das Lehrer-Dasein von Hecht noch nicht endgültig vorbei sei. Denn mit dessen Nachfolger Albert Bauer wird Hecht die Plätze tauschen. Bauer ist bis Ende dieser Woche Schulleiter der Spätberufenenschule St. Josef Fockenfeld und wird ab dem zweiten Schulhalbjahr das STG leiten. Hecht wird in Fockenfeld wie Huber Mathematik und Physik unterrichten. Er wird dort noch sechs Männer auf dem Weg zum Abitur begleiten. Im Sommer 2020 wird die Spätberufenenschule geschlossen.

Der scheidende Schulleiter Georg Hecht (links) bekommt vom Ministerialbeauftragten für Gymnasien Franz Xaver Huber eine Urkunde überreicht.

Hecht ein "Friedfisch"

Hecht dankte sämtlichen Kollegen, aber auch seiner Frau Anneliese, die ihm stets den Rücken frei gehalten habe. Auch seine Töchter Brigitte, Claudia und Christine sowie die dreijährige Enkelin Vanessa waren bei der Verabschiedung dabei. Er erklärte, dass er seine drei Töchter als kleine Mädchen schon das ein oder andere Mal mit in die Physiksammlung der Schule genommen habe. Auch erinnerte er an so manches physikalisches Experiment, das er durchgeführt hatte, oder an das Erstellen von Abituraufgaben, die er sogar jetzt "fast noch auswendig wiedergeben" könne. Er dankte seiner Stellvertreterin Christine Güntner. Auch sie geht zum Halbjahr in den Ruhestand. Sie wurde "bereits in einer schulinternen Feier würdig verabschiedet".

"Eins zu Null für Herrn Hecht", sagte Landrat Wolfgang Lippert, denn beide hätten bereits gemeinsam überlegt, wer wohl eher in den Ruhestand gehen würde. Er dankte Hecht für seine Aufgeschlossenheit und nannte als Beispiele etwa die Schulpartnerschaften mit Schulen in Tschechien, Polen, Frankreich und Ungarn oder die Schaffung der Möglichkeit, Tschechisch am Gymnasium zu lernen. Auch sei es Hecht gelungen, die "Schule hochmodern auszustatten". Trotz seines Nachnamens sei Hecht ein "Friedfisch" gewesen, so Lippert. "Des is a Gouder", meinte der Landrat.

Im Gelben Trikot und ohne Doping

Personalratsvorsitzender Tobias Lang verglich das Wirken von Hecht, der ein "passionierter Freizeitradler" sei, mit der Tour de France. Er überschrieb dessen Zeit am Gymnasium als "Tour de Stiftland". So wie im Radsport, seien auch im schulischen Wirken anstrengende und entspannende Etappen zu bewältigen gewesen. Die zehn Jahre seiner Zeit als Schulleiter hätte Hecht "im Gelben Trikot und ohne Doping" bewältigt. "Der Applaus bei der Zieleinfahrt ist Ihnen sicher", so Lang. Er überreichte ein "Modell eines Radfahrers, das mit Hilfe von Solarzellen betrieben wird". Theodor Ernstberger (Fachschaften Mathematik und Physik) hatte als Abschiedsgeschenk eine Karte mit Fahrradtouren dabei.

Elternbeiratsvorsitzender Claus Bitterer sagte, Hecht sei als Schulleiter "mit der Zeit gegangen". Er habe Veränderungen, wenn es notwendig war, angepackt. Und Simon Mehler von der Schülermitverantwortung (SMV) dankte Hecht für sein "offenes Ohr" für die Belange der Schüler. "Wir hoffen, Sie auch zukünftig bei Schulfesten begrüßen zu dürfen", verabschiedete er den Schulleiter.

Georg Hecht (links) bekommt vom Personalratsvorsitzenden Oberstudienrat Tobias Lang ein solarbetriebenes Modell eines Fahrradfahrers geschenkt.

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