Meist einstimmig bewilligte am Mittwochabend der Bauausschuss des Tirschenreuther Stadtrates verschiedene Bauanträge. Ohne Gegenstimme wurde ein Vorhaben an der Franz-Zehendner-Straße genehmigt, dort sollen in der Nähe der Pleyerstraße und des Kinderspielplatzes 18 Garagen und ein Geräteraum entstehen.
Diskussionsbedarf gab es hingegen bei der Sanierung eines Baumarkt-Lagergebäudes in der Mitterteicher Straße. Dort soll auch eine neue Werbung angebracht werden. Bürgermeister Franz Stahl verwies darauf, dass die marode Plattenbau-Fassade derzeit erneuert wird und eine neue Verkleidung aus Metall entsteht. Stahl machte darauf aufmerksam, dass die Gestaltung mit der Stadt abgesprochen sei. Letztlich sei ein Kompromiss gefunden worden, den alle mittragen würden. In diesem Zusammenhang machte der Bürgermeister klar, dass der Baumarkt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Tirschenreuth sei. Bei einer Gegenstimme von Karl Berr ("diese Fassade gefällt mir gar nicht") wurde letztlich die Änderung genehmigt.
Genehmigt wurde auch ein Bauantrag aus Hohenwald, dort soll eine Geräte- und Lagerhalle für die Teichwirtschaft entstehen. Ein Bauantrag kam von der Firma Hamm, die in einem rückwärtigen Gebäude ein Qualitätssicherungslabor bauen will. Auch dagegen gab es keinerlei Einwände.
Bürgermeister Franz Stahl informierte den Ausschuss, dass die Mitterteicher Straße vom Kreisverkehr bis zur Ampel in Richtung St.-Peter-Straße einen neuen Belag erhalten wird. Eingeplant ist auf Höhe der Volksbank auch eine Querungshilfe, ähnlich wie sie in der Regensburger Straße existiert. Die Fahrbahn wird durch eine kleine Insel unterteilt, die Fußgängern das Überqueren erleichtert. Die Baumaßnahme auf dieser Staatsstraße soll im August starten.
Hohenwalds Ortssprecher Johann Schmid sagte, dass auch die Falkenberger Straße teilweise in einem sehr schlechten Zustand sei. Bürgermeister Franz Stahl will dies dem Landkreis weiterleiten, der für diese Straße zuständig sei. Karl Berr monierte, dass auch die Mezgerstraße und viele weitere Straßen schadhaft seien.
Bürgermeister Franz Stahl verwies darauf, dass im Stadthaushalt die Mittel für die Straßensanierung von 100 000 auf 400 000 Euro erhöht worden seien und dass aktuell in Marchaney eine Straße saniert werde.Im übrigen wies er darauf hin, dass Karl Berr den Haushalt abgelehnt habe, also auch den Etat für die Straßensanierung. Der Stadtrat der Wählergemeinschaft Umwelt hatte dem Haushalt die Zustimmung verweigert, nachdem die von ihm beantragte Einzelabstimmung in zwei Punkten abgelehnt worden war. Zur Mezgerstraße sagte Stahl, dass in diesem Bereich auch der Kanal kaputt sei, so dass ein kompletter Ausbau nötig sei.
Wie dies alles zu finanzieren sei, müsse erst noch eruiert werden, nachdem die Straßenausbaubeiträge abgeschafft worden seien. "Diejenigen, die dies gefordert und durchgesetzt haben, lassen nun die Kommunen im Stich", sagte der Bürgermeister. Probleme gebe es auch wegen der geplanten vier Bauparzellen beim Fischhof. Die Regierung der Oberpfalz habe nach dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" massive Einsprüche gegen diese Bauparzellen erhoben, eine Flächenversiegelung soll vermieden werden. Wegen dieses Volksbegehrens befürchtete Franz Stahl noch weitere Schwierigkeiten für die Zukunft.
Bei Hohenwald, so Stadtrat Konrad Zant, sei der Fahrradweg von Falkenberg nach Tirschenreuth in einem schlechten Zustand. Der Bürgermeister sicherte eine Prüfung zu.














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