19.11.2021 - 11:15 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

"Leben plus" lädt in Tirschenreuth zu Zeitzeugen-Gesprächen

Stadtgeschichte ist ein spannendes Thema. Und damit will „Leben plus“ für abwechslungsreiche Nachmittage sorgen. Eberhard Polland wird erzählen, hofft im Gespräch aber auch selbst auf manche interessante Information.

„Zeitzeugen - Damals und heute“ lautet ein neues Angebot von „Leben plus“, für das Quartiersmanagerin Cornelia Stahl (rechts) und Mitarbeiterin Janka Hannemann-Matthes den Stadtheimatpfleger Eberhard Polland als ehrenamtliche Kraft gewinnen konnten. Polland wird erzählen, hofft aber auch auf interessante Erinnerungen. Auf geht es um Namen auf Fotos, etwa die Mitwirkenden einer Theatergruppe, deren Bild Polland mitgebracht hatte.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Die soziale Einrichtung "Leben plus" in Tirschenreuth ist nicht nur geschätzter Ansprechpartner sondern auch Initiator von Gesprächen und Begegnungen. Olgas Erzählcafé, die Boule-Vormittage mit Peter und natürlich die Stadtspaziergänge bringen die Menschen im Ort zusammen, lassen sie gemeinsam Veränderungen im Ort kennenlernen, Erinnerungen bewahren oder halt ein paar gesellige Stunden erleben.

Neues Angebot: Zeitzeugen

Dazu braucht es ehrenamtliche Helfer. Quartiersmanagerin Cornelia Stahl und Mitarbeiterin Janka Hannemann-Mathes können sich hier auf eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung verlassen. Einer der neuen ehrenamtlichen Mitstreiter ist der Tirschenreuther Eberhard Polland. Den kennt man als Stadtheimatpfleger und was liegt näher, als dass Eberhard Polland sein historisches Wissen mit den Menschen teilt. Unter dem Titel "Zeitzeugen - Damals und heute" wird "Leben plus" jetzt ein weiteres Angebot ins Programm aufnehmen. Jeweils einmal im Monat, am zweiten Dienstag, können die Interessierten zu einer Runde ins Museumsquartier kommen. Wohlgemerkt alle Interessierten, denn Geschichte ist nicht allein der Klientel "60plus" vorbehalten.

Bilder und Geschichten

Eberhard Polland wird den Besuchern bei den Treffen natürlich alte Bilder und Dokumente zeigen sowie seine Geschichte dazu erzählen. Doch hofft der Stadtheimatpfleger auch auf das Gespräch mit den Gästen - und auf die eine oder andere Erklärung, die manche noch offene Lücke in der Stadthistorie schließen kann.

Mitunter sind es Namen zu Personen auf alten Fotos, die bislang noch nicht bekannt sind. Und in Gesprächen ist es immer wieder vorgekommen, dass einer plötzlich die Person auf den Bildern erkannt hat. Damit kann die Aktion "Zeitzeugen" für beide Seiten eine spannende Angelegenheit werden.

Erstes Treffen am 14. Dezember

Die erste Veranstaltung "Zeitzeugen - Damals und heute" findet am 14. Dezember statt, von 15 bis 16.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Treffen erfolgen im Pädagogikraum des Museumsquartiers. Damit ist ein barrierefreier Zugang über den Eingang über die Hochwartstraße möglich. Während der Zeit ist natürlich eine Kaffeepause vorgesehen. Ein Eintritt oder Gebühren werden nicht verlangt, wer will kann aber gerne einen Betrag in das Spendenkörbchen legen.

Der erste Weihnachtsbaum

Bei dem ersten Treffen wird Eberhard Polland, ganz der Zeit entsprechend, das Thema Weihnachten in den Mittelpunkt stellen. Die Besucher dürften etwa auf die Geschichte des ersten beleuchteten Weihnachtsbaums in der Kreisstadt gespannt sein. Soviel kann Eberhard Polland schon verraten: Der Baum hat sich nicht auf dem Marktplatz befunden.

Bei den Angeboten für die Menschen in der Stadt sehen sich Cornelia Stahl und Janka Hannemann-Matthes aktuell besonders gefordert. "Die Menschen haben gerade durch die Einschränkungen durch Corona mehr Gesprächsbedarf", begründet Cornelia Stahl die Anstrengungen - und freut sich über die große Unterstützung durch die Ehrenamtlichen. Freilich bleibt Corona auch in den kommenden Monaten ein Begleiter bei den Aktivitäten. So gilt auch beim neuen Gesprächsangebot: Die aktuellen Corona-Vorschriften müssen beachtet werden.

Beim Stadtspaziergang besichtigten die Teilnehmer auch das neue Schalthaus

Tirschenreuth
Hintergrund:

"Leben plus" in Tirschenreuth

"Leben plus" hat sich zum Ziel gesetzt, allen Menschen Hilfe im Alltag zu bieten. So gibt es kostenlose Vermittlungsangebote, etwa im Krankheitsfall, beim Umgang mit den Ämtern und Organisationen oder bei der Suche von Dienstleistern und Handwerkern.

  • Das Netzwerk will erreichen, dass die Menschen möglichst lange zu Hause in ihren eigenen vier Wänden leben können.
  • Zu den Anliegen von „Leben plus“ gehört auch, in einer neuen Stadt schnell Anschluss zu finden.
  • „Leben plus“ ist auch ein Knotenpunkt zwischen ehrenamtlichen Helfern, die sich einbringen möchten, etwa beim Spazierengehen oder Vorlesen.
  • Zu den Angeboten gehören das "Erzähl-Café mit Olga", im Sommer jeden Freitag „Boule mit Peter“ sowie neu „Zeitzeugen – Damals und heute“. Und natürlich die Stadtspaziergänge. Der letzte vor der Winterpause startet am 24.November um 15 Uhr an der „Eisernen Hand“.
  • Die Geschäftsstelle von „Leben plus“ findet sich in der Koloman-Maurer-Straße 1, Telefon 09631/79 80 303, Öffnungszeiten Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr sowie Donnerstag von 9 bis 12 Uhr.
  • Wer „Leben plus“ ehrenamtlich unterstützen will, kann sich natürlich gerne an die Geschäftsstelle wenden.
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