28.01.2019 - 14:33 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Hilfe für verfolgte Christen

"Wir möchten die Gemeinden Jesu inmitten von Verfolgung ausrüsten und stärken, ihren Glauben zu leben", schreibt sich Open Doors auf die Fahnen. Eine Aufgabe, die die Mitarbeiter auch in lebensgefährliche Situationen bringen.

Die Arbeit von „Open Doors“ stellte Pastor P. bei der Gebetswoche vor. Pastorin Dr. Stefanie Schön (Mitte) und die katholische Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Schön bedankten sich mit einem Geschenkkorb und übergaben eine Spende.
von Redaktion ONETZProfil
Der Referent von Open Doors.

Bei der Gebetswoche für die Einheit der Christen referierte vergangene Woche ein Pastor von "Open Doors" in der evangelischen Erlöserkirche über die Situation der verfolgten Christen weltweit. Dieses überkonfessionelle, christliche Hilfswerk setzt sich in über 60 Ländern der Erde für Christen ein, die aufgrund ihres Glaubens diskriminiert oder verfolgt werden. Eine gefährliche Aufgabe für die Mitarbeiter, die deshalb nicht gerne mit vollem Namen genannt werden möchten. In Tirschenreuth stellte Pater P. das Hilfswerk vor.

Pastorin Dr. Stefanie Schön hieß den Redner herzlich willkommen und schlug bereits vorab eine Brücke zwischen dem leidenden Jesus und den verfolgten Christen. Die ganze Kirchengeschichte sei geprägt von Menschen, die ihr Leben nicht geschont, sondern es wegen ihres Glaubens an Jesus Christus hingegeben haben, so der Mitarbeiter.

Heimlich Bibeln drucken

Pastor P. berichtete von seiner Arbeit im Dienst an den verfolgten Christen und der Mission von Open Doors. Spannend, dramatisch und lebensgefährlich waren die Situationen, von welchen der Mitarbeiter an diesem Abend berichtete. "Nicht selten bezahlen Menschen den Hunger nach dem Wort Gottes, ihr Festhalten an Christus, mit ihrem eigenen Leben." Aus Liebe zum Wort Gottes, aus Liebe zu Jesus und seiner Kirche, seien immer wieder Helfer dazu bereit, unter Lebensgefahr zum Beispiel heimlich Bibeln zu drucken und in christenfeindliche Regionen zu schmuggeln. Für uns "Wohlstandschristen" sei es nahezu unvorstellbar, welche Strapazen und Gefahren Menschen auf sich nehmen, welche Opfer sie bringen, um sich unbemerkt in kleinen christlichen Untergrundgemeinden zum Gebet, zum Bibellesen oder zum Gottesdienst treffen zu können.

Mit Hilfe eines Lichtbildprojektors wurde den Besuchern unter anderem der Weltverfolgungsindex vor Augen geführt. Dabei handelt es sich um eine jährlich aktualisierte Karte, auf der jene Länder farblich hervorgehoben sind, in denen etwa 200 Millionen Christen keine Möglichkeit haben, ihren Glauben frei zu leben. "Wir möchten die Gemeinden Jesu inmitten von Verfolgung ausrüsten und stärken, ihren Glauben zu leben und sie darin unterstützen, Menschen zu Jüngern Jesu zu machen." Diese konkrete und aktive Hilfe von Open Doors würde ausschließlich über Spenden finanziert.

Echte Ökumene

Der Vortrag verdeutlichte eindrucksvoll, wie echte Ökumene gelingen kann. Dabei sind die unterschiedlichen Konfessionen zweitrangig. Es geht hierbei keine Rechthabereien oder scheinbar unverrückbare Glaubensüberzeugungen, sondern um selbstlose Liebe zu den Mitmenschen.

Pastor P. schloss den Vortrag mit der Bitte für die verfolgten Christen aber auch für deren Verfolger im Fürbittgebet einzutreten.

Spenden:

Wer die Hilfsorganisation „Open Doors“ und dadurch die verfolgten Christen unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun: „Open Doors“ IBAN DE67 6601 0075 0315 1857 50 bei der Postbank Karlsruhe.

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