Tirschenreuth
04.03.2024 - 12:15 Uhr

Karl-Heinz Melzer übergibt nach zwölf Jahren das Forstrevier Tirschenreuth

Der Tirschenreuther Forstrevierleiter Karl-Heinz Melzer geht in den Ruhestand. Mit Freude denkt er an schöne Ereignisse und motivierte Waldbesitzer. Von denen hat seine vorübergehende Nachfolgerin Verena Kosel schon einige kennengelernt.

Fast zwölf Jahre war er in Tirschenreuth Frostrevierleiter. Nun übergibt Karl-Heinz Melzer sein Gebiet in vier neue Hände. Er selbst freut sich laut einer Pressemitteilung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nach insgesamt 46 Dienstjahren auf den Ruhestand.

Doch warum vier Hände? Offizielle Revierleiterin ist seit 1. März Johanna Hauke. "Bis ich aus der Elternzeit zurück bin, wird mich meine Kollegin Verena Kosel im Revier vertreten", erklärt die junge Försterin über das Telefon.

Sprachbarrieren überwunden

Das Forstrevier Tirschenreuth bilden die sechs Gemeindegebiete von Konnersreuth, Waldsassen, Mitterteich, Leonberg, Tirschenreuth und Bad Neualbenreuth und ist somit das Größte im ganzen Landkreis. Karl-Heinz Melzer selbst hat es im August 2012 übernommen. "In Erinnerung sind mir vor allem die Landesgartenschau, zahlreiche Waldumbauanpflanzungen oder die Ämterzusammenlegung geblieben. Ab 2012 auch die intensive Betreuung der tschechischen Forstkollegen des 660 Hektar großen Egerer Stadtwaldes, der im Neualbenreuther Gemeindegebiet liegt. Mit sprachlichen Barrieren und den Vorgaben des Bayerischen Waldgesetzes war das eine interessante Zeit", erinnert sich Melzer lachend an diese Erfahrungen.

Nach der Schulzeit war Melzer 15 Jahre bei der Bundeswehr. Danach studierte er Forstwirtschaft in Weihenstephan mit Anwärterzeit, gefolgt von knapp sechs Jahren beim Forstamt Waldsassen. Letzte Station vor Tirschenreuth war in Floß (Landkreis Neustadt/WN), wo er sieben Jahre als Revierleiter tätig war.

"Besonders gerne mag ich am Tirschenreuther Revier die schönen Gebiete, wie das Teichgebiet mit der Himmelsleiter, das Kurgebiet des Sibyllenbades oder auch den Raum um die Kappel bei Waldsassen", überblickt Karl-Heinz Melzer seinen Arbeitsplatz der vergangenen Jahre. Auch die "motivierten und kooperativen Waldbesitzer" haben die Zusammenarbeit "sehr partnerschaftlich" geprägt.

Zunächst Vegetationsgutachten

Bereichsleiter Christoph Hübner bedankte sich für die gemeinsamen Jahre und übergab am Melzer feierlich die offizielle Urkunde für den Entlass in den Ruhestand. Verena Kosel, die das Revier zwischenzeitlich betreut, hat bereits an den ersten Versammlungen teilgenommen, um den Kontakt mit den Waldbesitzern beizubehalten. "Es ändert sich nicht viel. Selbst die Telefonnummer (09631/7988-3013) bleibt gleich", erläutert sie. "Ich werde die nächsten eineinhalb Monate erst einmal mit dem Vegetationsgutachten verbringen und anschließend die Themen 'Waldumbau' und 'Borkenkäfer' in Angriff nehmen", zählt sie die nächsten Schritte auf.

Hintergrund:

Ereignisse in Karl-Heinz Melzers Tirschenreuther Zeit

  • 2012 intensive Beratung der tschechischen Forstkollegen bei deren Übernahme des Egerer Stadtwaldes
  • 2013 örtlicher Projektleiter des Forststandes auf der Landesgartenschau in Tirschenreuth
  • Ab 2013 Planung, Unterstützung und Förderung von über 500 Pflanzflächen im Privatwald im Rahmen des Waldumbauprogrammes
  • Ab 2019 starke Borkenkäferjahre und hohe Sommertrockenheit
  • 2021 Reform der Ämterzusammenlegung Tirschenreuth und Weiden
 
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