18.12.2018 - 14:33 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Mehr Platz für Cafe

Kaffee und Kuchen im Brunner-Café, Wohnen und Arbeiten in modernen Räumen in historischem Umfeld, das alles soll für weitere Attraktivität am Marktplatz sorgen. Ein Investor nimmt die Sanierung des Anwesens Maximilianplatz 33 in Angriff.

Die Kaufverträge sind unterschrieben und die Pläne für die Sanierung der Gebäude am Maximilianplatz 33 sowie der Arkaden liegen auf dem Tisch. Über die positive Entwicklung der auffälligen Gebäude im Ortskern freuen sich die Vertreter der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz, Vorstandssprecher Rudolf Winter (links) und Vorstand Thomas Ludwig (rechts) sowie Bürgermeister Franz Stahl.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Für die Spitze der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz, Vorstandssprecher Rudolf Winter und Vorstand Thomas Ludwig, sowie Bürgermeister Franz Stahl ist die positive Entwicklung rund um das Prockl- und Weinmann-Haus schon ein bisschen ein Weihnachtsgeschenk, zumal die Nutzung der Anwesen keine einfache Aufgabe war. In einem aktiven Miteinander ist jetzt ein beispielgebendes Gemeinschaftswerk entstanden. Von einem Investor aus der Region ist vergangene Woche das Anwesen gekauft worden. Im nächsten Jahr soll die umfassende Sanierung starten.

Die Stadt ist neuer Eigentümer der Arkaden hinter dem Gebäude und will mit einer Kaltsanierung ihren Beitrag leisten. Und seitens der Bank wird mit dem Neubau am Sattlersberg, der Sanierung des Mehler-Stadels sowie der Aufbereitung der Parkplätze und der früheren Volksbank ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung dieser Innenstadtfläche geleistet. Stadt und Bank seien bei der Maßnahme stark gefordert gewesen, freut sich Bürgermeister Franz Stahl über das erzielte Ergebnis.

Zwei Parkplätze überlassen

Markantester Teil ist sicherlich die Sanierung der Gebäude mit den Hausnummern Maximilianplatz 33 und 33a. Der neue Besitzer, so weiß Franz Stahl von den Planungen, will für die Bäckerei Brunner die Fläche des Cafés in das "Weinmann-Haus" hinüber ausweiten. Für die Bäckerei wird der Standort in der Kreisstadt damit noch attraktiver. Zur Aufwertung trägt die Stadt mit der Überlassung von zwei Parkplätzen am Marktplatz für den Außenbereich des Cafés bei.

Bei der Sanierung würde auch die Gebäudestruktur mit den Gewölben erhalten - und damit ein kulturhistorisches Bauwerk der Stadt, denn das Anwesen gehört zu den ältesten Häusern im Ortskern. Und Bauwerke mit langer Geschichte hat die Stadt nach dem großen Brand 1814 kaum mehr aufzuweisen. Das Obergeschoss des "Weinmann-Hauses" soll für eine gewerbliche Nutzung ausgebaut werden. Im Prockl-Haus werden im Obergeschoss sowie im zweiten Stock die Wohnungen behindertengerecht ausgebaut. Zum kulturhistorischen Erbe gehören natürlich auch die Arkaden hinter dem Weinmann-Haus. Das Gebäude wurde früher zum Trocknen von Fellen und Häuten benutzt, die der Weißgerber dann weiterverarbeitet hat. Um die Sanierung des gesamten Areals voranzubringen, hat die Stadt das Gebäude erworben. Bei der Sanierung wird nur die äußere Optik aufgewertet. Eine Nutzung der Räume wird laut Franz Stahl nicht angestrebt.

Emotionale Gespräche

In dem Gebäudekomplex zwischen Marktplatz und Schmellerstraße leistet schließlich noch die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz ihren Beitrag. Während das Sanierungsprojekt der Bank im Gange ist, gehören Arkaden und die Anwesen am Marktplatz zu den Vorhaben im kommenden Jahr. Die positive Entwicklung in der Innenstadt ist für den Bürgermeister ein besonderer Anlass zur Freude. Mit besonderen Bemühungen sei das Projekt auf den Weg gebracht worden, bescheinigt Stahl auch den Vertretern der Bank einen wichtigen Anteil am Erfolg. Und Rudolf Winter sowie Thomas Ludwig würdigen auch die Anstrengungen des Bürgermeisters.

Von großen Aufgaben, emotionalen Gesprächen, einem offenen Konsens und viel Kreativität wissen Stahl und die Bankchefs bei der Vorstellung des Bauprojekts. Dabei würden die Besitzer der Immobilien auch ihrer städtebaulichen Verantwortung nachkommen, freut es den Bürgermeister. Dass die Planungen die historische Substanz berücksichtigten, beweise auch die Zustimmung der Denkmalpfleger.

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