26.10.2020 - 18:26 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Mehrere Corona-Infektionen in einem Altenheim im Landkreis Tirschenreuth

Die Coronakrise hält die Mitarbeiter im Gesundheitsamt weiter auf Trab. Auch am Wochenende gab es neue Infektionen.

Symbolbild.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Am Montag wurden 14 neue Fälle gemeldet, die über das Wochenende registriert worden sind. Bei 4 Fällen handelt es sich um bereits unter Quarantäne stehende Kontakt-1-Personen zu Infizierten.

Aufgrund eines positiven Falls steht die Klasse M10 der Mittelschule Tirschenreuth bis einschließlich 4. November unter Quarantäne.Weiter hat das Gesundheitsamt aufgrund eines positiven Falls die Klasse 8a der Mittelschule Kemnath vorläufig bis mindestens 30. Oktober unter Quarantäne gestellt.

Die amtliche Zahl der mit dem Corona-Virus Infizierten ist auf nunmehr 1355 angestiegen. Die Zahl der Todesfälle, die an und mit Sars-CoV-2 verstorben sind, beziffert das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit 142. Die Zahl der Genesenen schätzt das Gesundheitsamt nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts auf 1113.Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner gibt das Landesamt derzeit mit 76,34 an. Zudem gibt es mittlerweile eine Testpflicht für Grenzpendler aus Tschechien.

Wer aus einem Risikogebiet regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen aufzuhalten, muss binnen sieben Tage nach der ersten auf den 23. Oktober folgenden Einreise und danach regelmäßig in jeder nachfolgenden Kalenderwoche ein negatives Corona Virus-Testergebnis in deutscher oder englischer Sprache vorlegen. Die Testpflicht ist ebenso gültig für Personen, die für Ausbildungs-, Schul- oder Hochschulbesuche die Grenze überqueren.

Vorgelegt werden muss das Testergebnis unaufgefordert dem Landratsamt bzw. kreisfreien Stadt, in dem die Firma ihren Sitz hat bzw. der Schulort ist.

Um zusätzliche Wege für die Grenzpendler zu vermeiden, bietet das Landratsamt Tirschenreuth den Betrieben im Landkreis die Möglichkeit an, die Testergebnisse seiner Arbeitnehmer gesammelt zu dokumentieren. Diese Nachweise der grenzpendelnden Arbeitnehmer sind dann auf Verlangen des Landratsamtes vorzulegen. In den Fällen, wo der Arbeitgeber keine gesammelte Dokumentation macht, sind die Testergebnisse an folgende E-Mail-Adresse des Landratsamtes zu übersenden: grenzpendler[at]tirschenreuth[dot]de

Auch aus einem Altenheim wurden mittlerweile wieder mehrere Infektionen gemeldet. Das bestätigt auch stellvertretender Pressesprecher Wolfgang Fenzl. Mittlerweile seien in der betroffenen Abteilung sowohl die Mitarbeiter als auch die Bewohner einem Reihentest unterzogen worden, erläutert Fenzl. Dabei habe es keine weiteren Auffälligkeiten gegeben. Sprich: Die Tests brachten keine zusätzlichen positiven Ergebnisse. "Unser Gesundheitsamt steht ständig in Kontakt mit dem betroffenen Heim und hat auch die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet", sagt Fenzl. Die infizierten Mitarbeiter seien in Quarantäne.

Das Landratsamt gab dabei nicht bekannt, welches der gut ein Dutzend Seniorenheime im Landkreis von den Infektionen betroffen ist. Es sprach sich jedoch am Montag herum, dass es sich dabei um das Seniorenheim St. Martin in Waldsassen handelt. Das Haus ist das größte Alten- und Pflegeheim im ganzen Landkreis. Ausgelegt ist es auf 152 Pflegeplätze, die in Ein- und Zweibettzimmern vorhanden sind. Betreiber des Hauses ist der Caritas-Diözesanverband Regensburg.

Aktuell leben 91 Bewohner in der Einrichtung. Den fünf betroffenen Mitarbeitern geht es nach Auskunft von Geschäftsführerin Mechthild Hattemer von der Caritas Wohnen und Pflege gGmbH gut

"Sie haben keine Symptome und sind alle zu Hause", informiert die Caritas-Sprecherin. Dort müssten sie noch drei Tage in Quarantäne bleiben. Auch eine Bewohnerin wurde nach Auskunft des Diözesanverbands positiv getestet. Doch auch sie sei symptomfrei. "Es geht ihr gut."

Das Seniorenheim ist zuversichtlich, dass es bei diesen Fällen bleibt. Es seien genug Mund-Nase-Masken, FFP2-Masken, Schutzkittel und andere Schutzmaterialien vorhanden, die nach dem erstellten Hygienekonzept in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eingesetzt würden. Zudem werde penibel auf das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln geachtet. Bewohner und Mitarbeiter würden weiter getestet. Die Ausfälle der Mitarbeiter konnte man durch eigene Kräfte kompensieren.

Die sechs Infektionen haben derzeit keine weiteren Auswirkungen auf die ohnehin schon strengen Besuchsmöglichkeiten. "Ein Besucher pro Tag und pro Bewohner ist unverändert möglich", teilt die Caritas auf Anfrage mit.

Testpflicht für Grenzpendler:

Landratsamt erleichtet Nachweise

Das Landratsamt weist ausdrücklich auf die neu eingeführte Testpflicht für Berufspendler aus Tschechien hin. Wer aus einem Risikogebiet regelmäßig mindestens einmal wöchentlich aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen einreist, muss binnen sieben Tage nach der ersten auf den 23. Oktober folgenden Einreise und danach jede Woche ein negatives Corona-Testergebnis in deutscher oder englischer Sprache vorlegen. Die Testpflicht gilt auch für Personen, die für Ausbildungs-, Schul- oder Hochschulbesuche die Grenze überqueren. Vorgelegt werden muss das Testergebnis unaufgefordert dem Landratsamt bzw. der kreisfreien Stadt, in dem die Firma bzw. Schule ihren Sitz hat. Um zusätzliche Wege für die Grenzpendler zu vermeiden, bietet das Landratsamt den Betrieben im Landkreis die Möglichkeit an, die Testergebnisse der Arbeitnehmer gesammelt zu dokumentieren. Diese Nachweise der grenzpendelnden Arbeitnehmer sind dann auf Verlangen des Landratsamtes vorzulegen. In den Fällen, wo der Arbeitgeber keine gesammelte Dokumentation macht, sind die Testergebnisse unter grenzpendler[at]tirschenreuth[dot]de an das Amt zu mailen.

Das Seniorenheim St. Martin in Waldsassen.

Hier geht es zu den Infektionszahlen vom Freitag

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