31.03.2021 - 17:42 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kreis Tirschenreuth: Corona-Lage weiterhin nicht unterschätzen

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Der Mutationsanteil bei den Coronafällen im Landkreis Tirschenreuth liegt mittlerweile bei über 80 Prozent. Aus diesem Grund mahnt das Gesundheitsamt auch weiterhin zur Vorsicht.

Das Landratsamt Tirschenreuth veröffentlicht wöchentlich aufsummierte Zahlen der Corona-Infektionen pro Gemeinde. Nicht in dieser Grafik angezeigt wird ein tschechischer Fall, der noch zu Beginn der Krise bei den Gesamtzahlen erfasst wurde.
von Martin Maier Kontakt Profil

Weiterhin keine Entwarnung gibt das Gesundheitsamt mit Blick auf die Pandemie-Entwicklung im Landkreis Tirschenreuth. „Die aktuelle Corona-Lage ist weiterhin ernst“, schreibt das Gesundheitsamt auf Anfrage. Als Grund wird die Virusmutation genannt. Deren Anteil bei den Coronafällen liegt mittlerweile bei 83 Prozent. Daher sei weiterhin Vorsicht geboten, obwohl sich die 7-Tage-Inzidenz seit Anfang/Mitte Februar mehr als halbiert hat. Auf diesen positiven Trend hat auch schon mehrfach Ministerpräsident Markus Söder aufmerksam gemacht.

Die Inzidenz für den Landkreis Tirschenreuth gab das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit 156 an. Das Landratsamt meldete 23 Neuinfizierte. Davon befanden sich fünf bereits in Quarantäne. Außerdem war ein weiterer Todesfall zu beklagen. Dabei handelte es sich um eine Person (Anfang 80) mit Vorerkrankungen. Die Zahl der Corona-Toten steigt damit auf 247.

Keine Hotspots

Das Landratsamt veröffentlichte am Mittwoch zudem die Coronazahlen auf Gemeindeebene: In den vergangenen sechs Tagen wurden 97 Landkreisbürger positiv auf Corona getestet. Nur in vier der 26 Gemeinden gab es keine Fälle. Mit Blick auf die Einwohnerzahlen waren diesmal Neusorg (11), Kastl (5) und Bad Neualbenreuth (5) am stärksten betroffen. „Hotspots gibt es aber aktuell keine“, so Landratsamt-Pressesprecher Wolfgang Fenzl.

Genau im Blick sind auch weiter die tschechischen Grenzpendler: Vom 1. bis 30. März wurden in den Testzentren/Teststationen des Landkreises 14.681 Schnelltests bei ihnen durchgeführt, wovon 34 positiv waren. Auch hier sind die Zahlen rückläufig, denn in den vergangenen sieben Tage waren von den 3.058 Schnelltests bei Grenzpendlern nur noch vier positiv.

In den Testzentren und -stationen herrscht am Gründonnerstag normaler Betrieb. Am Karfreitag und am Ostersonntag sind alle Einrichtungen geschlossen. Am Karsamstag und am Ostermontag öffnen die beiden Testzentren in Tirschenreuth und Waldsassen von 13 bis 17 Uhr.

Insgesamt 15.151 Impfungen

Ab 12. April sollen acht Modellstädte im Freistaat nach Tübinger Vorbild 14 Tage lang vorsichtig Geschäfte und eventuell Gaststätten auf Probe hochfahren können. Der Landkreis Tirschenreuth hat dazu gemeinsame einen Antrag mit dem Landkreis Neustadt/WN und der Stadt Weiden gestellt. „Ob wir als Landkreis auch noch eine Chance haben, an dem Modellprojekt teilzunehmen zu können, wird derzeit noch geklärt“, antwortet Fenzl mit Blick auf den Schwerpunkt auf Städte.

In der Endabstimmung befinde sich der Landkreis bei den Gurgel-Pooltests für Schulklassen. „Ob wir sofort nach den Osterferien starten können und mit welchen Klassen, können wir aktuell aber noch nicht sagen“, sagt Fenzl.

Die neuen Altersbeschränkungen beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca haben noch keine Auswirkungen im Impfzentrum in Waldsassen, wie BRK-Pressesprecher Sven Lehner mitteilt. Umplanungen seien noch nicht nötig, da für die nächsten Tage nur Biontech verimpft werde. In der Einrichtung herrscht damit über Ostern Vollbetrieb. Die Änderungen, die Astrazeneca betreffen, „werden bei uns ab kommendem Mittwoch umgesetzt“, erklärt Lehner.

Bisher erhielten 10.998 Bürger die erste sowie 4.153 bereits ihre zweite Dosis. Der Bevölkerungsanteil mit Zweitimpfung liegt damit bei 5,77 Prozent. Bisher wurden im Landkreis folgende Impfstoffe verabreicht: Biontech (72 Prozent), Astraceneca (25) und Moderna (3).

Impfzentrum im Vollbetrieb

Waldsassen

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