Die Abbrucharbeiten und Vorbereitungen für die spätere Neugestaltung des Innenhofs am Landratsamt an der Mähringer Straße in Tirschenreuth sind seit 14 Tagen am Laufen. Viele Gedanken kreisten um den zentralen Brunnenstein in der Mitte des ehemaligen Innenhofes über Gewicht, Transport oder sogar eine weitere Verwendung, wie Landratsamt-Pressesprecher Walter Brucker in einer Mitteilung schreibt.
Für den schweren Bagger der Firma Fickenscher sei es aber kein Problem gewesen, den Stein unbeschadet beiseite zu heben. Doch wesentlich größere Objekte schlummerten schon seit vielen Jahren im Untergrund. Denn auch zwei große, jeweils 25 Kubikmeter fassende Heizöltanks aus den 1980er Jahren sollten entsorgt werden.
Neue Brunnentechnik
Nach umfangreichen Beprobungen holte sie die Fachfirma aus der Grube. Nun liegen die Tanks als Schrott zur Abholung bereit. Daneben befindet sich noch der Betonabbruch ehemaliger Stützmauern, welcher laut Brucker auch in Kürze verschwunden sein wird. Im Sinne eines nachhaltigen Bauens seien aber die gesamten Natursteine aus dem Innenhofbereich zur Wiederverwendung seitlich gelagert worden.
In Kürze sollen die Tiefbauarbeiten und die Wassertechnik für den neuen Brunnen vergeben werden. Hier komme ein neues innovatives Verfahren zur Wasserreinigung zum Einsatz. In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen soll erstmals die Methode der kalten Verbrennung in der Brunnentechnik angewandt werden.
Außerdem sei mit verschiedenen Fachstellen sowie den Behindertenbeauftragten Doris Scharnagl-Lindinger und Reinhard Schön ein Konzept für die Barrierefreiheit erarbeitet worden. Ergänzt werde dies durch ein neues Leitsystem für das gesamte Landratsamt.
Fertigstellung im Oktober
Anfang Oktober sollen die Arbeiten nach den Neuanpflanzungen abgeschlossen sein. Die Kosten liegen bei rund 570.000 Euro. „Nach über 30 Jahren gestalten wir den Innenhof des Landratsamtes bürgerfreundlicher und zeitgemäß, dies ist auch ein Zeichen für den Wandel hin zum modernen Dienstleister für die Menschen, neben Digitalisierung gehört hier auch eine nutzbare Infrastruktur. Für möglichst alle Menschen soll das Landratsamt erreichbar sein“, wird Landrat Roland Grillmeier zitiert.















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