17.02.2021 - 17:19 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Corona-Hygiene in Betrieben: Nachbessern in Pausenräumen und Raucherecken

Um mögliche Verstöße gegen Corona-Regelungen von Firmen aufzudecken, ist das Gewerbeaufsichtsamt verstärkt im Kreis Tirschenreuth unterwegs. Die Prüfer attestieren ein "hohes Problembewusstsein". Aber es gibt auch ein paar kritische Punkte.

Das Verhalten einiger Beschäftigten in den Raucherecken wird vom Gewerbeaufsichtsamt mit Blick auf die Corona-Regeln als problematisch eingestuft.
von Martin Maier Kontakt Profil

Das Gewerbeaufsichtsamt überprüfe momentan das Einhalten der Corona-Arbeitsschutzverordnung und der damit verbundenen Hygienemaßnahmen in den Betrieben im Kreis Tirschenreuth. Schwerpunkte bilden Firmen mit vielen tschechischen Grenzpendlern oder einem bereits in der Vergangenheit auffälligen Infektionsgeschehen innerhalb der Belegschaft. Darauf wies die Regierung der Oberpfalz in einer Mitteilung hin. Unterstützt werden diese Kontrollen durch das Gesundheitsamt Tirschenreuth.

Erfreulicherweise sei, dass ein hohes Problembewusstsein bei den Verantwortlichen in den Betrieben festzustellen sei. An den Arbeitsplätzen würden meist die nötigen Maßnahmen wie Abstände, Abtrennungen und Maskentragepflicht eingehalten.

Verschieben von Arbeitszeiten

Allerdings sehen die Kontrolleure auch Verbesserungsbedarf. Insbesondere bei Pausenräumen sowie in Umkleide- und Sanitärbereichen müsse oft nachgebessert werden, damit die notwendigen Abstände eingehalten werden können. „Weitere Probleme entstehen auch beim Ankommen und Verlassen des Betriebsgeländes. In diesen Fällen sorgen die Behörden für die notwendigen Maßnahmen. Zum Beispiel wird dann die Einrichtung zusätzlicher Pausenbereiche oder die Verschiebung der Pausen- bzw. Arbeitszeiten zur Entzerrung angeordnet“, erläuterte Heinrich Hilmer, Leiter des Gewerbeaufsichtsamts an der Regierung der Oberpfalz.

Problematisch sei leider oft noch das Verhalten der Beschäftigten in den Raucherecken oder vor dem Betriebsgelände. Zwar liege dies meistens nicht im direkten Verantwortungsbereich der Unternehmen, trotzdem würden die Behörden auf die Fürsorgepflicht der Arbeitgeber hinweisen.

Rund 1.100 systemrelevante Grenzpendler

Wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte, wurden bisher etwa 1.100 tschechische Grenzpendler von Firmen aus dem Kreis Tirschenreuth als systemrelevant eingestuft. Eine genau Auflistung der Firmen war nicht zu erhalten.

Nachdem sich am Anfang der Woche eine leichte Entspannung bei den Corona-Neuinfektionen angedeutet hatte, kam am Mittwoch die nächste schlechte Nachricht: 69 neue Fälle. Unter anderem gab es sechs positive Getestete in der Flüchtlingsunterkunft in Bad Neualbenreuth.

Für die „mobile Teststation“ hat das Landratsamt weitere Termine (jeweils von 10 bis 18 Uhr) gemeldet: Donnerstag, 18. Februar, in Erbendorf, Stadthalle; Freitag, 19. Februar, in Waldershof, Jobst-vom-Brandt-Schule; Samstag, 20. Februar, in Mitterteich, Mittelschule. Es wird gebeten, sich vorher dem Test unter https://corona.centogene.com/login zu registrieren.

Möglicherweise kam es im Corona-Testzentrum in Tirschenreuth zu Unregelmäßigkeiten

Tirschenreuth
Hintergrund:

Coronazahlen Kreis Tirschenreuth

  • Neue Coronafälle (Stand: Mittwoch, 13 Uhr): 69, davon waren 18 in Quarantäne.
  • Verdachtsfälle auf eine Corona-Mutation: 39 neue Fälle, insgesamt 308. Diese Zahl ist bei der Gesamtzahl der Infizierten enthalten.
  • Corona-Tote: 2 neue Todesfälle (Personen mit Vorerkrankungen, Alter: Mitte 80 und Anfang 90). Gesamtzahl: 218.
  • Gesamtzahl der positiv Getesteten: 4007.
  • 7-Tage-Inzidenz Deutschland: Kreis Tirschenreuth 294, Kreis Wunsiedel 256, Kreis Bayreuth 97, Kreis Neustadt/WN 110 (Quelle: Robert-Koch-Institut).
  • 7-Tage-Inzidenz Tschechien: Kreis Eger 912, Kreis Sokolov 972, Kreis Karlsbad 746, Kreis Tachau 953 (Quelle: Tschechisches Gesundheitsministerium).
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