03.12.2020 - 13:40 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Geschichte der Schlesier natürlich Thema in der neuen Stadtchronik von Tirschenreuth

Die Aussagen im Beitrag "Schlesier kommen in der Chronik nicht vor" vom Mittwoch wollen die Autoren so nicht stehen lassen. Im Namen des Redaktionsteams der neuen "Chronik der Stadt Tirschenreuth" nimmt Mirko Streich Stellung.

von Externer BeitragProfil

"Seit 2015 hat das Redaktionsteam zahlreiche Ereignisse der Jahre 1950 bis 2020 recherchiert und aufgeschrieben", schreibt Streich. Zum Erfolg des Buches hätte in hohem Maße auch die Zusammenarbeit mit 30 Autoren sowie die Einreichung von vielen weiteren Beiträgen durch beispielsweise Zeitzeugen oder Vereine beigetragen. Denn: Das Redaktionsteam hätte die Tirschenreuther von Beginn an umfangreich und auf allen Kanälen darum gebeten, seine Arbeit auf diese Art und Weise zu unterstützen - und die Chronik damit facettenreich und bunt zu gestalten. "Ob regelmäßige Berichte dazu im Neuen Tag, in den Rathausnachrichten, in der Stadtzeitung, auf der Internet- und Facebook-Seite der Stadt oder auch im Rahmen der jährlichen Vereinsvertretertreffen: Jeder Interessierte hatte die Möglichkeit, sich über einen langen Zeitraum zu informieren und einzubringen", stellt Streich heraus.

In einem Beitrag hat der Sprecher der Schlesiergruppe bemängelt, dass die Verein in der Chronik nicht erwähnt wird

Tirschenreuth

"Wenn das im Falle der Schlesier-Gruppe Tirschenreuth nicht geschehen ist, können wir nur unser Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, keine Informationen über deren Aktivitäten erhalten zu haben!"

Aber: Selbstverständlich sei das Thema Schlesien in der Chronik erwähnt, sogar mehrfach. Horst Adler als Autor des Bereichs "Heimatvertriebene und Flüchtlinge" hätte gerne sehr viel mehr zu dem Thema Schlesien geschrieben, aber es war in seinen langjährigen Recherchen von vielen ehemaligen Schlesiern dazu einfach nicht mehr zu erfahren. "Unter anderem war er auch bei Herrn Fastner zu Gast, der leider nichts zur Geschichte der Schlesier beitragen konnte", betont Streich. "So blieb es bei der Vorstellung der bis ca. 1975 offiziell bestandenen Schlesisch-Ostdeutschen Landsmannschaft, die auf Seite 117 beschrieben wird". Vorstand Dr. Adolf Czech werde vielfach genannt, zum Beispiel als Lokalpolitiker oder als erster Leiter des Tirschenreuther Kulturvereins im Jahr 1950.

Gleiches gelte für die vielen Tirschenreuther Unternehmerpersönlichkeiten, die natürlich auch aus Schlesien kamen - und ab Seite 108 nachgelesen werden können, betont Mirko Streich im Namen des Redaktionsteams.

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