04.12.2018 - 13:43 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kinderaugen im Landkreis zum Leuchten bringen

Der Kinderschutzbund spielt Christkind. Mit Wunschsternen will er mit Hilfe von Partnern in bedürftigen Familien für glänzende Kinderaugen sorgen.

Von links: Manfred Steckermeier, Tilo Scharnagl, Matthias Rath, Berthold Bauer, Toni Dutz (Bürgermeister Wiesau), Franz Stahl (Bürgermeister Tirschenreuth), Inge Pannrucker (Vorsitzende des Kinderschutzbund Tirschenreuth), Lothar Müller (Bürgermeister Plößberg), Karlheinz Hoyer (2. Bürgermeister Waldsassen), Roland Grillmeier (Bürgermeister Mitterteich), Gabriele Kohl (2. Vorsitzende Kinderschutzbund Tirschenreuth), Anton Singer, Marianne Scheffler, Helmut Wolfrum (Zweigstellenleiter Volksbank- Raiffeisenbank Tirschenreuth)
von Redaktion ONETZProfil

Es gibt nach Auskunft der Organisatoren in der Region etliche bedürftige Familien, die ihren Kindern kein Geschenk kaufen können. Für diese Familien gibt es im Landkreis seit zwölf Jahren die Aktion "Wunschsterne".

Die Auftaktveranstaltung dazu fand in der Tirschenreuther Filiale der Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz statt. Zu Gast waren verschiedene Bürgermeister aus dem Stiftland als Schirmherren, Mitarbeiter der Bank und Mitglieder des Kinderschutzbundes Tirschenreuth. Nach der Begrüßung durch Filialleiter Helmut Wolfrum würdigte Bürgermeister Franz Stahl die Aktion als schöne Tradition und wichtige Einrichtung.

Ins Leben gerufen hat sie die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Tirschenreuth, Inge Pannrucker. "Bei mir standen schon immer schwache Menschen im Mittelpunkt, und durch meine frühere Arbeit als Lehrerin habe ich gemerkt, dass in finanzschwachen Familien an Weihnachten Hilfe benötigt wird", sagt die Vorsitzende. Sie ist es seitdem auch, die immer wieder auf Organisationen und Menschen zugeht und sie für ihre "Wunschsterne"-Aktion begeistert.

Zu Beginn suchte sie sich Unterstützung bei den Kreditinstituten im Stiftland. Bei Helmut Wolfrum, Zweigstellenleiter der Volksbank-Raiffeisenbank in Tirschenreuth, stieß sie auf offene Ohren. Auch die Sparkasse war schnell für die Initiative zu gewinnen. Des Weiteren beteiligen sich karitative Organisationen, wie die Lebenshilfe, die Caritas, Jugendämter, die Schwangerenberatung, der Spielkreis Asyl und die Tafel. Es gibt eine Wunschsterne-Aktion im Stiftland und in der Erbendorfer Umgebung, wo sich hauptsächlich die Caritas zusammen mit den Geldinstituten engagiert. Im Stiftland findet die Aktion in den Städten Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen, Wiesau, Bärnau, Plößberg und Falkenberg statt. Die Bürgermeister der jeweiligen Orte unterstützen als Schirmherren die Initiative.

Bei der Aktion verteilen die karitativen Organisationen gelbe Papier-

sterne an die Kinder von bedürftigen Familien. Diese schreiben darauf Namen, Wohnort und einen Wunsch. Anschließend werden die sternförmigen Wunschzettel in den Banken an einem Weihnachtsbaum gehängt und können von Spendern abgeholt und erfüllt werden. Bis zum 13. Dezember müssen die Geschenke weihnachtlich verpackt in den Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken sein, damit die Initiatoren die Geschenke rechtzeitig bis Weihnachten zu den bedürftigen Familien bringen können. Insgesamt sollen in diesem Jahr so 180 Wünsche erfüllt werden.

Auf den Sternen stehen Buchtitel (darunter auch ein Schülerduden), technische Geschenke, Spielsachen und Anziehsachen. Ein Mädchen wünscht sich zum Beispiel ein Kleid. Inge Pannrucker ist auch für Geldspenden dankbar. "Damit werden dann eventuell übrig gebliebene Wünsche erfüllt", kündigt die Vorsitzende des Kinderschutzbundes an.

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