Tirschenreuth
01.08.2022 - 15:53 Uhr

Feuerwehr befreit 42-Jährigen bei Tirschenreuth aus total zerstörtem Auto

Es war ein Unfall, der den Helfern an die Nieren ging. Der Fahrer lag mit schweren Verletzungen bewusstlos und noch angeschnallt im Auto. Er musste in der Nähe von Tirschenreuth aus dem Wrack herausgeschnitten werden.

Der Rettungshubschrauber transportierte den schwer verletzten Mann in die Uniklinik Regensburg. Bild: Peter Nickl
Der Rettungshubschrauber transportierte den schwer verletzten Mann in die Uniklinik Regensburg.

In der Nacht auf Montag alarmierte die Rettungsleitstelle gegen 3 Uhr die Einsatzkräfte. Denen bot sich im Bereich Gebhardtshöhe an der Straße Richtung Mähring ein Bild der Verwüstung. Abgeknickte Bäume markierten den Weg des Autos, das 50 Meter neben der Staatsstraße total demoliert auf der Fahrerseite im Wald lag. Der schwerverletzte Fahrer, ein 42-Jähriger aus dem Landkreis Tirschenreuth, befand sich noch im Fahrzeug. Er war nicht ansprechbar und musste durch die Feuerwehren mit dem Rettungsspreizer befreit werden.

Ersten Ermittlungen zufolge war der Mann mit seinem Seat von Großkonreuth in Richtung Tirschenreuth unterwegs, als er bei Gebhardtshöhe alleinbeteiligt nach links von der Fahrbahn abkam. Das Auto streifte einen Baum und fuhr geradeaus weiter, ehe es schlagartig in die Luft katapultiert wurde. Erkennbar war dies an den Bäumen, die in einer Höhe von etwa fünf Metern abgeknickt waren, wie die Polizeiinspektion Tirschenreuth berichtet. "Die Heftigkeit des Aufpralls spiegelte der herausgerissene Motorblock wider, der in der Nähe des Autowracks aufgefunden wurde", schreibt Polizeihauptkommissar Andreas Sennert.

Nach Erstversorgung durch den Notarzt flog ein Rettungshubschrauber den Fahrer in ein Krankenhaus. Ersten Erkenntnissen nach erlitt er schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Dabei hatte der 42-Jährige noch Glück im Unglück, denn sein Fahrzeug verfügte über ein sogenanntes „E-Call-System“, das bei Verkehrsunfällen sofort eine Telefonverbindung zum Fahrer herstellt. Nachdem der bewusstlos war und nicht antworten konnte, wurden automatisch die Integrierte Leitstelle und die Polizei über den Unfall samt Standort informiert. "Andernfalls wäre der Unfall zu dieser Tageszeit nicht oder erst einige Zeit später von anderen Verkehrsteilnehmern registriert worden", teilt die Polizei mit.

Die Staatsstraße 2167 war während der Unfallaufnahme für den Verkehr komplett gesperrt. Die Feuerwehren Tirschenreuth, Bärnau und Matzersreuth waren mit etwa 50 Einsatzkräften vor Ort, leuchteten den Landeplatz für den Hubschrauber aus und leiteten den Verkehr um.

 
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