24.02.2020 - 13:20 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Inge Pannrucker: Jubilarin mit dem Herz am rechten Fleck

Dass ein Bürgermeister einer Jubilarin sein Wort gibt, alles für sie zu tun, kommt nicht häufig vor. Bei Inge Pannrucker war's eine Ausnahme. Franz Stahl versprach ihr zum Geburtstag: "Liebe Inge, ich tue alles was du sagst."

Inge Pannrucker und Franz Stahl und sie haben ein herzliches Verhältnis zueinander, auch wenn sie politisch nicht immer einer Meinung waren.
von Ulla Britta BaumerProfil

Dass ein Bürgermeister einer Jubilarin sein Wort gibt, alles für sie zu tun, kommt nicht häufig vor. Bei Inge Pannrucker war es so.

Zum 80. Geburtstag gab es einen großen Bahnhof. Die ehemalige Grundschullehrerin sowie Stadt- und Kreisrätin hat einen dermaßen guten Ruf, dass sich sogar der Bürgermeister bei seiner Gratulation zu öffentlichen Versprechen bekennt. Franz Stahl lachte bei der Geburtstagsfeier herzlich über Inge Pannruckers immer noch sehr großes, lebhaftes Temperament, geht es ums Mitmischen in Stadtangelegenheiten. Stahl meinte von Herzen zur Jubilarin: "Liebe Inge, ich höre immer auf dich. Was du sagst, das tue ich."

Seine Aussage kam nicht von ungefähr. Stahl kennt Inge Pannrucker seit Jahrzehnten als eine Tirschenreutherin, die das Herz auf dem rechten Fleck hat und immer offen sagt, was sie denkt. Am Samstag war Inge Pannrucker ein wenig müde. Die Jubilarin hatte mit ihren beiden Kindern und den Enkeln in den Geburtstag hineingefeiert. Im OWV-Heim warteten am eigentlichen Geburtstag dann gut 60 Gäste auf ein von ihr spendiertes Weißwurstfrühstück. Das Händeschütteln nahm fast kein Ende. Kein Wunder: Ganz Tirschenreuth kennt Inge Pannrucker. Sie war 42 Jahre lang Grundschullehrerin. Einer ihrer ehemaligen Schüler, Alfred Scheidler, gratulierte als stellvertretender Landrat. Als Mitglied in 16 Vereinen hat die heute 80-Jährige das gesellschaftliche Leben in der Kreisstadt mit beeinflusst. Im Kinderschutzbund ist sie Vorsitzende, im Kreisverband der Europa-Union gehört sie als Zweite Vorsitzende dem Vorstand an. Auf die Frage nach ihren wichtigsten Lebensstationen nennt Inge Pannrucker ihre Kinder und ihren Lehrerberuf. Für ihre Tätigkeit als Vorsitzende vom Kinderschutzbund wünscht sie sich, "dass es weniger Kinder zu schützen gibt". Zwar war und ist Inge Pannrucker ein durch und durch kritischer Mensch. Jedoch wolle sie nicht nur über ihre Kritik definiert werden, sagt sie. "Ich wollte damit immer nur etwas bewirken." Inge Pannrucker erinnert sich an die kleinen Dinge, die sie auf die Wege gebracht hat wie das Abschaffen der Bademützenpflicht im Freibad, die Gründung des Wochen- und Weihnachtsmarktes und das Ferienprogramm. Dass ihr Engagement über Jahrzehnte hinweg Früchte trug für die Stadt, weiß Bürgermeister Franz Stahl. Er hat neben Inge Pannrucker ab 1984 im Stadtrat gesessen. "Ich habe damals schon gedacht, dass ist eine Rakete", sagte Stahl lachend. "Ich habe viel von ihr im Stadtrat gelernt." Stahl nannte einige Tugenden der Jubilarin, wie Hartnäckigkeit, Ausdauer, Fairness und Ehrlichkeit. "Wir konnten uns bei allen Uneinigkeiten dennoch immer in die Augen schauen", so Stahl. "Ich kann ohne Übertreibung sagen, hier steht die Frau, die das Ehrenamt ein Leben lang gelebt hat", lobte er Inge Pannrucker.

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Tirschenreuth

Geschenke überreichten neben Stahl und Scheidler unter anderem auch Peter Gold für die Europa-Union und Pfarrer Georg Flierl für die katholische Pfarrgemeinde. Vom Kinderschutzbund gratulierten mit einem ganz persönlichen Gedicht eine Abordnung mit den beiden Zweiten Vorsitzenden Monika Schmiedel und Gabriele Kohl.

Inge Pannrucker erzählte übrigens auch, dass sie gern reise. In Norwegen hat sie sich jüngst die Nordlichter angeschaut. Ihr nächstes Ziel: Der Indian Summer in Kanada.

Inge Pannrucker Zweite von rechts) hatte viele Gäste. Darunter gratulierten aus Politik,Kirche und Vereiinswesen Sadtpfarrer Georg Flierl, vom Kinderschutzbund Gabriele Kohl und Monika Schmiedel, Alfred Scheidler, Peter Gold und Franz Stahl (v. li.)
Stadtpfarrer Georg Flierl wünschte der Jubilarin weiterhin viele schöne und gesunde Jahre.
Die Kolleginnen vom Kinderschutzbund gratulierten ihrer Vorsitzenden mit einem sehr persönlichen, liebevoll ausgeschmücktem Gedicht.
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