15.11.2019 - 15:01 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kewog-Neubau als Nullenergiehaus

Auf der Suche nach einem neuen Domizil ist die Kewog wieder zu den ursprünglichen plänen zurückgekehrt: Auf dem Gelände der ehemaligen SMCS-Porzellanfabrik an der Falkenberger Straße soll ein Neubau entstehen.

Schon im Dezember kommenden Jahres will die Kewog in ihr neues Bürogebäude an der Falkenberger Straße einziehen. Der Bauantrag wurde am Donnerstag vom Ausschauss genehemigt.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Das Vorhaben hätte durchaus für Diskussion gesorgt, erinnerte Bürgermeister Franz bei der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Umweltwesen, Stadtentwicklung und Stadtplanung am Donnerstag. Umso mehr freute es den Bürgermeister, dass die Kewog jetzt doch den Neubau auf dem Gelände an der Falkenberger Straße angeht.

In dem Bauantrag wird ein "Business-Gebäude" beschrieben, mit Erd- und Obergeschoss. Das Bürogebäude weist laut den Plänen eine Größe von 33 mal 16 Metern auf. An Bürofläche ergeben sich rund 690 Quadratmeter für 45 Mitarbeiter. Neben dem Baukörper an der Westseite des Areals sollen Stellplätze sowie mehrere Garagen entstehen. Insgesamt kalkuliert die Kewog mit Kosten von 2,7 Millionen Euro. Vorgesehen ist eine Holzkernbauweise mit ökologischer Dämmung. Damit soll der Bau ein Nullenergiehaus werden. Baubeginn: Sobald wie möglich. Als Umzugstermin nennt Kewog-Chef Bernd Büsching Dezember 2020.

Franz Stahl stellte bei der Sitzung heraus, dass auch eine ansprechende Eingrünung vorgesehen sei. So solle zur Straße hin sogar eine Baumallee entstehen. Auf Nachfrage von Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) erläuterte Stahl, dass entlang des Areals auch ein Gehsteig vorgesehen ist. Die Ausführung des Vorhaben entspreche den Vorgaben des Bebauungsplanes, so Stahl. "Das wird so, wie wir es uns gewünscht haben!"

Schöne Einfahrtsituation

Dabei freut sich der Bürgermeister nicht nur aus städtebaulicher Sicht über die Pläne. Mit dem Vorhaben seien auch die Sicherung des Standortes sowie der Arbeitsplätze verbunden. Und auf Nachfragen zu "finanziellen Punkten" wusste Stahl: "Die Situation ist geklärt!" "Schön, dass sich alles zum Guten gewendet hat", kommentierte Peter Gold (CSU) den Bauantrag. Bei der Ausführung erwartete Gold eine "schöne Einfahrtsituation" zur Stadt.

Areal komplett genutzt

Mit dem Vorhaben der Kewog wird das rund 5500 Quadratmeter große Areal an der Falkenberger Straße komplett genutzt sein. Neben dem Verwaltungsgebäude des Wohnungsbauunternehmens läuft bereits der Bau eines Gewerbebetriebs. Auf 100 Quadratmetern, die im Besitz der Stadt verbleiben, werden noch Parkplätze entstehen, die auch für die Benutzer des Vizinalbahnradweges vorgesehen sind.

In der Diskussion wurde das noch unbebaute Stück neben dem Amt für ländliche Entwicklung angesprochen. Hier sollte eigentlich der "Verband für ländliche Entwicklung" bauen, doch bislang gebe es keine konkreten Absichten, informierte Stahl. Hans Zölch (Freie Wähler) fragte an, ob die Stadt das Gelände zurückkaufen könnte. Dies lasse sich leider nicht umsetzen, bedauerte der Bürgermeister, denn es gebe viele Anfragen. "Ich habe daraus gelernt", sprach sich Gold dafür aus, Verkäufe dieser Art künftig mit einem Bauzwang zu belegen. Stahl teilte diese Ansicht und wollte künftig weniger Vertrauen in Zusagen solcher Einrichtungen legen. Mit Blick auf die Nutzung des gesamten Geländes entlang der Bahnhofstraße und Falkenberger Straße musste Stahl bei der Fläche im Besitz der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eine Einschränkung vornehmen. Das Gelände sei "nicht sehr attraktiv gestaltet", kritisierte der Bürgermeister. Es sei eines solchen Unternehmens nicht würdig.

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