14.11.2019 - 15:41 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kunst, nicht nur zur Dekoration

Einfach "nur schön" bis "gerne auch kritisch" präsentieren sich die aktuellen Exponate des Kunstvereins. Zu sehen sind die Werke bei der Gemeinschaftsausstellung im MQ noch bis 24. November.

von Ulla Britta BaumerProfil

"Kunst ist nicht dazu da, ein lila Sofa zu dekorieren." Dieses Zitat stammt von dem renommierte tschechischen Künstler, Jiri Jun aus Chodau. Diesen Anspruch, Kunst eine Aussagekraft zu geben, erfüllt eindrucksvoll die Künstlergilde des Kunstvereins Tirschenreuth. Nicht jedes der 51 Kunstwerke, die im Museumsquartier in der Gemeinschaftsausstellung gezeigt werden, hat eine tiefsinnige Aussage. Das soll auch nicht Ziel der Präsentation sein. Aber der Betrachter findet unter schönen Motiven, die das Auge bestechen durchaus kritische "Töne". Manche Exponate stimmen nachdenklich oder lassen Freiraum, sich selbst Gedanken zur Aussage des Künstlers zu machen.

Neue Stilrichtungen

23 Mitglieder des Kunstvereins zeigen bis Sonntag, 24. November, im großen Saal ihre Werke. Im Pädagogikraum und im Treppenaufgangbereich können Malereien und Arbeiten der Tirschenreuther Schulen, die traditionell als Gastaussteller teilnehmen, angeschaut werden. Unter den Arbeiten der Profis sind diesmal zwei noch nicht da gewesene Stilrichtungen erkennbar. So zeichnet die junge Illustratorin, Anja Valena aus Slowenien, die sich dem Verein angeschlossen hat, liebenswerte Bilder sprichwörtlichen wie aus dem "Kinderbilderbuch".

Aber auch von der bewährten Künstlergilde gibt es verblüffend ungewohnte Wegrichtungen. Der eine oder andere "alte Hase" hat sich Neuem gewidmet oder seiner Stilrichtung eine interessante Nuance verliehen. Vorsitzende Petra Schicker hat statt ihrer Lieblingsmotive "Hüte" und "Regenschirme" in einer Trilogie ihrem "Zauberwald" eine geradezu magische Farbenpracht verliehen. Toni Eichinger widmet sich einem Kreisstadt-Altbau. Sein Werk "Tirschenreuth Flurnummer 185" hält fest, was vielleicht bald der Vergessenheit angehört.

Seelenspiegel

Bibel- und Ikonenmaler Tom Brankovic ist diesmal wieder surrealistisch mit seinen zwei "Seelenspiegeln" unterwegs. Das Auge zu erfreuen ist die Bestimmung der Kalligraphien, Blumenbilder, Landschaftsaquarelle und anderen schönen Motiven. Gemeinsam entfachen die Arbeiten der 23 Künstler im MQ eine enorme Strahlkraft, die anziehend wirken kann.

Wer sich überzeugen möchte, kann die Ausstellung noch bis Sonntag, 24. November zu den Öffnungszeiten des MQ besichtigen. Am 24. November lädt der Kunstverein von 14 bis 17 Uhr zur Finissage ein. An diesem Sonntag können die Werke ein letztes Mal in lockerer Atmosphäre betrachtet werden, viele Künstler sind persönlich vor Ort. Dazu gibt's Kaffee und Kuchen.

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