03.12.2019 - 17:29 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Für Chemie und Bionik auf Freizeit verzichtet

Vielleicht waren ja ein paar Fachkräfte von morgen darunter. Mit MINT-Kursen versuchen Landkreis und Volkshochschule Tirschenreuth etwas gegen den Fachkräftemangel zu tun.

Chemie und Bionik standen an drei Wochenenden im Stiftland-Gymnasium auf dem Stundenplan. Die Kurse der „MINT-Offensive“ waren gut besucht. Das Bild zeigt die Teilnehmer an einem der Chemie-Kurse.
von Autor DENProfil

Damit war nicht unbedingt zu rechnen: Viele Schüler tauschten an den Wochenenden bei der "MINT-Offensive" Freizeit gegen Chemie und Bionik ein.

Regelmäßig ist das Stiftland-Gymnasium Schauplatz dieser Fördermaßnahme für MINT-Berufe. Die Volkshochschule veranstaltete dort im Rahmen der Reihe "MINT am Samstag" in Kooperation mit der Schule eine naturwissenschaftliche Experimentier-Reihe, die sich speziell an Kinder der dritten und vierten Klassen an Grundschulen wandte.

Versuche im Schullabor

Insgesamt 42 Eltern-Kind-Paare machten vom Angebot in drei Kursen Gebrauch und standen an einem eigentlich schulfreien Samstag früh auf, um in die Schule zu fahren beziehungsweise zu gehen. Chemielehrer Uli Roth aus Krummennaab hatte als Kursleiter unter dem Motto "Chemie - alles, was kracht und stinkt!" abwechslungsreiche Versuche im Schullabor zusammengestellt. Die Kinder bestaunten die Farbumschläge von Indikatoren, zauberten Kerzenflammen mit Hilfe von Kohlenstoffdioxidgas aus und hatten viel Freude an den bunten Flammenfarben des Bunsenbrenners. Nicht fehlen durfte natürlich eine Knallgas-Explosion, die Roth als Demo-Experiment hinter einer Schutzscheibe durchführte. Das Chemie-Angebot war so gut nachgefragt, dass die VHS einen Zusatzkurs anbot, der ebenfalls ausgebucht war.

Ein neues Angebot waren die zeitgemäßen Forschungsthemen aus der Bionik, also aus Biologie und Technik. In dieser Disziplin wird versucht, erfolgreiche Strukturen und Muster aus der Natur auf technische Produkte zu übertragen. Insgesamt hatte Roth hier neun Lernstationen aufgebaut, die die Kinder in Begleitung eines Elternteils durchprobieren konnten.

Fön-Experiment begeistert

Besonderen Anklang fanden das Fön-Experiment mit einem Vogelflügelprofil, eine Station mit den Hexbug-Robot-Insekten, die durch einen selbst gebauten Parcours geschickt werden sollten und eine Rückstoßrakete, die aus einem Strohhalm und einem Luftballon gebastelt wurde.

Im Binokular konnten die Kinder die Mikrostruktur eines Klettverschlusses betrachten, um dann an einer anderen Station mit Hilfe von Holzklötzchen, auf die Klettverschlussstücke aufgeklebt waren, die erforderliche Kraft zur Trennung zu erforschen. Mit viel Applaus bedankten sich die Teilnehmer bei Kursleiter Uli Roth für seine aufwendig vorbereiteten Versuche.

Chemie und Bionik standen an drei Wochenenden im Stiftland-Gymnasium auf dem Stundenplan. Die Kurse der „MINT-Offensive“ waren gut besucht. Das Bild zeigt die Teilnehmer an einem der Chemie-Kurse.
Zwei Forscherinnen am Flügelmodell.
Blick ins Binokular.
Hexbug Robot-Insect.
Gruppenbild Bionik-Kurs.

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