14.06.2018 - 12:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Liebevolle Pflege und Fürsorge

Eine Überraschung erlebt Schwester Simona am Dienstag im Pfarrzentrum. Der Chef des Elisabethenvereins hatte den Ehrenabend als einfache Besprechung getarnt. Für Schwester Simona gab es zum Ende ihrer Amtszeit „Standing Ovations“.

Mit einem Ehrenabend verabschiedete der Elisabethenverein die bisherige Pflegedienstleiterin, Schwester Simona. Ihre Nachfolgerin ist Cordula Köhler. Unser Bild zeigt von links Geschäftsführer Rainer Schmid, Schwester Simona, Cordula Köhler und Stadtpfarrer Georg Flierl.
von Konrad RosnerProfil

(kro) Als Schwester Simona am Dienstagabend den Saal des Pfarrzentrums zu einer vermeintlichen Besprechung betrat, war sie sichtlich überrascht, als sie plötzlich mit "Standing Ovations" empfangen wurde. Zu ihrer großen Überraschung hatten der Leiter des Elisabethenvereins, Rainer Schmid, und sein Team einen Verabschiedungs- und Ehrenabend für Schwester Simona, die bekanntlich nach Regensburg geht und dort Oberin wird, geplant. 16 Jahre war sie Leiterin des Pflegedienstes.

Zu Beginn des Abends überreichte ihr Rainer Schmid ein "Erinnerungsbuch", das die Mitarbeiter des Elisabethenvereins eigens für Schwester Simona gestaltet hatten, ehe der extra zusammengestellte Chor unter der Leitung von Ingrid Schmaus einige Abschiedslieder sang, unter anderem "Simona, ade, scheiden tut weh", "Muss i denn zum Städtele hinaus" und "Geh unter der Gnade".

In seiner Laudatio ging Schmid zunächst auf das Leitbild und die täglichen Herausforderungen des Elisabethenvereins ein. Schwester Simona habe dies alles in den vergangenen 16 Jahren hervorragend gemeistert und so dazu beigetragen, dass der Betrieb, so Schmid, hervorragend aufgestellt sei. Fürsorge, Geborgenheit, Sicherheit und Akzeptanz seien Tugenden, die man mit Geld nicht messen, jedoch beim Eliabethenverein erfahren könne. Liebevolle Pflege und auch Pflege im letzten Stand des Lebens werde beim Elisabethenverein angeboten. "Der gute Ruf, den der Pflegedienst des Elisabethenvereins genießt, ist vor allem Schwester Simona und ihrer Vorgängerin, Schwester Josefine, aber auch dem gesamten Team zu verdanken", betonte Schmid. Er ging sogar soweit zu behaupten, dass der Pflegedienst des Elisabethenvereins ein Aushängeschild in der Diözese sei. Schwester Josefine und Schwester Simona hätten den Elisabethenverein auf gute Fundamente gestellt, der Elisabethenverein sei damit für die Zukunft gerüstet. Der Elisabethenverein sei ein familiärer Betrieb unter der Trägerschaft der Kirche, man müsse keine Gewinn-Maximierung erzielen. Jeder werde mit seiner Arbeitsweise angenommen und geschätzt, so Schmid. Schmid stellte anschließend auch kurz die Nachfolgerin von Schwester Simona vor, die 42-jährige Cordula Köhler aus Neualbenreuth, die seit dem 1. Februar die Pflegedienstleitung übernommen hat.

Auch Stadtpfarrer Georg Flierl würdigte das Wirken von Schwester Simona und dankte ihr im Namen der Pfarrei für ihre Arbeit, "auch für ihre klaren Ansprachen". Die Kirche baue auf die Tugenden der Liturgie, dem Zeugnis für den Glauben und den Dienst am Nächsten. Die Pflege für den Menschen, vor allem auch der älteren Menschen sei wichtig. Deshalb müsse die Kirche darauf schauen. Dabei gehe es nicht um das Erzielen von Gewinnen. Denn dies gehe auf Kosten der Patienten. Pfarrer Georg Flierl: "Gute Pflege braucht Zeit und kostet Geld, alles andere wäre gelogen". Mit einem "Vergelt's Gott" dankte der Stadtpfarrer Schwester Simona für ihre Arbeit um dann festzustellen, dass eine Vierzig-Stunden-Woche bei ihr eine Utopie gewesen sei.

"Des hätt's doch nicht gebraucht", dankte Schwester Simona für diese Überraschung und betonte, "ich hab doch nur meinen Dienst getan". Ihr Appell an die Mitarbeiter: "Habt's mit der Neuen ebenso Geduld, wie ihr mit mir gehabt habt", dann würde alles funktionieren.. Schwester Simona abschließend: "Es war schön mit euch zusammen zu arbeiten. Es war wohl die schönste Zeit. Aber vielleicht wird es in Regensburg noch schöner?"

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