10.03.2020 - 14:38 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Jesu Botschaft mit Kunst sichtbar machen

Bei einer stilvollen Vernissage präsentierte Künstler Tom Brankovic seinen neuen Zyklus "Jesu Botschaft". Die Werke seien eine großartige Hilfe, mit Gott in Beziehung zu treten, erklärte Pfarrer Georg Flierl in seiner Laudatio.

Künstler Tom Brankovic zeigt mit seinen zehn großflächigen Gemälden, welch große Rolle die Malerei auch in Glaubensfragen einnimmt.
von Ulla Britta BaumerProfil

Viele Ikonen, Zyklen und Einzelmotive aus dem christlichen Glauben und der Bibel sind im Leben des 72-jährigen Ikonenmalers Tom Brankovic bereits entstanden. Nun arbeitete der Künstler aus Schönkirch wieder an einem neuen Zyklus mit Titel "Jesu Botschaft". Zehn großflächige Gemälde zeigen die letzten 40 Tage des Gottessohnes auf Erden von der Auferstehung bis zur Himmelfahrt. Die Bilder zeigen, welch große Rolle die Kunst auch in Glaubensfragen spielt. Berührende Motive, fein gezeichnete Figuren, schöne Details und strahlende Farben geben dem Betrachter einen zugänglichen Weg zur Geschichte des Glaubens.

Monumentale Glaubenswerke

Am Freitag präsentierte Brankovic nach einem intensiven Arbeitsjahr erstmals diese Werke in der Volks- und Raiffeisenbank. Filialleiter Helmut Wolfrum begrüßte zur Vernissage zahlreiche Gäste aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft und Kunst.

Stadtpfarrer Georg Flierl ließ es sich nicht nehmen, zu den monumentalen Glaubenswerken eine ausführliche Laudatio zu sprechen. Über mehrere Seiten reichte Flierls Besprechung der Bilder, "die uns mit ganz zentralen Inhalten unseres christlichen Glaubens in Berührung bringen". "Die künstlerischen Mittel sind eine unersetzbare Hilfe für die Vertiefung des Glaubens", so der Pfarrer.

Dies gelinge Brankovic in ganz großartiger Weise. Der Künstler biete mit seinen Bildern eine Hilfe, mit Gott in Beziehung zu treten. Zu den ersten beiden Darstellungen betonte Flierl, dass sich Jesus nach seiner Auferstehung als erstes bei einer Frau - Maria von Magdala - gezeigt habe. Das Pfingstereignis im siebten Bild sei die Voraussetzung dafür, dass die junge Kirche überhaupt Mut gefunden habe, vor die Menschen zu treten. Flierl dankte dem Künstler von Herzen für seinen Dienst am Glauben, denn diese Bilder ermöglichten einen Blick auf Gottes heilbringendes Tun. Petra Schicker, Vorsitzende des Kunstverein Tirschenreuth, stellte Brankovic als Mitglied und Künstler vor, der bereits in jungen Jahren in seiner Heimat Serbien ausgestellt habe. Autodidaktisch habe er seinen Stil verfeinert und die Ikonenmalerei entdeckt. "Brankovic malt mit seinem unstillbaren Drang zur Perfektion immer meisterlicher", sagte Schicker.

"Jesu Himmelfahrt" ist nur eines der zehn Gemälde.

Sprachrohr der Seele

Er sehe in seinem Talent einen Auftrag seines Glaubens und wolle der menschlichen Seele ein Sprachrohr geben. Bürgermeister Stahl dankte Brankovic für diese Präsentation des Glaubens, die auf Ostern und die Neue Tirschenreuther Passion hinführe. Sichtlich berührt vom Lob der Laudatoren erzählte Brankovic, dass er sich lange Gedanken zu den 40 Tagen von der Auferstehung bis zur Himmelfahrt gemacht habe, weil dies der Kern des Glaubens sei. "Ich hoffe, die Bilder berühren eure Seele und geben Kraft im Glauben", sagte er. Mit stilvoller Musik begleiteten Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter und Musiklehrerin Stefanie Heinrich die Vernissage. Die Ausstellung kann bis Ende April zu den Öffnungszeiten der Raiffeisenbank besichtigt werden.

Bürgermeister Franz Stahl, KVT-Vorsitzende Petra Schicker, Stadtpfarrer Georg Flierl, Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter, Musiklehrerin Stefanie Heinrich und Volksbank-Filialleiter Helmut Wolfrum (von links) feierten gemeinsam mit Tom Brankovic (Mitte) die Präsentation seines neuen Zylkus "Jesu Botschaft".
Nach dem offiziellen Teil blieben die Gäste noch lange mit Künstler Tom Brankovic (Mitte) über Kunst und Glaube im Gespräch .
Musiklehrerin Stefanie Heinrich und Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter gestalteten den musikalsichen Rahmen.
Aufmerksam hörten die Gäste und Künstler Tom Brankovic (Zweiter von rechts) den Laudatoren zu.
Die Gäste ließen sich viel Zeit beim Betrachten der Bilder.

 

 

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