10.03.2019 - 19:44 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Eberhard hält Feuerwehr im Landkreis auf Trab

Ein entspannter Sonntag sieht anders aus. Sturm Eberhard hält die Feuerwehr am Sonntag ganz schön auf Trab gehalten. Auch zwei Unfälle mit Verletzten gibt es.

Die Feuerwehr räumt die Bahnstrecke von Marktredwitz in Richtung Nürnberg frei.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Im Landkreis Tirschenreuth mussten die Aktiven der Feuerwehren am Samstag und Sonntag einige Dutzend Male ausrücken, um Straßen und Bahnstrecken freizuschneiden. Sturmausläufer Eberhard ließ immer wieder Bäume oder große Äste auf die Fahrbahn krachen. Schon am Samstag mussten die Aktiven etwa ein halbes Dutzend Mal mit der Motorsäge ran. Gegen Mitternacht beruhigte sich dann das Wetter wieder - leider nur vorübergehend.

Am Sonntag war die Feuerwehr dann stundenlang im Dauereinsatz. Bis gegen 20 Uhr waren es bereits rund zwei Dutzend Einsätze im Landkreis Tirschenreuth. Allein die Feuerwehr in Brand musste drei Mal ausrücken, um Unwetterschäden zu beseitigen.

Die ersten, die es am Sonntag traf, waren um 11.18 Uhr die Floriansjünger von Waldershof. Nach 14 Uhr ging es dann richtig rund. Nacheinander rückten die Feuerwehren Lenau (Gemeinde Kulmain), Brand, Pullenreuth, Fuchsmühl, Riglasreuth (Gemeinde Neusorg), Pechbrunn, Fuhrmannsreuth (Gemeinde Brand), Trevesen und Lochau (jeweils Gemeinde Pullenreuth), Premenreuth (Gemeinde Reuth bei Erbendorf), Wiesau, Hohenhard (Stadt Waldershof), Zwergau (Stadt Kemnath), Oberwappenöst (Gemeinde Kulmain), Tirschenreuth, Poppenreuth bei Waldershof, Voitenthan (Markt Wiesau), Poppenreuth bei Tirschenreuth (Gemeinde Mähring), Wildenau (Gemeinde Plößberg) sowie Lenau (Gemeinde Kulmain) aus, um Sturmschäden zu beseitigen. Gegen 18.50 Uhr gab es zwischen den Anschlussstellen Falkenberg und Windischeschenbach dann auch noch einen Baum auf der A 93.

Die Feuerwehr waren fast immer vor Ort, bevor es zu Unfällen kam. Die Inspektionen Tirschenreuth und auch Kemnath sprachen angesichts der Sturmböen am Abend noch von einem relativ ruhigen Tag für die Polizei. Das Präsidium in Regensburg vermeldete gegen 19 Uhr in einer Pressemitteilung "nur" zwei Unfälle mit Verletzten im Landkreis Tirschenreuth. Einer passierte auf der Staatsstraße 2170 auf Höhe Fuchsmühl. Dabei verlor die Fahrerin eines Pkws aufgrund von plötzlicher Eisglätte durch Hagelschauer die Kontrolle über ihr Fahrzeug.

Der Unfall passierte gegen 14.25 Uhr. Die Fiat-Fahrerin, die in Richtung Fuchsmühl unterwegs war, kam mit ihrem Wagen auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern. Die Frau stieß auf der Gegenfahrbahn mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Beide Fahrer erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Marktredwitz gebracht. Die alarmierte Feuerwehr Fuchsmühl kümmerte sich um die Verkehrslenkung, bis die Autos abgeschleppt waren.

Der zweite Unfall war einer Windböe zuzuschreiben. Ein Pkw-Fahrer, der im Landkreis mit Anhänger unterwegs war, wurde vom Sturmwind einfach umgeworfen, der Fahrer zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Unfallzeit und Unfallort waren aufgrund der Vielzahl von Einsätzen am Sonntagabend nicht mehr in Erfahrung zu bringen, zumal in etlichen Gemeinden in den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt dann auch noch der Strom ausfiel.

Vielerorts blockieren stürzen Bäume auf die Fahrbahn. Die Feuerwehren müssen immer wieder die Motorsäge anwerfen, um die Fahrbahnen frei zu bekommen.
Weiden in der Oberpfalz
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