Tirschenreuth
10.02.2019 - 09:59 Uhr

Markante Baustellen

Die Bautätigkeit in Tirschenreuth hält ihr Tempo. Mitunter können sogar die Genehmigungen mit der Ausführung kaum Schritt halten.

Für das ehemalige SMCS-Gelände liegt jetzt ein weiterer Bauantrag vor. Im Bereich zur Kornbühlstraße hin will die Firma Enslein aus Falkenberg eine Werkstatt und eine Lagerhalle errichten. Bild: ws
Für das ehemalige SMCS-Gelände liegt jetzt ein weiterer Bauantrag vor. Im Bereich zur Kornbühlstraße hin will die Firma Enslein aus Falkenberg eine Werkstatt und eine Lagerhalle errichten.

Wohnhäuser, eine Werkstatt und das neue Rathaus sind Themen, mit denen sich der Ausschuss für Bau- und Umweltwesen, Stadtentwicklung und Stadtplanung beschäftigen darf. „Es wird weiter Wohnraum geschaffen“, freute sich Bürgermeister Franz Stahl über die verschiedenen Anträge, die alle das gemeindliche Einverständnis erhielten. Dabei ist mancher Bauherr dem behördlichen Ablauf deutlich voraus. Der Bauantrag für ein Bürogebäude an der Einsteinstraße wollte dem Gremium durchaus gefallen. Doch das Vorhaben könnte auch schon im Original beurteilt werden, erläuterte Stahl.

Innenhof und Tiefgarage

In eigener Sache stellte der Bürgermeister die nächsten Maßnahmen bei der Revitalisierung des „Stadtquartiers Maximilianplatz 38“ vor. Gemeint sind dabei die nächsten Schritte beim Umbau des Ruffing-Anwesens zum „Rathaus II“. „Wir bekommen ein ganz tolles Haus“, blickte Stahl schon weit nach vorne. Während das Gebäude zum Marktplatz hin erhalten wird, soll die Fläche bis hinunter zur Schmellerstraße eine gravierende Veränderung erfahren. Die dort vorhandenen Gebäudeteile werden komplett abgebrochen. So jedenfalls steht es in dem Bauantrag der Stadt, der vom Gremium die Zustimmung erhielt. Franz Stahl konnte dem Ausschuss schon die weitere Entwicklung aufzeigen: Im Gebäude zum Marktplatz seien Tourist-Info, die Servicestelle der Stadtwerke sowie oben Büros des Bauamts vorgesehen. An der Seite zur Kirche werde ein Neubau entstehen, der oben Platz für die Kämmerei vorsieht und im Erdgeschoss unter anderem eine öffentliche Toilette. Dieses Gebäude belege nur die Hälfte des Grundstücks, so dass auch ein Innenhof entsteht. Der reiche bis zum weiteren Neubau an der Schmellerstraße. Dort sehen die ersten Pläne aufgrund des Gefälles im Untergeschoss eine Garage mit 25 Stellplätzen und obenauf den neuen Sitzungssaal vor.

Bedeutende Baustelle

Die genaueren Vorstellungen der Planer sollen bei der Stadtratssitzung am Montag, 25. Februar, um 17 Uhr im Rathaus präsentiert werden. Jetzt schon kündigte Stahl eine „markante und bedeutende Baustelle“ im Ortszentrum an. Doch vor dem Bau müsste der Abbruch des bestehenden Gebäudes hinter dem Ruffing-Haus erfolgen. Diese Maßnahme hofft die Stadt noch im laufenden Jahr durchführen zu können. Der Neubau könnte dann 2020 starten.

Norbert Schuller (Freie Wähler) sah in dem Vorhaben eine enorme Aufwertung, nicht nur durch die Gebäude. Durch die Zusammenführung von verschiedenen Angeboten hätte der Bürger künftig mit Rathaus I und II nur mehr zwei Anlaufstellen für seine Geschäfte. Da könnte auch die öffentliche Toilette mit erwähnt werden, ergänzte der Bürgermeister schmunzelnd. Eine weitere Etappe schafft die Änderung des Bebauungsplans „Östlich der Äußeren Regensburger Straße“. Die Korrektur soll eine Erweiterung des Aldi-Marktes um rund 120 Quadratmeter ermöglichen. Das Vorhaben würde überwiegend den Eingangsbereich betreffen, erläuterte Bürgermeister Stahl. Bei der Auslegung seien keine Einwände vorgebracht worden. Jetzt soll der Stadtrat die Satzung beschließen.

Gebäude in Holzoptik

Bei den Bauanträgen konnte Stahl ein Vorhaben der Firma Gerhard Enslein vorstellen. Das Trockenbau-Unternehmen aus Falkenberg will seinen Standort in die Kreisstadt verlegen und im östlichen Teil des ehemaligen SMCS-Geländes eine Werkstatt mit Lagerhalle errichten. Die Gebäude sollen in Holz-Optik ausgeführt werden, so der Bürgermeister.

Platz für alte Walze

Zur Nutzung des früheren Fabrikgeländes wusste der Bürgermeister, dass das Trafohäuschen abgerissen und durch eine weniger auffällige Anlage ersetzt werden soll. Vielleicht könnte dort einmal die historische Hamm-Walze untergebracht werden. Den Standort im Kreisverkehr hielt Stahl aufgrund der Ablehnung durch das Bauamt für unwahrscheinlich.

Information:

Neue Wohnungen und "Endlager"

Die genehmigten Bauanträge: Julia und Alexander Knoll, Anbau an bestehendes Wohnhaus und Neubau Doppelgarage, Angerweg; Siegfried Thoma, Pilmersreuth/Straße, Erweiterung einer Rinderlaufstallung; Kraus GdbR, Neubau eines Stahlbeton-Rundbehälters als Endlager für die Biogasanlage in Gründlbach; Manfred Zölch, Mehrfamilienhaus in der Koloman-Maurer-Straße, Erneuerung Dachstuhl mit Dachgaube, Umgestaltung der Treppenanlage, Ausbau des Dachgeschosses; Verena Gleißner, Elisabethstraße, Neubau Wohnhaus; Andrea Frank, St.-Peter-Straße, energetische Sanierung des Mehrfamilienhauses mit Garagenanbau; Tekturplan SM Energy, Biogasanlage in Matzersreuth, Ableitung des Oberflächenwassers.

Befürwortet wurden auch die Bauvoranfragen von Andreas Weiß aus Großensees zum Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage in Matzersreuth und von Patrick Riedl, Am Wiesenweg, zum Ersatzbau für vorhandenes Gebäude.

 
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