12.11.2018 - 15:14 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Hilfe aus dem Weltall für Schüler aus dem Stiftland

Immer wieder brandet tosender Applaus im Kettelerhaus auf. Zu Gast ist das Präventionstheater der AOK. Das Publikum sind Grundschulkinder. Dabei geht es um ein Thema, mit dem sich die meisten Kinder nicht so gerne beschäftigen.

Bürgermeister Franz Stahl (sitzend, Zweiter von rechts) freut sich mit den Vertretern der AOK und dem Ensemble über die gelungenen Vorstellungen.
von Redaktion ONETZProfil

Das Stück des AOK-Präventionstheaters trägt den Titel "Henriettas Reise ins Weltall". Es handelt von Henrietta (Katja Dietzold), einem Mädchen, das mal wieder eine Standpauke von ihrem Vater bekommt, weil sie Ordnung für nicht so wichtig hält. Henrietta schließt Bekanntschaft mit einem Kochlöffel namens "Herr Quassel" (Marcel Dietzold), der in einer Rakete zu ihr kommt. Nach einer gemeinsamen Reise zu verschiedenen Planeten findet Henrietta heraus, dass das Leben auf der Erde eigentlich gar nicht so schlecht ist und unangenehme Dinge, wie Aufräumen oder Hausaufgaben machen, notwendige Übel sind.

Jedes Jahr auf Tour

Die Theatertour ist Teil des Präventionsprogramms "Henrietta & Co. - Gesundheit spielend lernen". Seit dem Jahr 2007 ist die AOK-Kindertheatertour jedes Jahr in Deutschland unterwegs. Die Gruppe besteht aus fünf Berufsschauspielern, einem Moderator, einem Techniker und einem Projektleiter. 71 Gastspiele sind in ganz Deutschland bei der derzeitigen Tour geplant. Das Tirschenreuther Kettelerhaus war die einzige Station in der Nordoberpfalz.

Das Präventionsprogramm der AOK will dabei nicht nur die Gesundheit im Sinne von Bewegung und Ernährung fördern. Auch die psychische Gesundheit wird für die Kasse immer bedeutender. "Feste Strukturen sind für Kinder zum Beispiel sehr wichtig," meint Klaus Lill, Direktor der AOK in Tirschenreuth. Diese würden Kinder heute oft nicht mehr vorfinden, weil beide Eltern arbeiten und es beispielsweise keine gemeinsamen Essenszeiten mehr gebe.

Die Tragweite von Ritualen und Regeln im Hinblick auf die psychische Gesundheit solle den Grundschülern durch die Theateraufführung spielend vermittelt werden. Darüber hinaus erhielten die Schulen anschließend Material, um das Gelernte langfristig in den Unterricht einbinden zu können. Es werden auch Schulungen für die Lehrer angeboten, die sicherstellen sollen, dass die Unterlagen richtig genutzt werden.

Bürgermeister Franz Stahl sprach der AOK für dieses Engagement seinen Respekt aus und bedankte sich beim Tirschenreuther AOK-Direktor Klaus Lill, der das Gastspiel in Tirschenreuth möglich gemacht hatte.

Zwei Vorstellungen

Die Grundschulkinder aus Tirschenreuth, Mähring, Waldershof, Plößberg, Mitterteich und Neualbenreuth füllten die 500 Plätze im Kettelerhaus in zwei Vorstellungen jeweils nahezu komplett und waren für die Schauspieler ein gutes Publikum. Danach wurden die Grundschüler zum Beispiel gefragt, wo es bei ihnen zu Hause Regeln gibt. Eine von zahlreichen Meldungen war die festgelegte Schlafenszeit oder die Regulierung der Zeit am Tablet.

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