04.04.2019 - 14:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Krippenfreunde besuchen Bischof

Ein Besuch bei Bischof Rudolf Voderholzer in Regensburg war bei den Krippenfreunden Tirschenreuth angesagt. Die Einladung dazu kam ganz spontan vom Bischof während der Eröffnung der vergangenen Krippenausstellung im Museumsquartier.

Eine Delegation der Krippenfreunde besuchte Bischof Rudolf Voderholzer. Er zeigte den Tirschenreuthern seine Krippensammlung.
von Autor FIWProfil

Voller Begeisterung über die Krippenausstellung im Museumsquartier bot Bischof Rudolf Voderholzer den Krippenfreudnen an, auch einmal seine bischöfliche Krippensammlung anzuschauen. Bald war vom Organisator Leonhard Kühn ein Termin festgelegt, und eine Delegation der Krippenfreunde fuhr nach Regensburg ins bischöfliche Ordinariat.

Rudolf Voderholzer ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe aus Tirschenreuth persönlich zu empfangen und durch seine Sammlung zu führen. Überrascht waren die Stiftländer allerdings über Anzahl und die Qualität der Exponate, die der Bischof aus aller Welt zusammengetragen hat. Es fehlt kaum ein namhafter Künstler in seiner Sammlung. Ein besonderer Hingucker ist die Krippe des Abensbergers Sebastian Osterrieder (1864-1932). Die Figuren aus französischem Hartguss wurden bemalt und mit Glutinleim (Hasenleim) getränkten Textilien drapiert. Ein ähnliches Verfahren, wie es von Angela Tripi aus Palermo angewandt wurde. Aber auch eine Tonkrippe aus Marktredwitz nennt der Bischof sein Eigen. Besonders gespannt war die Gruppe über die Darstellung der Passion des Pilsener Schnitzers Jaruslav Sekyra (1946-2018), die er noch kurz vor seinem Tod für den Bischof vollendete. Voderholzer gefiel die kleine Ausführung, die in Besitz von Leonhard Kühn ist, so gut, dass er sie von Sekyra nach schnitzen ließ. Allerdings sind diese Figuren 20 Zentimeter groß. Mit dem von einem Straubinger Künstler geschaffenen Krippenberg hat dieses Ensemble einen ganz besonderen Stellenwert in der bischöflichen Sammlung.

Über zwei Stunden nahm sich Bischof Voderholzer Zeit, seinen Gästen alle Exponate, die zurzeit noch in seinen Arbeitsräumen aufgestellt sind, zu zeigen und zu erklären. Geplant ist, sie künftig in Museumsräumen zu präsentieren. Am Schluss durfte natürlich das bischöfliche "Gloriawasser" nicht fehlen. Als kleines Geschenk für den Gastgeber hatten die Krippenfreunde eine besondere Ausführung ihres Vereinslogos dabei: Robert Schneider schnitzte extra zu diesem Anlass den Tirschenreuther Sterndeuter. An die Führung schloss sich ein gemeinsames Abendessen im "Hotel Bischofshof" an.

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