Tirschenreuth
20.08.2026 - 10:23 Uhr
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Dritter Bauabschnitt für Radweg von Mähring nach Wondrebhammer startet im Herbst

Fast elf Kilometer lang wird der Fahrradweg von Mähring bis zur Stadtgrenze bei Wondrebhammer in Tirschenreuth. Im Herbst startet die dritte Bauphase, im Frühjahr 2027 soll die Radstrecke befahrbar sein.

Die Marktgemeinde Mähring schreitet beim Ausbau des Fahrradwegs in Richtung Kreisstadt zügig voran. Die Bauabschnitte I und II sind bereits abgeschlossen. Im Herbst beginnt die dritte Phase, der Ausbau der Alltagsradwegeverbindung von Großkonreuth bis zur Stadtgrenze Tirschenreuth bei Wondrebhammer. Im Pressegespräch mit den Oberpfalz-Medien freut sich Mährings Bürgermeister Franz Schöner, dass die Marktgemeinde damit das touristische Angebot erheblich ausbauen und erweitern kann. Mit diesen Ausbaumaßnahmen sollen zudem die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Fahrten für den alltäglichen Bedarf vermehrt auch mit dem Fahrrad unternommen werden können. Dafür, so die Ikom Stiftland, sollen bereits bestehende öffentliche Feld- und Waldwege für den Radverkehr ertüchtigt und neue Radwegeverbindungen geschaffen werden. Mittelfristig soll eine durchgehende Verbindung von Tirschenreuth über die Marktgemeinde Mähring bis nach Tschechien gegeben sein, so die Ikom.

Oft auf bestehenden Wegen

Der dritte Bauabschnitt beginnt in Großkonreuth und führt über Frauenreuth – dort musste ein Nadelöhr beseitigt werden – bis nach Wondrebhammer. Dort beginnt auch das Tirschenreuther Stadtgebiet. Der neue Radweg verläuft hauptsächlich auf bestehenden öffentlichen Wirtschafts- und Waldwegen. Manche Teile müssen neu gebaut werden. Der Radweg ist, wenn er auch als Wirtschaftsweg ausgewiesen ist, 3,50 Meter breit, als reiner Radweg sind es „nur“ 2,50 Meter. Start für diesen dritten Bauabschnitt ist im kommenden Herbst. Im Frühjahr 2027, so hofft Bürgermeister Franz Schöner, soll der insgesamt knapp elf Kilometer lange Radweg, der auch einige Ortsdurchfahrten enthält, für den Verkehr freigegeben werden.

Der erste Abschnitt für diesen „Alltagsradweg“, so der Sprachgebrauch bei den Behörden, umfasste 2024 die rund zwei Kilometer lange Strecke vom Poppenreuther Berg in Mähring bis nach Poppenreuth. Die Fertigstellung war im Frühjahr 2025, die Kosten beliefen sich auf rund 600.000 Euro. Der rund 2,2 Kilometer lange und rund 830.000 Euro teure Abschnitt II von Poppenreuth nach Großkonreuth folgte im vergangenen Jahr. Beide Bauabschnitte wurden zu 100 Prozent vom Straßenbauamt gefördert.

Rund 280.000 Euro Eigenanteil

Der dritte Bauabschnitt von Großkonreuth bis zur Tirschenreuther Stadtgrenze wird mit 80 Prozent gefördert, die förderfähigen Kosten werden sich auf rund 1,455 Millionen Euro belaufen. Diese großzügige Förderung ist über die „Rad-Offensive Klimaland Bayern“ möglich. Die Marktgemeinde Mähring hat einen eigenen Anteil von knapp 280.000 Euro zu tragen. Die Gesamtkosten für diesen Radweg belaufen sich auf knapp drei Millionen Euro, der Eigenanteil der Marktgemeinde hält sich also in Grenzen, zumal unter diesen Ausgaben auch fällige Investitionen mit enthalten sind. So wurde im Zuge der Erneuerung der Wasserversorgung bei Poppenreuth ein Teilbereich der Straße mitsaniert. Zudem ist der Radweg im Gewerbegebiet nicht förderfähig. Für dessen Planung zeichnet das Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner aus Erbendorf verantwortlich.

Gegenüber Oberpfalz-Medien freut sich Franz Schöner, dass das Thema Radweg nun bald abgeschlossen werden kann. Seit 2012, damals war er noch „normaler“ Marktrat, war Franz Schöner die treibende Kraft für den Ausbau, der nun kurz vor der Vollendung stehe. „Das touristische Angebot, aber auch das Angebot für alle Einheimischen, die gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind, wird dadurch erheblich gesteigert“, ist er überzeugt. Mähring habe seine Hausaufgaben gemacht. Erfreut zeigte sich der Bürgermeister, dass die Abschnitte des neuen Radwegs, die bereits ausgebaut worden seien, sehr gut angenommen werden. Die Beschilderung des Radwegs durch die Ikom erfolge erst, wenn der komplette Radweg fertiggestellt sei. Ab Wondrebhammer sei nun die Stadt Tirschenreuth gefordert, den Radweg weiter auszubauen.

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