Die Coronalage im Landkreis Tirschenreuth entspannt sich weiterhin nicht. Das Landratsamt meldete am Donnerstag (Stand: 15 Uhr) 34 Covid-19-Neuinfizierte. Davon standen 13 unter Quarantäne. So viele Neuinfektionen an einem Tag gab es letztmals Mitte November. Zudem wurden drei weitere Corona-Todesfälle am Donnerstag verzeichnet. Es handelt sich dabei um Personen mit Vorerkrankungen. Das Alter der Betroffenen gab das Landratsamt nicht an.
Die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner gaben das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit 149,9 an. Die Gesamtzahl der positiv auf Corona getesteten Landkreisbürger liegt bei 2016, davon sind bisher 1753 genesen. Diese Schätzung orientiert sich an den Kriterien des RKI. Die Zahl der Corona-Toten ist die vergangenen Tagen auf 157 gestiegen.
Immenreuth und Fuchsmühl stechen negativ heraus
Das Landratsamt veröffentlichte am Donnerstag die wöchentlich aufsummierten Zahlen der Covid-19-Infektionen der 26 Gemeinden. Weiterhin ist auffällig, dass es in fast allen Kommunen Neuinfektionen gab. Ausnahmen waren in den vergangenen sieben Tagen Pechbrunn und Leonberg. Die Werte aus den relativ kleinen Gemeinden Fuchsmühl (12) und Immenreuth (10) stechen diesmal negativ heraus. Bei der Bewertung der Zahlen ist zu beachten, dass die Statistik nur die beim Gesundheitsamt eingegangenen positiven Testergebnisse berücksichtigt. Die Zahl Null bietet keine Sicherheit vor Ansteckung.
Grundschulklasse und Eulengruppe in Quarantäne
Jeweils wegen eines positiven Covid-19-Falls befinden sich die Klasse 1b der Grundschule Wiesau (bis einschließlich Mittwoch, 16. Dezember) und die Eulengruppe des Kinderhauses St. Marien in Fuchsmühl (24. Dezember) unter Quarantäne.
Schnelltests für Erzieher, Kinder, Lehrer und Grundschüler
Seit Wochenbeginn gibt es im Landkreis ein neues Angebot für leicht symptomatische Erzieherinnen, betreute Kinder in Kindertagesstätten sowie Lehrer und Schüler der Grundschulen: Die Testzentren in Waldsassen und Tirschenreuth bieten täglich von 8.15 bis 8.45 Uhr Antigenschnelltests für diese Personengruppen an.
Bei Unsicherheit, ob man die Grundschule oder Kindertagesstätte besuchen kann, „empfiehlt das Gesundheitsamt einen Schnelltest, um eine hohe Infektiosität ausschließen zu können“, schreibt Landratsamt-Pressesprecher Wolfgang Fenzl. Dies gelte aber nur für leichte Symptome, die das Allgemeinbefinden nicht signifikant beeinträchtigen (Schnupfen, gelegentlicher Husten, kein Fieber). Abgeschlagenheit, Erschöpfung und auch leichtes Fieber seien keine leichten Symptome und müssen durch einen Arzt abgeklärt werden, der weitere Maßnahmen empfiehlt.
Der Schnelltest erfolgt als Nasenabstrich. Bei erfolgreicher negativer Testung kann das Kind unverzüglich zurück in die Einrichtung. „Ein positiver Schnelltest gilt als positiver Covid-Fall und wird so lange als solcher behandelt, wie die im Anschluss durchgeführte PCR-Testung kein negatives Ergebnis hat.“ Sollte auch diese Testung positiv sein, folgt eine mindestens zehntägige Quarantäne.
Blick über den Landkreis hinaus
In allen benachbarten Landkreisen lag die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Donnerstag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts über 100: Wunsiedel (210,6), Bayreuth (112,9), Stadt Bayreuth (120,3), Neustadt (172,6) und Weiden (128,7). Die Inzidenzwerte in Tschechien bewegten sich nach den Zahlen des dortigen Gesundheitsministeriums auch in diesen Bereichen: Bezirk Eger (147,33), Bezirk Sokolov (235,8), Bezirk Karlsbad (185,51) und Bezirk Tachau (184,04).















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