26.03.2019 - 12:21 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Männergesangsverein mit besonderer Wucht

Der Männergesangsverein Tirschenreuth blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Doch das Durchschnittsalter der Mitglieder bereitet Sorge. Die Spontanität der Mitglieder schränkt dies aber nicht ein.

Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft beim Tirschenreuther Männergesangsverein wurde Herbert Legat (Fünfter von links) geehrt. Es gratulierten Vorsitzender Rudolf Schmidt (Zweiter von links), Chorleiter Horst Schultes (Vierter von links), der gesamte Vorstand und Bürgermeister Franz Stahl (Dritter von rechts).
von Redaktion ONETZProfil

Eröffnet wurde die Jahreshauptversammlung des Tirschenreuther Männergesangsvereins traditionsgemäß mit einem kleinen Ständchen. Vorsitzender Rudolf Schmidt begrüßte alle Ehrenmitglieder. 2018 fanden 40 Singstunden mit durchschnittlich 25 anwesenden Sängern statt. Derweil zähle der Verein 40 aktive Sänger. Schmidt bat, die Singstunden wieder mehr zu besuchen. Allerdings sprach er den Mitgliedern auch seinen Respekt aus, weil diese für die Liebe zur Musik auf viel Privates verzichten würden, um etwa an Konzerten teilzunehmen. Dann blickte der Vorsitzende zurück auf das Mariensingen in der Stadtpfarrkirche, die Fronleichnamsprozession, die Fahrt zur Würzburger Landesgartenschau, wo der Verein beim Laien-Tag auftrat, sowie das Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche. "Ein erfolgreiches Jahr mit schönen, gesammelten Höhepunkten", sagte Schmidt. Auch in diesem Jahr seien wieder zahlreiche Höhepunkte geplant. Darunter ein Auftritt bei der Bezirksmaiandacht der Kolpingfamilie, auf der Seebühne beim "Cooltour-Sommer", die Monatswallfahrt im Juli, oder auch die Eröffnung des fränkischen Chor-Tags sowie die Einladung zu "Weiden singt".

Chorleiter Horst Schultes resümierte ebenfalls die einzelnen Veranstaltungen. Er ergänzte, dass der MGV vier Saalständchen, ein Hofständchen und fünf Gottesdienste aufzuweisen hatte. Auch der Chorleiter bat die Sänger darum, mehr Singstunden wahrzunehmen. Des Weiteren meldete Schultes sehr gute Kritiken nach den Auftritten. In Zukunft müsse man aber überlegen, was man den Mitgliedern noch zumuten könne. Die Fahrt zur Würzburger Landesgartenschau und der dortige Auftritt bei Temperaturen von 35 Grad habe einige Sänger an ihre Grenzen gebracht. Dennoch sei der Verein durchaus in der Lage, trotz des hohen Altersdurchschnitts der Sänger, gute Leistungen zu bringen, wenn nur gut geplant würde. Aber: "Wenn es um was geht, sind wir alle da," meinte Schultes. Er warnte aber, dass ohne ein Ziel vor Augen der Verein einzuschlafen drohe.

Auch ergriff Bürgermeister Franz Stahl das Wort. Er bezeichnete den MGV als wichtigen kulturellen Bereich der Stadt. "Der Männergesangsverein besitzt eine besondere Wucht und Qualität", sagte Stahl. Dies führe zu einer ganz besonderen Stimmung beim Weihnachtskonzert und bringe beim Totengedenken das richtige Ambiente. Weiter bedankte sich der Bürgermeister beim Vorstand und gratulierte allen Geehrten.

Rudolf Schmidt richtete die Aufmerksamkeit auf Zweiten Bürgermeister Peter Gold, der seit 2006 Mitglied im Männergesangsverein ist. Er hatte erst kürzlich Geburtstag, und so schlug der Vorsitzende vor, spontan ein Ständchen für ihn zu singen. Gold bedankte sich für den mächtigen Geburtstagsgruß. Anschließend erzählte er, wie er am 6. 6. 2006 in Frankreich aus einer Weinlaune heraus Mitglied beim Männergesangsverein wurde.

Der Versammlung voran ging ein Gedenken der Mitglieder, die im vergangenen Jahr verstarben. Ihr Ende fand die Jahreshauptversammlung mit einem über 100 Jahre alten Merkspruch für Sänger, den Schmidt vortrug, und mit einem "Wo man singt".

Ehrungen::

Bei der Jahreshauptversammlung wurden langjährige Mitglieder geehrt: Für 70 Jahre Lothar Riedl, für 60 Jahre Hans Höpfl und für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft Herbert Legat. Sie erhielten eine Urkunde vom Fränkischen Sängerbund sowie eine Urkunde vom Männergesangsverein Tirschenreuth.

Der Männergesangsverein gratulierte Zweitem Bürgermeister Peter Gold mit einem spontanen Ständchen zum Geburtstag.
Herbert Legat (links) erhält eine Urkunde vom Ersten Vorsitzenden des Männergesangsvereins, Rudolf Schmidt (Mitte) , und vom Fränkischen Sängerbund.
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