16.12.2018 - 11:28 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Jahr des Umbruchs von "Elisabethen" gut gemeistert

Der Elisabethenverein zieht in der Weihnachtsfeier Bilanz. Dabei wird deutlich, dass ein ereignisreiches Jahr mit Bravour gemeistert worden ist.

Die Ehrungen langjähriger Beschäftigter sind alljährlich der Höhepunkt bei der Weihnachtsfeier des Elisabethenvereins. (Von links nach rechts) Stadtpfarrer Georg Flierl, Gabriele Zölch, Andrea Kruppa, Pflegedienstleiterin Cordula Köhler, Petra Hegen, Gabriele Zeller und Geschäftsführer Rainer Schmid.
von Autor HEBProfil

Auf ein ereignisreiches und sehr erfolgreiches Jahr blickte Geschäftsführer Rainer Schmid bei der Weihnachtsfeier des Elisabethenvereins (EV) zurück. Höhepunkt der Feier war traditionell die Ehrung langjähriger Beschäftigter.

Die wirtschaftliche Situation kann sich sehen lassen. Derzeit zählt der Elisabethenverein 55 Mitarbeiter, umgerechnet ergeben sich damit 36 Vollzeitstellen. Die stadtbekannten "grünen Flitzer" der "Elisabethen" sind mittlerweile alle mit Standheizung ausgerüstet. Darauf legt Rainer Schmid großen Wert. Und künftig werden auch Klimaanlagen berücksichtigt - der letzte Sommer lehrte dies. 2018 wurden sieben Autos erneuert. Für 2019 sind vier neue Fahrzeuge eingeplant. Und die Erneuerung braucht es auch, denn mit der jährlichen Fahrtstrecke von etwa 260 000 Kilometern ergibt sich eine sechseinhalbfache Erdumrundung.

Schmid nahm auch Bezug auf die öffentliche Diskussion um den Pflegebereich. Es seien sich alle einig, dass der Bereich "Pflege" gestärkt werden müsse. 13 000 neue Stellen sollten geschaffen werden. "Doch woher sollen die Pflegekräfte kommen und wie soll das finanziert werden?", fragte Schmid. Pflegeberufe müssten besser gewürdigt werden, betonte der Geschäftsführer. "Was ihr alle täglich leistet, ist aller Ehren wert." Er dankte den Mitarbeitern für ihren selbstlosen Einsatz. Selbst bei widrigem Wetter, wie zuletzt Blitzeis, seien sie pünktlich am Einsatzort.

Seinen Dank richtete er auch an die neue Pflegedienstleiterin Cordula Köhler, die ab Februar von ihrer Vorgängerin Schwester Simona eingearbeitet worden war und ab Juli eigenverantwortlich arbeitete. Cordula Köhler sei schon sehr gefordert worden. Und sie habe die Arbeit sehr gut gemeistert, lobte er. Und dann gebe es auch noch die vielen Ehrenamtlichen. Teils seit vielen Jahren würden sie unentgeltlich ihre Arbeit gewissenhaft erledigen.

Auch Stadtpfarrer Georg Flierl dankte allen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im Dienst für kranke Menschen. Rückblickend erinnerte er an die Mallersdorfer Schwestern, die Ende Juni die Stadt verlassen mussten. Der Elisabethenverein habe ein Jahr des Umbruchs erlebt und einige Veränderungen meistern müssen. Jeder habe sein Scherflein dazu beigetragen. Stadtpfarrer Flierl wusste um die Widrigkeiten, mit denen sich die Belegschaft teils auseinandersetzen musste und mahnte deshalb eindringlich, auch auf die eigene Gesundheit zu achten. Auch wenn die Einsatzbereitschaft noch so groß sei, dürfe nicht Raubbau an der eigenen Gesundheit betrieben werden.

Die Arbeit der Pflegekräfte könne nicht hoch genug geschätzt werden. Deshalb müsse auch eine vernünftige Bezahlung erfolgen. Schließlich brauche jeder Sicherheit für seine Lebensplanung.

Für zehn Jahre als ehrenamtlicher Essensausfahrer wurde Holger Franz geehrt. Bereits 15 Jahre ist Gabriele Zeller beim EV beschäftigt. Auf 20 Jahre bringt es Karin Mark. Und für stolze 25 Jahre wurden Petra Hegen, Andrea Kruppa und Gabriele Zölch geehrt.

Mit einer weiteren, ganz besonderen Ehrung wurden der frühere Geschäftsführer Günther Franz und seine Ehefrau Edith bedacht. Fast 20 Jahre arbeitete Günther Franz ehrenamtlich als Geschäftsführer. "Das wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung und Rücksichtnahme seiner Frau Edith", wie sein Nachfolger Rainer Schmid ausdrücklich feststellte. Günther Franz habe aufregende Jahre beim Elisabethenverein erlebt und alles neben seinem Beruf und seinen politischen Tätigkeiten etwa als Stadtrat oder dritter Bürgermeister. Er habe hervorragende Arbeit geleistet und keine "Baustellen" hinterlassen. Durch diese gute Vorarbeit habe er selber den bestmöglichen Start gehabt und reibungslos weiterarbeiten können.

Für fast 20 Jahre ehrenamtliche Geschäftsführung zeichneten Geschäftsführer Rainer Schmid (rechts) und Stadtpfarrer Georg Flierl (links) Günther Franz und Ehegattin Edith aus.

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