Die Infektionszahlen im Landkreis Tirschenreuth entwickeln sich weiterhin gegen den allgemeinen Trend: Laut RKI überstieg die 7-Tage-Inzidenz am Sonntag die 300er-Marke und betrug 317,9. Das ist deutschlandweit der zweithöchste Wert.
Das Landratsamt Tirschenreuth hat auf die Entwicklung am Sonntag in den Sozialen Medien hingewiesen. Es werde mit dem Gesundheitsamt, der Regierung der Oberpfalz, dem Gesundheitsministerium und dem Landesamt für Gesundheit abgestimmt, welche weiteren Maßnahmen aufgrund der Situation zu ergreifen sind. Weitere Informationen sollen den Angaben zufolge im Laufe des Montags, 1. Februar, folgen. Die Bürger werden gebeten, die Corona-Schutzmaßnahmen und die Kontaktbeschränkungen im privaten und beruflichen Bereich unbedingt einzuhalten.

















Es kann natürlich nur Zufall sein, dass gerade die Landkreise, die direkt an der Grenze zu einem Hochrisikogebiet liegen und einen hohen Anteil an Grenzpendlern haben, so hohe Inzidenzwerte aufweisen. Aber zumindest sollte es Anlass geben, hier einmal genauer hinzusehen.
Die regelmäßige Testpflicht wurde erst seit kurzem wieder eingeführt. Sie ist auch nicht zwingend. Man muss schon von der Schleierfahndung ohne aktuellen negativen Test erwischt werden, um wieder zurückgeschickt zu werden.
Wie heute im Neuen Tag zu lesen ist, verhängt Tschechien ein teilweises Einreiseverbot aus Deutschland. Umgekehrt hat sich die Staatsregierung bislang enorm schwer getan, hier mögliche Probleme erkennen zu wollen. Es sieht fast so aus, als wäre ihr das Wohlergehen der heimischen Industrie deutlich wichtiger als eine Eindämmung des Infektionsgeschehens.
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