01.08.2021 - 10:43 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Krankenhaus Tirschenreuth: Einblick in die neuen OP-Säle

Seit einigen Wochen operieren die Ärzte in den neuen OP-Sälen am Krankenhaus Tirschenreuth. Die Ärzte erläutern, was dort alles möglich ist.

von Externer BeitragProfil

Vor einigen Wochen sind die neuen OP-Säle im Krankenhaus Tirschenreuth in Betrieb genommen worden. Dies teilte die Kliniken AG nun mit. Seit Herbst 2019 wurden die vier OP-Säle komplett neu gestaltet und mit modernster Technik ausgestattet. Die Arbeiten erfolgten im laufenden Betrieb, was nach Angaben von Pressesprecher Michael Reindl eine entsprechend aufwendige Planung nötig machte.

Dies sei eine Herausforderung für die Operateure gewesen, die sie aber dennoch bestens gemeistert hätten. Im Mittelpunkt habe die Sicherheit und bestmögliche Versorgung der Patienten gestanden. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten aber noch nicht, denn derzeit wird der Aufwachraum noch vollständig modernisiert. Ist das erfolgt, können alle Patienten nach ihrer Operation in einem zentralen Bereich überwacht werden. Neu ist auch der OP-Saal direkt neben dem Kreißsaal. Durch diese direkte Anbindung ist jetzt eine noch schnellere Durchführung einer Sectio (Kaiserschnitt) möglich.

Kreißsaal direkt angebunden

Bei einer Führung stellten die Chefärzte kürzlich einigen niedergelassenen Ärzten sowie den Bürgermeistern Franz Stahl (Tirschenreuth) und Roman Schäffler (Kemnath) die Räumlichkeiten und die Funktionen vor. Mit Ober- und Fachärzten und dem OP- und Anästhesiepflege-Team erläuterten sie verschiedene Techniken und Eingriffe. Professor Karl-Heinz Dietl, Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie, erklärte laut Mitteilung die Abläufe bei laparoskopischen Eingriffen und überließ den Gästen auch selbst einmal die Mikroskope und Greifarme.

Dr. Michael Rüth stellte die Abläufe bei der Geburtshilfe dar und betonte die Wichtigkeit der direkten Anbindung des Kreißsaals an den neuen OP-Saal. Mit „Endoprothetik zum Anfassen“ informierte Dr. Thomas Neubauer-Gartzke, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, die Besucher. Er erklärte dabei die Eingriffe an Knie- und Hüftgelenken, die vor Ort durchgeführt werden können und hatte hierfür verschiedene Prothesen in unterschiedlichen Größen vorbereitet.

Bürgermeister Franz Stahl verwies dabei auf seine eigenen Erfahrungen am Krankenhaus Tirschenreuth. „Ich bin hier bereits zwei Mal operiert worden. Es ist schon sehr beeindruckend, was hier möglich ist und geschaffen wird. Aber nicht nur die technischen Möglichkeiten, auch die Leistungen und das Engagement des Personals ist herausragend“, wird der Rathauschef zitiert.

Tag der offenen Tür geplant

Ermöglicht würden diese Eingriffe aber erst durch das Team der Anästhesie, erläuterte Professor Edgar Pscheidl, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin. Er zeigte verschiedene Techniken der Beatmung und stellte die Abläufe einer Anästhesie im Detail vor. „Hier wird hochleistungsfähige Medizin geleistet", so Schäffler.

Ein positives Fazit zog auch Dr. Peter Deinlein, niedergelassener Arzt in Kemnath und zudem stellvertretender Bezirksvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbands und ärztlicher Koordinator der KVB: „Die Qualität der OP-Säle ist sehr beeindruckend. Daher war es eine gelungene Veranstaltung.“ Sobald nach der Corona-Pandemie wieder größere Veranstaltungen zugelassen sind, sollen die neuen Räume auch der Bevölkerung vorgestellt werden. Insgesamt hat sich die Klinken Nordoberpfalz AG die neue Notaufnahme, sowie die Endoskopie- und OP-Abteilung rund 25 Millionen Euro kosten lassen.

Etwa 25 Millionen Euro hat sich die Kliniken AG die neue Notaufnahme, Endoskopie- und OP-Abteilung kosten lassen

Tirschenreuth

„Ich bin hier bereits zwei Mal operiert worden. Es ist schon sehr beeindruckend, was hier möglich ist und geschaffen wird."

Bürgermeister Franz Stahl

 

 

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