25.08.2019 - 09:30 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Mehr Blumen und Stauden

Die Gestaltung des Kreisverkehr an der Bundesstraße 15 ist im Stadtrat kein neues Thema. Bisherige Bemühungen, etwa für eine Walze im Zentrum, sind gescheitert. Jetzt soll die Bepflanzung verbessert werden.

Der Kreisverkehr an der Bundesstraße 15 in Tirschenreuth wird nur eine dezente Aufwertung durch mehr Blumen und Stauden erfahren. Die Idee, eine Kunstwerk oder eine alte Hamm-Walze in der Mitte zu platzieren, hatte sich das Straßenbauamt als Besitzer des Kreisels zurückgewiesen.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Dabei ist die Stadt nicht in der optimalsten Position, um ihre Vorstellungen zu verwirklichen. "Wir sind nicht der Eigentümer", verwies Bürgermeister Franz Stahl hier auf das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach. Ideen, wie etwa eine alte Hamm-Walze als dekorative Mitte, wurden bislang abgelehnt. Ein massives Objekt auf der Kuppe des Kreisverkehrs würde das Straßenbauamt scheuen, "wie der Teufel das Weihwasser", so Stahl.

Lob von Schlöger

Jetzt sollen mehr Blumen sowie Stauden und Gräser die Optik des Kreisverkehrs verbessern, auch über einen längeren Zeitraum im Jahr. Dafür sprach sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag aus. Bei den Bemühungen für eine bessere Gestaltung des Kreisverkehrs verwies der Bürgermeister auch auf eine Reaktion von Harald Schlöger, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege. Der sprach sich für die Staudenbepflanzung aus und zählte die Anlage zu den "gelungensten Kreisverkehrsplätzen in der gesamten Region". Laut Schlöger sprechen gestalterische, ökologische und ökonomische Gründe dafür, dieses vorhandene Konzept zu belassen.

Teurer Unterhalt

Damit war für Franz Stahl ein Konzept aus dem Rennen, mit einem sternförmigen Heckenkörper sowie Frühjahrs-, Sommer- und Herbstbepflanzung. Für die Anlage hätte es 75 000 Euro gebraucht, für den Unterhalt jährlich 16 000 Euro. Ein zweites Konzept, mit der vorhandenen Grundstruktur und ergänzender Bepflanzung bringt Kosten von rund 7000 Euro. Der Unterhalt könne durch den Bauhof erledigt werden. Mit dem zweiten Konzept konnte Peter Gold (CSU) gut leben. Durch die ergänzende Pflanzung würde der Kreisverkehr immerhin an sieben von zwölf Monaten ein gutes Bild abgeben. Alfred Scheidler (CSU) wunderte sich über die Haltung des Straßenbauamtes, das Kunstmotive inmitten des Kreisverkehrs ablehnt. Immerhin gebe es entsprechende Beispiele im Landkreis. Die Gestaltung des Kreisverkehrs hatte für Olga Luft (CSU) nicht oberste Priorität. "Wichtig ist, dass man rumfahren kann", merkte sie scherzhaft an. Einstimmig befürwortete der Stadtrat dann aber die kostengünstigere Variante.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.