Tirschenreuth
21.02.2023 - 11:26 Uhr

Herta Fink feiert 90. Geburtstag

Im Kreise ihrer Familie feierte Herta Fink, Ehefrau des verstorbenen Tirschenreuther Altbürgermeisters Franz Fink, ihren runden Geburtstag. Dabei erzählte die Jubilarin auch von Veränderungen, die das Amt ihres Mannes mit sich brachte.

An zwei Tischen feierte am Faschingssonntag Herta Fink gemeinsam mit ihrer Familie ihren 90. Geburtstag im Frühstückssaal des Seenarios. Die Gäste waren gut gelaunt und freuten sich auf einen schönen Festtag mit der Jubilarin. Da ihr Mann Franz Fink bereits 2015 starb, musste Herta Fink ihren runden Geburtstag ohne ihn feiern.

Bürgermeister Franz Stahl ließ es sich nicht nehmen, Herta Fink persönlich zu gratulieren. Mit einem reich bestückten Geschenkkorb kam er am frühen Morgen zur Geburtstagsrunde hinzu. Stahl war während der Amtszeit des SPD-Bürgermeisters Franz Fink ein 23-jähriger CSU-Stadtrat. Zwischen dem Gratulanten aus der Politik und der Jubilarin entbrannte ein lebhaftes Gespräch über damalige politische Geschehnisse.

Seit 60 Jahren in Tirschenreuth

ist nun seit 60 Jahren in Tirschenreuth. Inzwischen ist die Jubilarin auch vierfache Großmutter. Mit ihrem Mann bekam sie drei Söhne, die heute 60, 58 und 56 Jahre alt sind. Auch sie waren beim Geburtstag ihrer Mutter mit ihren Familien anwesend. Herta Fink erzählte von den Veränderungen, die nach der Wahl ihres Mannes zum Bürgermeister der Kreisstadt im Jahr 1990 auf sie zugekommen waren. Fink habe ihren Mann stets unterstützt und den Rücken freigehalten. Da ihr Mann an das Finanzamt in Waldsassen versetzt worden ist, ist das Ehepaar von Weiden nach Tirschenreuth gezogen. "Als er Bürgermeister wurde, habe ich ihn zu vielen Terminen begleitet." Das sei nicht immer möglich gewesen, als ihre drei Buben noch Kinder waren. Herta Fink arbeitete auch als Fachverkäuferin im Modegeschäft "Jäger + Turba".

Beim Rückblick auf ihr 90-jähriges Leben nannte Fink ihre drei Söhne als ihr größtes Glück. Nicht mehr gern erinnerte sie sich an ihre Kindheit während des Zweiten Weltkriegs in Breslau zurück. Mit Schaudern dachte sie an die Sirenen, die Flucht in den Luftschutzkeller und die Angst, nicht mehr lebend rauszukommen. "Ich kann das nicht vergessen. Heute noch, wenn es Probe- oder Feueralarm gibt, kommen diese Bilder wieder in mir hoch und ich kriege Gänsehaut", sagte Herta Fink.

Einladung zum Faschingszug

Bleibende, schöne Erinnerungen sind dagegen die Faschingsveranstaltungen in Tirschenreuth, die sie mit ihrem Franz gern besuchte. Herta Fink erzählte glücklich von schönen Stunden in der närrischen Zeit.

Da ihr Geburtstag heuer in die Faschingszeit fiel, lud Herta Fink ihre Familie kurzerhand nach dem Mittagessen zum Tirschenreuther Faschingszug am Marktplatz ein.

 
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