13.02.2020 - 13:20 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Mehr Geburten machen Hoffnung

Von einem Baby-Boom kann noch keine Rede sein. Doch die Geburtenzahlen steigen wieder: 20 mehr Babys als im Vorjahr gab es 2019 im Landkreis.

Auf vielen kleinen Füßen ruht die Hoffnung hinsichtlich der demografischen Entwicklung in der Region.
von Michaela Kraus Kontakt Profil
Im überwiegenden Teil der Landkreis-Gemeinden fällt die Geburten-Bilanz für 2019 positiv aus.

589 Jungen und Mädchen. Das ist die Gesamtzahl der Geburten, die dem Landratsamt von den 26 Gemeinden gemeldet wurden. Erfasst sind alle neuen Erdenbürger, die 2019 am Wohnsitz ihrer Eltern registriert wurden. Die Bilanz für vergangenes Jahr liest sich um so positiver, wenn man einen größeren Zeitraum vergleicht: Sieht man vom Zwischenhoch 2016 mit 612 Geburten ab, wurde immerhin die höchste Zahl seit 2005 erreicht.

75 Babys in Tirschenreuth

Die meisten Babys gibt es, wen wundert's, in der Stadt mit den meisten Einwohnern. Mit 75 Neuankömmlingen verstärkt sich der positive Trend in Tirschenreuth. Die Kreisstadt als Geburtsort eingetragen bekommen haben wesentlich mehr Säuglinge: Immerhin verzeichnete die Geburtsabteilung am Tirschenreuther Krankenhaus mit 372 Entbindungen die höchste Zahl seit zehn Jahren. Hier gebären Mütter aus dem ganzen Landkreis und auch aus benachbarten Regionen.

Auf Platz zwei liegt diesmal Mitterteich. 66 Babys bedeuten fast ein Allzeithoch der vergangenen 20 Jahre. Nur 2017 gab es noch 2 Geburten mehr. Auf Platz drei folgt mit 59 Kindern Waldsassen. Auch hier stabilisiert sich die Lage auf relativ hohem Niveau.

Mit fast 600 Geburten im Jahr entfernt sich der Landkreis ein Stück weiter vom Tiefstand aus dem Jahr 2007. Damals kamen nur 512 Babys zur Welt.

Aufschwung in Kemnath

In Kemnath gab es 47 Neubürger, deutlich mehr als im Vorjahr. Auch in Erbendorf ging es mit 39 Geburten wieder aufwärts. In Plößberg und Waldershof (jeweils 33 Babys) gab es kaum Veränderungen. In Wiesau (27) wurden die Zahlen des Vorjahres fast wieder erreicht, ebenso in Bärnau (25). Kulmain, wo sich 2018 die Geburtenzahlen mehr als verdoppelt hatten, meldet wieder "Normalstand" mit 18 Babys.

Von den kleineren Gemeinden fällt Brand besonders positiv auf. 20 neue Erdenbürger bedeuten eine Steigerung um 9 und einen neuen Rekord seit mehr als 20 Jahren. Steigende Tendenz zeigen auch wieder Krummennaab (13 Geburten), Immenreuth (12), Bad Neualbenreuth (11), Pullenreuth (10), Friedenfels (9), Ebnath (9) und Reuth (8).

In Kastl blieb die Zahl der Babys mit 12 genau gleich. Leicht rückläufig war die Entwicklung in Leonberg und Pechbrunn (jeweils 11 Geburten). Ebenfalls 11 neue Erdenbürger bedeuten für Mähring und Konnersreuth einen relativ großen Rückgang.

Nur 5 Neugeborene in Fuchsmühl

Am Ende der Tabelle finden sich diesmal zwei Gemeinden mit einem neuen Negativrekord seit 20 Jahren. In Neusorg gemeldet wurden 6 Neugeborene. In Fuchsmühl gab es sogar nur 5. Ein Trost: Das kann in einem Jahr wieder völlig anders aussehen. So brachten Mütter aus der Steinwaldgemeinde im Jahr 2018 immerhin 14 Kinder zur Welt. Das markierte den höchsten Wert seit 2002.

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