11.08.2021 - 11:03 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Jugendrat Tirschenreuth mit Jugendkulturförderpreis ausgezeichnet

Da freuten sich die Nominierten und der Bürgermeister gleichermaßen, als Bezirkstagspräsident Franz Löffler dem Jugendrat Tirschenreuth den Jugendkulturförderpreis des Bezirks überreichte.

von Ulla Britta BaumerProfil

Bezirkstagspräsident Franz Löffler fährt gern mit dem Jugend-Mobil durch die Oberpfalz. Denn immer, wenn er an einem Ort ankommt, hat das einen besonders angenehmen Termin. Dabei ist das Jugend-Mobil aus der Not heraus entstanden, um in Coronazeiten bei Kontaktvermeidung dennoch viele Jugendliche erreichen zu können. "Ich denke, das behalten wir bei. Auch, wenn es keine Coronaregeln mehr gibt", sinnierte Löffler beim "Spielfeld der Begegnung" über eine dauerhafte Einrichtung des Jugend-Mobils nach.

Preis für Bereich "Soziokultur"

Diesmal war das Ziel des Bezirkschefs der Jugendrat Tirschenreuth. An seinem Zielort ging es hoch her. Im „Spielfeld der Begegnung“ tobten einige Jungs beim Fußball. Vor dem Gelände saßen jede Menge Ehrengäste aufgereiht in vorbereiteten Stuhlreihen. Der Schauplatz der Feierlichkeiten war nicht willkürlich ausgewählt worden. An diesem Spätnachmittag sollte der Jugendrat mit dem Jugendkulturförderpreis des Bezirks Oberpfalz ausgezeichnet werden. Einer der Gründe: Der Jugendrat hat den Bau des besagten Spielfelds in die Wege geleitet. 22 Bewerber, erklärte Bezirkstagspräsident Löffler, habe es für den Preis gegeben, drei seien nominiert worden. Einer ging an die Berufschule Schwandorf für die Integration von Flüchtlingen, der nächste an den Kunstbetrieb Cham und den dritten erhielt der Jugendrat für die Rubrik „Soziokultur“. Bürgermeister Franz Stahl strahlte spätestens jetzt mindestens so freudig wie die Jugendlichen. Auf seine Initiative hin, sagte er in einer kleinen Festtagsrede, sei der Jugendrat gegründet worden. „Die Aufgabe lautete, alle Bürger einzubinden.Wir wollten den Jugendlichen ein echtes Forum zum Mitreden bieten.“ Zum „Spielfeld der Begegnung“ meinte Stahl, die Stadt habe sich das Projekt des Jugendrats mit 150 000 Euro etwas kosten lassen.

Jugendrat mit 20 Mitgliedern

Jugendrat-Präsidentin und Sprecherin Lena Mayerhöfer berichtete gemeinsam mit Lea Klarner und Lukas Üblacker über die Projekte, die der Jugendrat bisher durchgeführt hat. Das geht vom Spielfeld bis hin zu Online-Aktionen während des Lockdowns sowie zur Teilnahme am Kinderferienprogramm. Dem Jugendrat, erfuhren die zahlreichen Ehrengäste, gehörten 20 junge Leute im Alter von 14 bis 27 Jahren an. Bezirkstagspräsident Franz Löffler konnte die jungen Leute nur in höchsten Tönen dafür loben. Zumal das Tirschenreuther Forum für Jugendpolitik acht Jahre durchgehalten habe. Das sei nicht in allen Kommunen der Fall, erzählte er. Oftmals sei der Wille da. Aber dann sei nach zwei, drei Jahren wieder Schluss. In Tirschenreuth sei das wohl auch dem Einsatz der Stadt für diesen Jugendrat zu verdanken. Jugend mache nicht allein eine gute Note in der Schule aus. "Dazu gehört auch das, was junge Leute nach der Schule machen. Engagements wie hier im Jugendrat prägen Menschen ein Leben lang."

Natürlich könne der Bürgermeister nicht alle Wünsche der Jugendlichen umsetzen. Aber darum gehe es nicht. Es gehe darum, die Jugend ernst zu nehmen, sie einzubeziehen ins Stadtgeschehen, mit Jugendlichen zu diskutieren und sich mit ihren Vorschlägen auseinanderzusetzen. Vieles werde für die ältere Generation getan. "Aber es heißt doch, wenn man das eine tut, muss man das andere deshalb nicht lassen", so der Bezirkstagspräsident.

Urkunde und Geldpreis

Für Löffler ist Tirschenreuth Beispiel genug, dass sich Jugend sehr wohl für Politik interessiert. Deshalb zog der Bezirkstagspräsident auch den Hut vor diesen Jugendlichen, die vor ihm standen. "Respekt", sagte er zu Lena, Lea und Lukas, die als Vertreter des gesamten Rates glücklich die Urkunde und den Geldpreis entgegennahmen.

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Tirschenreuth

„Ich denke, das behalten wir bei. Auch, wenn es keine Coronaregeln mehr gibt.“

Bezirkstagspräsident Franz Löffler zur Einrichtung des Jugend-Mobils

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