07.01.2020 - 13:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Fasching kennt keine Grenzen: Oberfränkisches Prinzentreffen in der Oberpfalz

Die fünfte Jahreszeit nimmt Fahrt auf: Tirschenreuth war am Dreikönigstag fest in närrischer Hand. Die Faschingsgesellschaft Tursiana, die heuer ihren 44. Geburtstag feiert, richtete das 49. Oberfränkische Prinzentreffen aus.

von Konrad RosnerProfil

Tursiana-Präsidentin Iris Fennerl und Vizepräsidentin Sabrina Walbrunn hießen die 44 Prinzenpaare, darunter auch 15 Kinderprinzenpaare, im Kettelerhaus willkommen. Die ersten Paare waren das Tirschenreuther Prinzenpaar Sarah I. und Ralph I. sowie das Kinderprinzenpaar Samira I. und Elias I, die mit großem Jubel empfangen wurden. Insgesamt zogen Hoheiten von 33 Gesellschaften, die unter anderem aus Schirnding, Coburg, Bayreuth, Hof und Kronach kamen, in den Saal ein, wo sie das amtierende Tirschenreuther Prinzenpaar jeweils mit einem Orden ausstattete.

Oberfrankens Fastnachtspräsident Norbert Greger betonte, dass es eine große Ehre sei, das Amt des Faschingsprinzen auszuüben. Gleichzeitig hob er hervor, dass dieses Brauchtum mit sehr viel Zeitaufwand und mit viel Liebe verbunden sei. "Ihr habt jetzt noch sieben Wochen Fasching, zieht hinaus und verbreitet unser Brauchtum. Ihr seid der Mittelpunkt", wandte er sich an die Paare.

Allen Tanzgarden wünschte Greger für die anstehenden Turniere viel Erfolg. Er ging auch auf die Tatsache ein, dass das Treffen in der Oberpfalz über die Bühne ging: "Der Fastnachtsverband Oberfranken hat 77 Gesellschaften, davon 7 aus der nördlichen Oberpfalz. Wir sind eine grenzenlose, große Familie." Abschließend wies der Präsident darauf hin, dass das nächste Prinzentreffen 2021 wieder in der Oberpfalz ist: in Auerbach.

Drei Orden des Landesverbands

Ostbayerns Faschingspräsident Arthur Troidl dankte der Tursiana für die Einladung. Er sei gerne nach Tirschenreuth gekommen: "Es ist für mich eine große Ehre." Fasching kenne keine Grenzen. Deshalb freute sich der Sprecher, dass das Oberfränkische Prinzentreffen auf dem Hoheitsgebiet der nördlichen Oberpfalz stattfinde. Für Iris Fennerl, Norbert Greger und Bürgermeister Franz Stahl hatte er Orden des Landesverbandes Ostbayern dabei.

Der Rathauschef hieß die vielen Hoheiten willkommen. Er betonte, dass die Oberpfälzer schon immer gut mit den Franken können. So sei er beispielsweise stellvertretender Ratspräsident in der Metropolregion Nürnberg. Mit dem Schlachtruf "Tirschenreuth Helau, Tursiana Helau, Tirschenreuth Helau" war der offizielle Akt beendet.

Eigene Garde aus 15 Gesellschaften

Danach war die Bühne frei für einen weiteren Höhepunkt an diesem Nachmittag: Die 32-köpfige Oberfrankengarde trat auf, deren Tänzerinnen aus 15 Gesellschaften, darunter auch aus Tirschenreuth, Mitterteich, Mähring und Waldeck, kommen. Nur zweimal stand Training auf dem Programm, am 1. November und am Dreikönigs-Vormittag. Die 32 jungen Damen boten trotzdem einen perfekten Gardetanz, der die Zuschauer zu Beifallstürmen hinriss. Erst nach einer anstrengenden Zugabe durften die Tänzerinnen unter großem Applaus von der Bühne.

Nicht fehlen durfte anschließend der Prinzenwalzer. Zudem stand der Ordenstausch der Faschingsgesellschaften untereinander auf dem Plan. Im weiteren Verlauf zeigten die Wichtelgarde, die Jugendgarde und die Schautanzgarde der Tursiana ihr Können.Für die musikalische Umrahmung sorgte Alleinunterhalter Manfred Raschke aus Mähring. Es war übrigens das zweite Oberfränkische Prinzentreffen in Tirschenreuth: Schon 2009 waren die damaligen Hoheiten in der Kreisstadt zu Gast, als die Tursiana ihren 33. Geburtstag gefeiert hatte.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.